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Smart-Meter

Smart Meter: Gut für Umwelt und fürs Börserl

Smart Meter sind intelligente Energiemessgeräte. Sie ermitteln den Energieverbrauch in Echtzeit und speichern die Messwerte in kurzen Intervallen (zum Beispiel wochen- oder tageweise). Alle Daten sind jederzeit abrufbereit und lassen sich über ein elektronisches Display ablesen. So behalten Sie in jeder Verbrauchssituation den Durchblick.

Wo genau kann der Verbrauch abgelesen werden?

Die Anzeige des Verbrauchs erfolgt am Display des Zählers. Da dieser aber in der Regel im Keller angebracht und damit nur schwer erreichbar ist, gibt es Alternativen: Mit Hilfe eines Home-Displays lässt sich der Verbrauch dort ablesen, wo es im Alltag am praktischsten ist, zum Beispiel im Flur oder im Arbeitszimmer. Auch der heimische PC kann die Daten empfangen und darstellen. Eine weitere Möglichkeit ist der Datenabruf im Internet oder mobil über ein Smart Phone.

Wie funktioniert die Verbrauchsübersicht?

Ein Smart Meter kann aufgrund seiner Technologie beispielsweise anzeigen, wie viel Strom der Staubsauger im Moment benötigt oder ob der Kühlschrank bereits den ganzen Vormittag läuft. Anhand dieses Wissens können Sie als Konsument Ihre Energienutzung bewusst und effektiv beeinflussen. Die jeweiligen Auswirkungen eines geänderten Verbrauchsverhaltens werden sofort sicht- und überprüfbar. Diese Transparenz ist die Grundlage einer kostenoptimierten und Ressourcen schonenden Energienutzung.

Wie erkenne ich die Stromfresser?

Ganz einfach über die aktuellen Verbrauchswerte. Sobald beispielsweise die Waschmaschine anspringt, sollte sich dies im aktuellen Stromverbrauch widerspiegeln. Gleiches gilt auch für Geräte im Stand-by-Modus. Sehen Sie selbst, was das Ausschalten bringt. Wissenschaftler des Fraunhofer-Instituts für Angewandte Informationstechnik FIT in Sankt Augustin haben inzwischen sogar eine Anwendung entwickelt, die den Energieverbrauch einzelner Geräte im Haushalt aufzuzeigen vermag. Ein Adapter zwischen Steckdose und Stecker macht es möglich. Über Funk meldet er den aktuellen Stromverbrauch. So kommen Sie den "Stromklauern" schnell auf die Spur und können anhand von klaren Fakten auch darüber entscheiden, ob sich der Austausch eines Gerätes lohnt. Eine neue Kühltruhe verbraucht beispielweise bis zu 80 Prozent weniger Energie als ein überaltertes Gerät.

Wie kann ich die Energienutzung steuern?

Steuern können Sie Ihre Energienutzung unter anderem, indem Sie bestimmte Geräte in lastschwachen Zeiten verwenden und beispielsweise nachts die Spülmaschine laufen lassen. Für den Fall, dass Sie selbst auch Erzeuger sind (wenn Sie zum Beispiel Solarpanele auf dem Dach haben), ergeben sich darüber hinaus noch ganz andere Möglichkeiten für die Zukunft. Wenn Sie zum Beispiel ihren Strom preiswerter produzieren als kaufen können, sparen Sie natürlich auch durch geschicktes Ausnutzen der Eigenerzeugung. Der Smart Meter kann Ihnen in diesem Fall auch über die Verteilung der genutzten Energie Auskunft geben.

Was haben Lastspitzen mit Klimaschutz zu tun?

Um Lastspitzen, also eine hohe Stromnachfrage, bedienen zu können, müssen auch weniger effiziente Kraftwerke arbeiten. Damit geht auch ein erhöhter CO2-Ausstoß einher. Wer seine Energienutzung in lastschwächere Zeiten verlegt, leistet daher einen Beitrag zur Versorgungsoptimierung und schont die Umwelt.

Wieso gibt es ineffizient arbeitende Kraftwerke?

Gemeint ist in diesem Zusammenhang das Verhältnis von produzierter Energie und erzeugtem Kohlendioxid, das bei Verwendung fossiler Brennstoffe zur Stromerzeugung unvermeidlich ist. Moderne Anlagen arbeiten mit hohem Wirkungsgrad, nutzen also den Brennstoff besser aus als alte. Letztere sind aber oft noch als "Reserve" vorhanden und springen ein, wenn besonders viel Strom benötigt wird.

Wie sicher sind meine Verbrauchsdaten?

Die Verbrauchsdaten werden nach außen ausschließlich an die involvierten Unternehmen übermittelt, also an Ihren Stromversorger, Messstellenbetreiber und gegebenenfalls Messdienstleister. Diese erstellen auf Basis der Messwerte Ihre Rechnung. Zudem bieten Sie Ihnen zahlreiche Zusatzmöglichkeiten, wie beispielsweise Ihr Verbrauchsprofil oder Nutzungsvergleiche, über das Internet an. Aus solchen Informationen lässt sich dann beispielsweise ableiten, ob es sich gelohnt hat, im letzten Monat die Glühlampen durch Energiesparlampen zu ersetzen oder die Geräte anstatt mit der Fernbedienung per Netzschalter auszuschalten. Der Zugriff auf solche Daten ist natürlich geschützt. Darüber hinaus entscheiden Sie selbst, wer Zugang zu Ihrem Haushalt und damit möglicherweise dem Display hat oder mit wem Sie das Passwort für Ihr Nutzungsprofil im Internet teilen.

Wie viel Sparpotential ergibt sich?

Nach Meinung von Experten können Verbraucher durch neue Tarife und entsprechende Verhaltensänderungen die Stromrechnung um fünf bis zehn Prozent drücken.

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