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Immobilienverkauf

Was gibt es zu beachten?

Die Eigentumswohnung in der Stadt lohnt sich nicht mehr, Sie haben ein Haus geerbt, das Sie selber nicht nutzen möchten – kurz gesagt, Sie wollen eine Immobilie verkaufen. Hierbei gibt es einige wichtige Dinge zu beachten, damit alles rund läuft.

Der Zeitpunkt des Immobilienverkaufs

Meist bestimmen persönliche Umstände, wie ein Umzug, eine Erbschaft oder Scheidung, zu welchem Zeitpunkt eine Immobilie verkauft wird. Von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet ist der Verkaufszeitpunkt besonders günstig, wenn die Immobilienpreise sich auf einem Hoch befinden. Überprüfen Sie also den Immobilienmarkt, um eine Einschätzung für den angemessenen Preis Ihrer Immobilie zu bekommen.

Verkaufswert berechnen

Üblicherweise wird der Angebotspreis ein wenig über dem Preis festgelegt, der am Ende tatsächlich erwartet wird, damit ein gewisser Verhandlungsspielraum besteht. Das sind in der Regel etwa 5 bis 8 Prozent.

Alternativ können Sie Ihre Immobilie auch im Bieterverfahren anbieten. Dann wird zuerst ein Mindestpreis festgesetzt.

Es gibt einige Faktoren, anhand derer Sie den Wert Ihrer Immobilie ermitteln können. Das ist beim Immobilienverkauf wichtig, um weder über noch unter Wert zu verkaufen.

  • Zustand der Immobilie
  • Alter der Immobilie
  • Größe der Immobilie
  • Bodenrichtwerte
  • Gebäudewert
  • Bauausführung
  • Baustil
  • Umgebung

Die Immobilie ins richtige Licht rücken – die Verkaufsanzeige

Die Verkaufsanzeige, in der Fachsprache auch "Exposé" genannt, ist beim Immobilienverkauf von äußerster Wichtigkeit. Im Internet lassen sich Verkaufsanzeigen ausführlich gestalten. Wie Sie die Immobilie und auch sich selbst als Verkäufer präsentieren, kann für Kaufinteressenten entscheidend sein.

In Ihrem Exposé sollten alle wichtigen Daten und Fakten über die Immobilie übersichtlich angegeben sein. Folgende Punkte gehören hinein:

 

Qualitativ hochwertige Bilder von innen und außen

Zu einem seriösen Inserat gehören ansprechende Fotos. Das umfasst aussagekräftige Bilder von allen Räumen und auch von der Außenansicht. Achten Sie darauf, dass die Räume gut ausgeleuchtet, sauber und aufgeräumt sind.

 

Größe und Lage

Eine genaue Angabe der Wohnfläche, Nutzfläche und der Größe der Räume darf im Exposé nicht fehlen. Beschreiben Sie auch die Lage möglichst genau, da diese für potenzielle Käufer wichtig ist.

 

Ein Grundriss

Bei vielen Inseraten fehlt der Grundriss. Doch mit einem Grundriss können sich Kaufinteressenten ein gutes Bild davon machen, ob ihnen die Raumaufteilung gefällt und können die Immobilie in Gedanken schon einrichten. Mit einem Grundriss steigern Sie also entweder das Interesse der Interessenten oder sortieren direkt diejenigen aus, die an dieser Aufteilung kein Interesse haben.

 

Informationen zum Grundstück

Nicht nur die Lage ist wichtig: lassen Sie Ihre Interessenten wissen, was alles zu dem Grundstück dazugehört. Gibt es noch Nebenräume, einen Keller, Trockenraum oder besondere Parkmöglichkeiten? Auch ein Garten ist besonders erwähnenswert.

 

Umgebung der Immobilie

Jedes Viertel hat seine Besonderheiten. Erzählen Sie im Exposé etwas über die Umgebung, in der sich Ihre Immobilie befindet. Welchen Charakter hat das Viertel? Wie sind die Einkaufsmöglichkeiten? Gibt es Schulen, Kindergärten und Grünflächen? Wie ist der Anschluss an den öffentlichen Nahverkehr?

 

Angaben zur Energie-Effizienz

Energie-Effizienz ist ein Faktor, der für immer mehr Interessenten relevant ist. Geben Sie realistische Heizkosten an und beschreiben Sie Wärmedämmung, Fenster und Alter sowie Art der Heizungsanlage.

 

Besonderheiten

Geben Sie alles an, was Ihre Immobilie besonders macht oder für potenzielle Käufer interessant sein könnte. Ist die Immobilie zum Beispiel barrierefrei ausgestattet? Gibt es einen Hausmeister?

 

Details nicht vergessen

Je präziser die Beschreibung der Immobilie, desto eher können sich Interessenten ein Bild von ihr machen. Lassen Sie also kein Detail aus dem Exposé aus.

 

Kontaktdaten

Ohne Ihre Kontaktdaten können Interessenten Sie nicht erreichen, um einen Besichtigungstermin zu vereinbaren. Wenn Sie die Möglichkeit haben, viele Anrufe entgegen zu nehmen, ist es empfehlenswert, nicht nur die E-Mail-Adresse, sondern auch die Telefonnummer anzugeben.

Das Exposé sollte möglichst wenig Fragen offenlassen – je mehr es beantwortet, desto besser können sich die potenziellen Käufer ein Bild von der Immobilie machen.

Unterlagen für den Immobilienverkauf

Stellen Sie die relevanten Unterlagen so früh wie möglich zusammen, damit der Immobilienverkauf schnell und problemlos abgewickelt werden kann. Hierfür brauchen Sie:

  • Energieausweis
  • Grundbuchauszug
  • Grundriss und Bauplan
  • Flurkarte
  • Wohnflächenberechnung
  • Betriebskostenaufstellung

Steuern beim Immobilienverkauf

Beim Verkauf einer Immobilie spielen Steuern eine wichtige Rolle. Gewinne aus dem Verkauf von Immobilien sind von der Immobilienertragsteuer betroffen. Wie hoch die Steuer ausfällt, hängt davon ab, wann das Haus erworben wurde. Sogenannte Altfälle, also Häuser, die vor dem 31. März 2002 erworben wurden, sind mit einer Einkommensteuer von 4,2 Prozent des Veräußerungserlöses belastet. Neufälle, die nach dem 31. März 2002 erworben wurden, werden mit dem vollen Steuersatz von 30 Prozent belastet.

Im Falle einer Erbschaft oder Schenkung gilt der letzte entgeltliche Anschaffungszeitpunkt.

Privat oder mit einem Makler verkaufen?

Ein Immobilienverkauf ist mit hohem Zeit- und Kostenaufwand verbunden. Möchten Sie den Verkauf privat angehen, sollten Sie also viel Zeit und Geduld mitbringen. Jedoch müssen Immobilienbesitzer auch ihre Grenzen erkennen, denn manche Dinge kann ein Makler einfach besser.

Vorteile Makler

  • Verkäufer spart Mühe und Zeit
  • Kaufinteressenten werden seriös und professionell betreut
  • Mittler zwischen Käufer und Verkäufer
  • Verkaufschancen steigen über die vielfältigen Vermarktungswege
  • Verkauf ist rechtlich abgesichert
  • hilft dem Käufer bei der Immobilienfinanzierung

Vorteile privater Verkauf

  • Es muss keine Maklerprovision gezahlt werden
  • Handeln auf eigene Verantwortung
  • Gegenwert der gesparten Maklerprovision geht an den Verkäufer
  • Maklerprovision kann als Verhandlungsspielraum genutzt werden

Für den Privatverkauf sollten Sie sich in der Regel nur entscheiden, wenn Sie ausreichend Zeit für das Projekt haben. Sie sollten auch in der Lage sein, ein ansprechendes Exposé zu erstellen, damit Ihre Immobilie nicht untergeht. Kenntnisse in bau- und vertragsrechtlichen Angelegenheiten sind in einem gewissen Rahmen erforderlich. Es hilft, wenn Sie gut mit Menschen umgehen und gut verhandeln können.

Erfolgreicher Immobilienverkauf

Wenn Sie all diese Dinge beachten, sollte dem erfolgreichen Immobilienverkauf nichts mehr im Wege stehen. Ob Sie mit oder ohne Makler verkaufen, ist letztlich Ihre Entscheidung. Auf beiden Wege werden Sie bald einen geeigneten Käufer für Ihre Immobilie finden.

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