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Umfrage „So arbeitet Österreich“: Teil 4 „Arbeitsmobilität“

Etwa die Hälfte der Österreicher könnte sich Wohnortwechsel für den Job gut vorstellen

Wien, 19. Mai 2015 – Bodenständig und heimatverbunden, so werden die Österreicher häufig charakterisiert. Wie aber sieht es tatsächlich aus?

Wie mobil sind die Österreicher, wenn es um Job und Karriere geht? Mit Fragen der Arbeitszufriedenheit, -mobilität und -flexibilität befasst sich die Studie „So arbeitet Österreich“ von ImmobilienScout24. Integral Markt- und Meinungsforschung hat dafür mehr als 1.000 erwerbstätige Österreicher/innen repräsentativ*) befragt.

Ein Drittel bleibt der Heimat treu

Etwa die Hälfte (48%) der Österreicher könnte sich einen Wohnortwechsel für den Job gut vorstellen. Darüber hinaus wäre jeder Fünfte bereit, für den neuen Job die Koffer zu packen, wenn er sonst keinen Arbeitsplatz fände. Besonders im Handel und in leitenden Positionen Tätige zeigen sich mobil. Rund ein Drittel (32%) ist gänzlich unwillig, Heim und Herd zu verlassen. Den größte Anreiz für einen beruflichen Umzug bietet das Geld: 81 Prozent der umzugswilligen Österreicher würden für einen Job umziehen, wenn dieser besser bezahlt wäre als der aktuelle. Berufliche Freiräume, flexiblere Arbeitszeiten und Home-Office sind für 42 Prozent der Befragten wichtige Argumente, die für einen Umzug sprechen. Im Zweifelsfall ist der ideale Wohnort den Österreichern aber wichtiger als der ideale Job. Vor allem die Niederösterreicher und Burgenländer sind eher bereit zu pendeln. „Österreicher werden mobiler – und wer mobiler ist, kann günstiger wohnen. Und genau dieser Rückzug in die eigenen vier Wände wird den Befragten immer wichtiger“, analysiert Dr. Patrick Schenner von ImmobilienScout24.

Perspektive für Familie und Partner gefragt

Die Familie ist ein entscheidender Faktor: So sagt mehr als jeder zweite umzugswillige Österreicher (56%), dass der neue Wohnort der Familie bzw. dem Partner eine Perspektive bieten müsste. Für jeden Vierten Befragten kommt nur der Umzug aufs Land oder in eine kleine Stadt in Frage, ein Leben in der Großstadt wäre undenkbar. Die Bereitschaft, das gesamte Lebensumfeld zu ändern, sinkt mit steigendem Alter. Nur fünf Prozent der 18- bis 29-Jährigen schließen einen Umzug für den Job komplett aus, bei der Generation 50plus gilt das bereits für 35 Prozent.

Wer will ins Ausland?

Für so manchen Umzugswilligen spielt die Entfernung gar keine Rolle. So sagt immerhin jeder zehnte umzugswillige Umfrageteilnehmer, dass er schon „immer mal raus aus Österreich wollte“. Für 62 Prozent ist ein Auslandseinsatz denkbar, aber abhängig von Stelle und Vergütung beziehungsweise nur für eine begrenzte Zeit. Für jeden fünften prinzipiell Umzugswilligen endet jedoch die Bereitschaft zum Ortswechsel definitiv an der Staatsgrenze.

Familie, Freunde und das Haus binden

Als Gründe, die gegen einen beruflichen Umzug sprechen, wurden vor allem Familie und Freunde genannt, die man nicht verlassen möchte (52%). Auch das Heimatgefühl spielt eine wichtige Rolle (46%). Ebenso viele haben ein Haus, das sie nicht verkaufen oder vermieten möchten. Etwa jeder dritte Österreicher (36%) meint, hier aufgewachsen zu sein und sich an diesem Ort verwurzelt zu fühlen.

Über die Studie:

Integral Markt und Meinungsforschung hat für die Studie 1.062 erwerbstätige ÖsterreicherInnen zwischen 18 und 65 Jahre befragt (CAWI (computer aided web interviewing)).

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