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Blockheizkraftwerk

Eine alternative Heizmethode

Viele Österreicher suchen eine Heizmethoden, die sie von fossilen Brennstoffen und den lokalen Energieanbietern unabhängig machen. Seit wenigen Jahren gibt es eigene Blockheizkraftwerke für Einfamilienhäuser und Mehrparteienhäuser.

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Wie funktioniert ein BHKW?

Bei einem Blockheizkraftwerk wird auf zweierlei Art Energie und Wärme gewonnen: Zunächst einmal mittels Verbrennungsmotor, der mit Gas oder Öl betrieben wird, und darüber hinaus wird auch noch die dabei entstehende Abwärme genutzt. Sie wird über einen Wärmeüberträger in den Heizkreislauf der Immobilie eingespeist. Ein solches Heizkraftwerk kann zwar keinen Strom erzeugen, in einem kleinen Einfamilienhaushalt kann es aber genug Wärme gewinnen, um das ganze Haus mit Warmwasser zu versorgen und zu beheizen.

Welches Blockheizkraftwerk eignet sich für ein Einfamilienhaus?

Für ein Einfamilienhaus reicht ein Nano oder Mikro BHKW vollkommen aus. Ein Nano Heizkraftwerk bringt im Schnitt eine Leistung von ca. 2,5 kW und eignet sich perfekt für ein kleines Einfamilienhaus. Größere Häuser mit vier Personen profitieren mehr von einem Mikro Kraftwerk, das bis zu 15 kW leistet. Beide Modelle können aufgrund ihrer Kompaktheit problemlos im Keller untergebracht werden, sie sind kaum größer als eine Waschmaschine. Auch ein nachträgliches Einbauen im Zuge einer Sanierung ist kein Problem. Damit das Blockheizkraftwerk optimal funktioniert, sollte es jedoch mindestens 4.000 Stunden pro Jahr in Vollbetrieb sein. Damit eignet es sich vor allem für Regionen in Österreich mit langen Wintern, wie z.B. Vorarlberg oder Tirol.

Welche Vorteile hat ein Blockheizkraftwerk?

Der größte Vorteil von einem Blockheizkraftwerk in einem Privathaushalt ist, dass der Eigentümer von den örtlichen Energieversorgern unabhängig ist. Es gibt keine langen Transportwege und keinen Energieverlust, dadurch werden Energiekosten gespart. Auch die Auswahl an Kraftstoffen, mit denen das Werk betrieben werden kann, ist sehr vielfältig, von Pellets über Rapsöl bis hin zu Gas gibt es die verschiedensten Betriebsstoffe. Ein eigenes BHKW ist eine energiesparsame, nachhaltige und kostengünstige Variante der Energiegewinnung.

Was kostet ein eigenes Kraftwerk im Haus?

Die Preise für ein Nano BHKW starten bei 10.000 €, für ein Mikro BHKW müssen ca. 25.000 € eingeplant werden. Die Instandhaltungskosten hängen davon ab, womit das Kraftwerk betrieben wird. Am teuersten sind Modelle mit Biogas, sie kosten ca. 1,50 Cent pro kWh, gefolgt von Heizöl-Modellen mit ca. 1,35 Cent/kWh und Erdgas-Betrieben mit ca. 1,29 Cent/kWh. Dabei gilt: Je mehr kWh verbraucht werden, umso günstiger wird der Durchschnittspreis. Bei einem Biogas BHKW liegt der Preis z.B. bei 50 kW bei über 2,20 Cent/kWh, ab 500 kW liegt er bei unter 1,30 Cent.

Wie können die Kosten für ein Kraftwerk gesenkt werden?

Überschüssige Wärme, die vom Haushalt nicht verbraucht wird, wird in das öffentliche Netz eingespeist. In Österreich dürfen die öffentlichen Betreiber dies nicht ablehnen. Laut Ökonormverordnung von 2011 gelten dabei folgende Tarife:

  • bis zu einer Engpassleistung von 500 kW 14,98 Cent/kWh,
  • und zwischen 500 kW und 1MW 13,54 Cent/kWh

Außerdem gibt es für Blockheizkraftwerke in Österreich eine Förderung, wenn der Jahresnutzungsgrad mindestens 75 % beträgt. Gefördert werden bis zu 30 % der Investitionskosten, das Errichten der Anschlüsse wird jedoch nicht finanziell unterstützt. Wichtig ist, dass das Ansuchen für eine Förderung vor der Installation bzw. vor Baubeginn beantragt wurde.