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ImmoScout24 Datenanalyse: Freifläche: Nachfrage in Pandemie um bis zu einem Drittel gestiegen

92 Prozent aller angebotenen Neubauten verfügen über eine Freifläche versus 54 Prozent des Altbestandes. Während bei der Miete die Nachfrage beim Neubau mit Balkon oder Terrasse jedoch sinkt, steigt sie beim Altbestand um bis zu 33 Prozent. Bis zu 22 Prozent mehr kostet Eigentum mit Freifläche, bei der Miete sind es bis zu 7 Prozent.

Wien, 28. April 2022 – Die Frühlingstemperaturen haben die Sehnsucht nach Terrasse, Balkon oder Garten wieder aufleben lassen und so Mancher hat sich auf die Suche nach einer neuen Immobilie gemacht. Die aktuelle Datenanalyse von ImmoScout24 zeigt, was der Traum vom Zuhause mit Freifläche kostet und wie sich Angebot und Nachfrage treffen.

Miete: Altbau mit Balkon begehrt, bei Neubauten geht Nachfrage zurück

Wer eine Immobilie mit Freifläche mieten oder kaufen möchte, wird bei Neubauwohnungen auf jeden Fall unter vielen Angeboten wählen können. Die große Mehrheit von 92 Prozent der angebotenen Neubauobjekte verfügen über den begehrten Platz an der Sonne. Die Kombi Altbau und Freifläche ist mit 54 Prozent schon deutlich rarer. Bei Mietwohnung ist die Nachfrage nach Altbauwohnung mit Freifläche 2021 um 33 Prozent im Vergleich zum ersten Pandemiejahr 2020 angestiegen. Das Angebot an derartigen Objekten ist jedoch im Vorjahresvergleich nur um 3 Prozent gestiegen. Immobilienentwickler und Bauherren berücksichtigen bei nahezu allen Neubauten den Wunsch nach Freifläche. Dementsprechend ist das Angebot bei Mietwohnungen mit der Möglichkeit, den Kaffee an der Frischluft zu genießen, in den vergangenen zwei Jahren um 24 Prozent gestiegen, die Nachfrage ist jedoch um 15 Prozent zurückgegangen.

My home is my castle

Die Bedeutung des eigenen vier Wände als sicherer Zufluchtsort hat sich für vier von zehn Österreicher:innen durch die aktuellen Ereignisse verstärkt. Dabei spielt die Corona-Pandemie eine deutlich größere Rolle als der Urkaine-Konflikt. Während für jede:n Dritte:n die eigenen vier Wände durch die Pandemie als sicherer geschützte Umgebung an Bedeutung gewonnen hat, ist durch die aktuelle Ukraine-Konflikt für 16 Prozent die eigene Wohnung oder das Haus als sicherer Ort wichtiger geworden. Für die Mehrheit von 58 Prozent der Befragten war das jedoch schon immer so und für sie gilt das Motto „My home is my castle“.

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Veränderung Angebot und Nachfrage von Immobilien mit Freifläche erstes Quartal 2022 im Vergleich zum ersten Quartal 2020

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Quelle: ImmoScout24, April 2022

Wer kauft, will eine Freifläche, aber das Angebot sinkt

Bei der Nachfrage nach Kauf-Immobilien mit Freifläche aus dem Bestand konnte ein deutlicher Anstieg um 21 Prozent beobachtet werden. Das Angebot an derartig begehrten Objekten ist jedoch um 9 Prozent zurückgegangen. Ähnlich verhält es sich bei neuen Kauf-Immobilien. Hier steigt die Nachfrage um 31 Prozent, während um 7 Prozent weniger Objekte mit Freifläche als noch 2020 angeboten werden. „Bereits seit zwei Jahren beobachten wir, dass Immobilien mit Freifläche zum begehrten Gut geworden sind. Dabei trifft steigende Nachfrage auf weniger Angebot. Das ist ein Faktor, warum die Angebotspreise 2021 für Eigentumswohnungen österreichweit um 9,5 Prozent und für Häuser im Schnitt um 14 Prozent angestiegen sind. Unsere Analyse bestätigt zudem, dass die Altbauwohnung mit Stuckdecke und Terrasse nicht so leicht zu finden ist, wie die neugebaute Immobilie mit Balkon“, erläutert Markus Dejmek, Österreich-Geschäftsführer von ImmoScout24.

Was Wohnen mit Freifläche kostet

Für eine Altbau-Mietwohnung von 75 Quadratmetern mit Balkon oder Terrasse bezahlt man im Schnitt 975 Euro pro Monat, für die Neubau-Wohnung sollte man rund 1.125 Euro einplanen. Das sind bis zu 7 Prozent mehr Miete. Beim Kauf zahlte man 2021 für eine Neubauwohnung mit Balkon oder Terrasse durchschnittlich 5.180 Euro pro Quadratmeter, das sind um 820 Euro pro Quadratmeter mehr als für eine Wohnung ohne Freifläche, beim Altbau liegt der Aufpreis bei 22 Prozent oder knapp 1.030 Euro pro Quadratmeter. Die Altbauwohnung mit Freifläche wurde durchschnittlich um 5.765 Euro pro Quadratmeter angeboten.

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Über die Datenanalyse

Für die Umfrage hat die Innofact AG im März 2022 für ImmoScout24 rund 500 Österreicher/innen von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt.

Über ImmoScout24:

ImmoScout24 ist seit Jänner 2012 mit einem österreichischen Marktplatz online (ImmoScout24.at). Gemeinsam mit Immobilien.net, immodirekt.at und immosuchmaschine.at verzeichnet das Netzwerk jeden Monat rund 3,5 Millionen Besuche, die Nutzer können dabei unter rund 133.000 Immobilienangeboten wählen. Mit seinen digitalen Lösungen schafft der Online-Marktplatz Orientierung und bringt Eigentümer, Makler und Suchende erfolgreich zusammen. ImmoScout24 arbeitet an dem Ziel, Transaktionen rund um die Immobilie digital abzuwickeln und dadurch komplexe Entscheidungen für seine Nutzer einfacher zu machen. Für den Erfolg von ImmoScout24 in Österreich sind rund 40 Mitarbeiter in Wien verantwortlich. ImmoScout24 Österreich gehört zur deutschen ImmoScout24, der führenden Online-Plattform für Wohn- und Gewerbeimmobilien in Deutschland. Weitere Informationen unter ImmoScout24.at. 

Pressekontakt:

Maria Hirzinger
Extern für ImmoScout24 tätig
Tel: +43 699 19544462
E-Mail: maria.hirzinger_ext@scout24.com