In Österreich wird gerne mit einem Makler verkauft

Knapp zwei Drittel der Österreicher würden eine Wohnung privat vermieten // Beim Verkauf von Immobilien setzen 46 Prozent auf Unterstützung durch Makler


Wien, 19. Oktober 2019. Die Wohnung vermieten oder das Haus verkaufen: Herr und Frau Österreicher setzen dabei nur bedingt auf die Dienste von Maklerinnen und Maklern. Und was die künftigen Mieter oder Käufer betrifft, so wird genau geschaut, wie es um Beruf und
Einkommen bestellt ist. Vermieter sind dabei deutlich wählerischer als Verkäufer. Das zeigt eine aktuelle Innofact-Trendumfrage* für ImmobilienScout24.

Was tun, wenn man seine Wohnung oder das Haus vermieten oder verkaufen möchte? Auf eigene Faust Interessentinnen und Interessenten suchen oder einen Makler engagieren? Die Österreicherinnen und Österreicher unterscheiden hier genau: Wenn es darum geht, eine Immobilie zu vermieten, ist eine Mehrheit überzeugt, auch ohne Maklerin oder Makler den geeigneten Bewohner zu finden. Soll das Objekt verkauft werden, will sich dagegen fast jeder Zweite auf die Dienste eines Immobilienvermittlers verlassen.

Jeder Zehnte kennt keinen seiner Nachbarn

Knapp ein Viertel der Befragten (23 Prozent) geben an, weniger als die Hälfte der rundum Wohnenden zu kennen. Jeder Zehnte kennt überhaupt so gut wie keinen – je jünger die Befragten, umso ausgeprägter ist diese Tendenz. Bei den 18-29-Jährigen ist es jeder Fünfte, der praktisch keinen Kontakt zu seinen Nachbarn hat. Insgesamt finden das 14 Prozent der Österreicher auch wünschenswert. Ein guter Nachbar zeichnet sich ihrer Meinung nach dadurch aus, dass er sie einfach in Ruhe lässt. Bei Männern ist dieser Wunsch mit 16 Prozent ausgeprägter als bei Frauen mit 11 Prozent.

Vermietung bevorzugt ohne Makler

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der Befragten würden die Wohnung oder das Haus lieber in Eigeninitiative vermieten. Nur 23 Prozent würden einen Makler hinzuziehen, um den passenden Mieter zu finden. Diese Verteilung zieht sich quer durch alle Altersschichten. Für fast drei Viertel (73 Prozent) derer, die ohne Makler auskommen würden, ist dabei besonders wichtig, sich den Mieter selbst aussuchen zu können. 60 Prozent wollen sich die Kosten für einen Makler sparen. Und 39 Prozent schätzen es, selber Besichtigungstermine mit Interessenten ausmachen zu können. Knapp jeder Dritte (32 Prozent) legt Wert darauf, eigenständig zu bestimmen, über welche Kanäle die Immobilie angeboten wird.

Maklerkosten bei Verkauf ausschlaggebend

Ganz anders ist die Tendenz, wenn es darum geht, eine Immobilie zu verkaufen: dabei würden deutlich mehr Österreicher die Dienste eines Maklers in Anspruch nehmen, nämlich 46 Prozent der Befragten. Immerhin 41 Prozent der Befragten würden versuchen, die Wohnung privat an den Mann oder die Frau zu bringen. Für diese Gruppe geht es zu einem hohen Prozentsatz darum, Kosten für den Makler zu sparen (69 Prozent) und den Käufer selbst aussuchen zu können (54 Prozent). Etwa jeder Fünfte (22 Prozent) will selbst ein Exposé anlegen und die Vorzüge der Wohnung beschreiben.

Vermieten: Job und Einkommen als Entscheidungskriterien

Überlässt man eine Immobilie einem Mieter, so will man meist wissen, mit wem man es zu tun hat. Die Österreicher legen dabei besonders viel Wert auf Informationen rund um Job und Status. Eine große Mehrheit (79 Prozent) der Vermieter interessiert sich für den Beruf bzw. das Einkommen des künftigen Mieters. Ob Haustiere mit einziehen, ist für 60 Prozent relevant. Und auch der Familienstand interessiert satte 57 Prozent. Jeder Zweite möchte über die Herkunft Bescheid wissen und 42 Prozent finden es ausschlaggebend, wie lange der Mieter schon im aktuellen Job tätig ist. Jeder Dritte interessiert sich auch dafür, wie oft jemand schon umgezogen ist, bevor ihm die Wohnung anvertraut wird.

Das geht für Vermieter gar nicht

Menschen, die keiner regelmäßigen beruflichen Tätigkeit nachgehen, haben es schwer bei Österreichs Vermietern: 59 Prozent der Befragten würden dieser Gruppe ihr Mietobjekt nicht anvertrauen. Jeder Dritte lehnt Jugendliche, die auch Feste feiern, als Mieter ab. Großfamilien werden von fast ebenso vielen (31 Prozent) als Mieter abgelehnt. Skeptisch sind die Österreicher auch gegenüber Personen, die schon oft umgezogen sind: mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) würde so jemanden nicht als Mieter akzeptieren. Besitzer von Haustieren sind für 18 Prozent ein Problem, Familien mit Kleinkindern für 14 Prozent. Nur rund 16 Prozent würde gar keine
Personengruppe ausschließen.

Verkaufen: Ein Drittel braucht keine näheren Infos zum künftigen Käufer

Plant man den Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses, so ist nur mehr für jeden Zweiten (49 Prozent) die berufliche Tätigkeit des Käufers entscheidend. Herkunft (28 Prozent) und Familienstand (23 Prozent) sind rund einem Viertel wichtig. Ob Bello, Minki oder andere Vierbeiner einziehen, spielt nur für 13 Prozent der potenziellen Verkäufer eine Rolle. Mehr als ein Drittel gibt an, auf all diese Informationen über den künftigen Käufer verzichten zu können.

Was Vermieter über künftige Mieter wissen wollen

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Quelle: ImmobilienScout24.at/Innofact

Über die Studie:

*Für die Studie hat das Marktforschungsinstitut Innofact AG im September 2019 für ImmobilienScout24 rund 500 Österreicher/innen von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für die Zielgruppe befragt.

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