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Immobilienfotografie

So bekommen Sie die idealen Immobilienfotos

Ein Inserat ohne Bilder hat kaum Chancen auf dem Immobilienmarkt. Sowohl private Verkäufer als auch Makler sind daher auf aussagekräftige Immobilienfotos angewiesen. Wir verraten Ihnen in diesem Ratgeber, was gute Objektbilder ausmacht, worauf bei der Bildauswahl zu achten ist und welche Fehler Sie bei der Immobilienfotografie vermeiden sollten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein professioneller Immobilienfotograf kann Ihnen qualitativ hochwertige Objektbilder liefern. Mit ein wenig Vorbereitung können Sie jedoch auch selbst gute Ergebnisse erzielen.
  • Es muss nicht zwangsläufig die Spiegelreflexkamera zum Einsatz kommen: Auch andere Kameras oder hochwertige Smartphones können zur Immobilienfotografie genutzt werden.
  • Überlegen Sie vorab, wann der beste Zeitpunkt zum Fotografieren ist und welche Eigenschaften des Raumes Sie im Bild repräsentieren möchten.
  • Bei bewohnten Objekten sollten Sie sich die Mithilfe der Bewohner sichern, um tolle Bilder der Immobilie machen zu können.

Brauche ich einen professionellen Immobilienfotografen?

Wer gute Immobilienfotos für ein Exposé benötigt, steht vor der Frage: Möchte ich die Immobilie selber fotografieren oder einen Profi für Fotos von Immobilien engagieren? Gute Objektfotos zu schießen nimmt einige Zeit in Anspruch. Wenn Sie als Makler mehrere Objekte gleichzeitig verwalten und vermarkten, kann es sich also lohnen, in einen Experten für professionelle Immobilienfotografie zu investieren und die zeitaufwändige Aufgabe auszulagern. Mit einem guten Briefing bekommen Sie so von jedem Objekt immer die idealen Bilder. Möchten Sie sich das Honorar für den Fotografen jedoch sparen oder haben generell Freude daran, selbst zu fotografieren, können Sie mithilfe unserer Immobilienfotografie-Tipps auch auf eigene Faust die perfekten Bilder für die Wohnung machen.

Unabhängig davon, ob Sie die Bilder vom Haus oder der Wohnung selbst machen oder einen Immobilienfotografen beauftragen: Bei vermieteten Immobilien brauchen Sie immer die Einwilligung des Mieters, um Innenräume zu fotografieren und die Bilder veröffentlichen zu dürfen.

Tipp 1: Wählen Sie die passende Ausrüstung, um Haus oder Wohnung zu fotografieren

Zwar schießt eine gute Kamera allein noch lange kein gutes Foto, die richtige technische Ausrüstung hilft Ihnen allerdings dabei, Ihr Objekt ideal in Szene zu setzen. DIE perfekte Digitalkamera für Immobilienmakler gibt es nicht. Profis greifen auf Spiegelreflexkameras zurück. Im Normalfall sind jedoch bereits hochwertige Kompaktkameras oder spiegellose Systemkameras ausreichend. Auch moderne Smartphones können gute Fotoergebnisse erzielen. Als praktisches Zubehör, um Innenräume zu fotografieren, haben sich ein Stativ, ein Weitwinkelobjektiv und eine Reserve-Speicherkarte erwiesen.

Tipp 2: Achten Sie bei Bildern für die Wohnung auf das richtige Licht

In der Objektfotografie ist die Beleuchtung für den ersten Eindruck besonders wichtig. Damit das Objekt auf den Bildern möglichst gut aussieht, sind eine gleichmäßige Belichtung und Beleuchtung elementar. Eine gute Ausgangslage bietet ausreichend Tageslicht. Ist das Wetter eher schlecht und die Sonne scheint nicht, sollte das Shooting auf einen anderen Tag verschoben werden.

Zusätzlich zum Tageslicht schalten Sie alle Lampen im Haus an, damit keine dunklen Ecken entstehen. Allerdings können die unterschiedlichen Lichttemperaturen der Lampen die Farben verfälschen. Hier helfen ein paar Probefotos, um den idealen Mittelweg zu finden, und der Feinschliff in der Nachbearbeitung mit der Fotosoftware.

Auf den Einsatz eines frontalen Blitzlichts sollten Sie bei der Immobilienfotografie verzichten. Blitzlichter sind eher für Detail- und Nahaufnahmen geeignet. Fotografieren Sie einen großen Raum damit, ist der Vordergrund überbelichtet, während der Hintergrund im Dunklen bleibt.

Tipp 3: Entscheiden Sie sich für die richtige Perspektive bei Ihren Objektbildern

Damit Interessenten einen möglichst realistischen Eindruck vom Objekt bekommen, sollten Sie als Immobilienfotograf auf die richtigen Perspektiven achten. Vermeiden Sie unbedingt

  • Fotos, auf denen nur eine Wand zu sehen ist. Diese sagen nichts über die Größe oder den Schnitt des Raums aus.

  • Bilder mit stürzenden Linien. Halten Sie die Kamera beim Fotografieren schräg, kippen die vertikalen Linien – in diesem Fall Wände, Türen und Co. - nach rechts oder links. Die Folge: Der Raum wirkt verzerrt.

  • Bilder, bei denen offene Türen den Gesamteindruck stören. Das ist oftmals bei kleinen Badezimmern der Fall. Hängen Sie die Tür zum Fotografieren aus, sodass Sie den gesamten Raum auf das Bild bekommen.

Für einen guten Effekt fotografieren Sie die Räume aus einer der Ecken heraus und platzieren Sie die Kamera dabei ungefähr auf einem Meter Höhe.

Einen noch realistischeren Eindruck von der Immobilie vermitteln 360-Grad-Aufnahmen. Den Rundumblick können Sie entweder mit einer entsprechenden Vollsphärenkamera selbst erzeugen oder von einem Profi anfertigen lassen.

Tipp 4: Beschränken Sie sich auf das Wichtigste

Bei Objekten, die bewohnt sind, ist der Fokus auf die wichtigen Details beim Fotografieren für Immobilienmakler nicht immer ganz einfach. Schließlich interessiert sich der potenzielle Käufer oder Mieter nicht für die persönlichen Gegenstände und die Einrichtung seines Vorgängers, sondern für die Beschaffenheit der Räume und die architektonischen Eigenschaften. Alles, was den Blick vom Wesentlichen ablenkt, schmälert die Verkaufschancen. Gerade für die Innenraumfotografie sind diese Tipps deswegen Gold wert.

  • Für gute Wohnungs-Bilder sollte das Objekt daher vorab aufgeräumt werden. Natürlich können Sie vom aktuellen Mieter oder Eigentümer nicht verlangen, dass er sämtliche persönlichen Gegenstände entfernt und aus seinem Zuhause einen Möbelkatalog macht. Aber störende Details wie volle Mülleimer, Zeitungen und benutztes Geschirr lassen sich schnell und einfach beseitigen. Im Badezimmer sollten Kosmetik- und Hygieneartikel im Schrank verstaut und der Toilettendeckel heruntergeklappt werden.

  • Ein weiterer Fehler, der bei der Objektfotografie oft begangen wird, ist die Fokussierung auf bestimmte Möbelstücke. Möbel und andere Einrichtungsgegenstände sollten nur dann die Hauptrolle auf den Bildern für die Wohnung spielen, wenn sie tatsächlich auch dem neuen Eigentümer zur Verfügung stehen. Andernfalls lenken auch diese Dinge nur vom Wesentlichen ab: Denn vielleicht möchte der Interessent das bisherige Esszimmer als Atelier nutzen und interessiert sich daher viel mehr für die Lichtverhältnisse im Raum als für den großen Glastisch.

Mit wenigen Tipps zu stylischen Bildern für die Wohnung

Dank der unaufwändigen Tipps entstehen mit ein wenig Geschick tolle Bilder vom Haus – und das kostenlos. Je mehr Erfahrung Makler mit ihrer Kamera sammeln, desto besser können sie bei komplizierten Innenaufnahmen Einstellungen verwenden, die das Objekt in Szene setzen. Professionelle Immobilienfotografen haben dieses Handwerk gelernt, sodass der Aufwand für sie wesentlich geringer ist. Je nach Schwierigkeit des Auftrags kann es sich also lohnen, die Bilder für die Wohnung von einem Profi anfertigen zu lassen.

Für das perfekte Immobilienfoto brauchen Sie vemutlich etwas Übung und viel Zeit. Wer jedoch beim Fotografieren vom Häusern und Wohnungen die Wünsche und Fragen der Interessenten im Hinterkopf behält, macht bereits vieles richtig und ist auf einem guten Weg.