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Holzarten

Moderne Hölzer

Eiche, Ahorn, Teak, Wengé und Nussbaum diese fünf Hölzer bestimmen den aktuellen Wohntrend. Das edelste, Wengé, wird sparsam furniert, aber die anderen treten zunehmend massiv auf, geradlinig und elegant ein Comeback der Handwerkskunst.

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Wengé

Das schwarzbraune Holz aus Zentralafrika ist vor allem von den italienischen Möbel-Trendsettern wieder entdeckt worden. Möbel aus Wengé strahlen eine souveräne Ruhe und Tiefe aus, wirken repräsentativ und elegant. Das schwere, harte, astfreie Holz ist eines der edelsten der Welt und wird deshalb meist als Furnier verwendet. Es ist so selten, dass seine Bestände erfasst sind und Raubbau fast auszuschließen ist.  

Nussbaum

Das Holz des Walnussbaums erlebt ein erstaunliches Comeback: Designer mit puristischem Anspruch haben das europäische Laubholz zu ihrem Lieblingsmaterial erklärt als Massivholz. Seine Zeichnung ist lebhaft, es changiert von Hellgelb bis Orangebraun.

Teak

Als Gartenmöbelholz längst zum Klassiker geworden, erobert das Tropenholz nun (wie in den Sechzigern) die Wohnzimmer. Und schon bekommen Tische, Sessel oder Bänke einen legeren Freiluft-Touch.

Ahorn

Das hellste aller Hölzer strahlt mittlerweile von ganzen Schrankwänden. Das einst zum Auskleiden edler Einzelstücke verwendete Laubholz wird hauptsächlich im modernen, geradlinigen Design eingesetzt gern auch massiv.

Eiche

Mit seiner grobporigen Oberfläche bringt Eiche viel natürliche Struktur auf große Flächen. Damit ist es ideal für modernes, eher puristisches Design, es demonstriert gleichermaßen Glätte wie Tiefe. Eiche lässt sich ideal weiß schlämmen, denn dadurch verliert es seinen Olivton und wirkt edel-grau.

Welche Hölzer harmonieren miteinander?

Je größer der Hell-Dunkel-Kontrast, desto schöner grenzen sich Hölzer ab. Mittelbraune wie Teak und Nussbaum sind sich farblich zu ähnlich, eine langweilige Kombination. Das gelbliche, ruhige Ahorn passt sehr gut zu allen anderen, und neben Wengé strahlt graustichiges Teak fast schon auf.

Nadelhölzer sind salopp formuliert "einfacher gestrickt". Laubhölzer sind komplizierter beschaffen, bei Tanne und Co. sucht man vergeblich nach jenen Gefäßen, die das Laubholz durchziehen. Ein Querschnitt durch den Stamm eines Laubbaumes macht diesen Unterschied oft mit bloßem Auge durch kleine Löcher erkennbar.

Raubbau und Imageschäden

In unseren Breitengraden unterscheidet man neben den Laub- und Nadelhölzern noch die Gruppe der Tropenhölzer. Zwar hat diese Unterscheidung grundsätzlich einen rein geografischen Ursprung, in manchen Bereichen weisen die Hölzer aus den Breiten nahe des Äquators jedoch bessere bautechnische Eigenschaften auf. So sind Tropenhölzer mitunter resistenter gegen Witterung, Insekten- oder Pilzbefall. 

Der Raubbau an den Regenwäldern im Amazonas-Gebiet brachte den tropischen Hölzern jedoch ab den 1970er Jahren einen schweren Imageschaden ein. Die Folge: Moralisch ist bei den Überseehölzern seither buchstäblich "der Lack ab".

Stark wie eine Eiche

Ganz im Gegensatz dazu steht der mitteleuropäische Paradebaum: Die Eiche. Wohl keine andere Baumart hat ein derart positives Image. Begriffe wie Stärke, Größe und Widerstandskraft werden damit verbunden. Und das zu Recht. Denn die Eiche besticht als Baustoff vor allem durch eines: Härte. Sie ist ein typisches Hartholz, schon unsere Vorfahren bauten daraus ihre Holzhäuser.

Achtung vor zu weichem Holz

Weichhölzer wie die Linde lassen vielleicht das Herz eines Schnitzers höher schlagen, zum Bauen sind sie jedoch gänzlich ungeeignet. Um zu wissen, ob man es nun mit geeignetem Bauholz zu tun hat, muss man lediglich einen Finger krümmen. Hinterlässt der Fingernagel eine Ritzspur im Holz, so ist die Holzart für starke Belastungen ungeeignet.