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Dachboden

Dachboden als selbsthergestelltes Gebäude?

Bekanntermaßen ist der An- und Verkauf von Gebäuden innerhalb der Spekulationsfrist von 10 bzw 15 Jahren als Spekulationsgewinn steuerpflichtig. Davon gibt es einige Ausnahmen, wovon die wichtigste die Hauptwohnsitzbefreiung darstellt.

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Auch ein selbst hergestelltes Gebäude kann innerhalb der Spekulationsfrist von 10 Jahren steuerfrei verbleiben, wenn der Steuerpflichtige die sogenannte Bauherreneigenschaft besitzt. Unter anderem ist dies dann nicht gegeben, wenn das Gebäude zu einem Fixpreis erstellt worden ist. Wird ein Rohbau angeschafft und in der Folge vom Steuerpflichtigen fertig gestellt, so liegt insgesamt ein selbsthergestelltes Gebäude vor, wenn die Fertigstellungskosten die Anschaffungskosten des Rohbaus übersteigen (Rz 6646 EStR).

Nach der Verkehrsauffassung muss es sich jedoch um die Errichtung eines Gebäudes, somit als "Hausbau" und nicht etwa als Haussanierung oder Hausrenovierung sein. Wenn ein bereits verwendbares Gebäude angeschafft und in der Folge auch erhebliche Herstellungskosten aufgewendet werden, gilt die oben genannte Kostenrelation nicht, die Befreiung ist nicht anzuwenden. Dies stellen bereits die Einkommensteuerrichtlinien (Rz 6647) klar. Der Erwerb eines Dachbodens mit nachfolgendem Ausbau zu einer Wohnung wäre nach dieser Rechtsansicht schon bisher nicht der Befreiung zugänglich.

Nunmehr gibt es auch eine höchst aktuelle UFS-Entscheidung, welche diese Rechtsansicht bestätigt. Der UFS behauptet darin, dass nur die Errichtung eines neuen Gebäudes befreit werden kann, nicht jedoch ein Dachbodenausbau, auch wenn das Dach samt Dachstuhl abgetragen wurde und die Dachgeschosswohnung neu errichtet wurde (UFS v 14.05.2008 RV/2136-W/05).