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Dachausbauten

Dachausbauten: Jetzt wird's eng

Das Gesetz ist nicht neu, aber seine Auslegung: Aufgrund einer Nachbarschaftsklage beschäftigte sich der Verwaltungsgerichtshof mit der Wiener Bauordnung und legte neue Grundsätze fest. Das bisher größtmögliche Volumen des Dachausbaus schrumpft jetzt auf einen Bruchteil ein.

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Alte Dachausbauten haben Bestandsschutz

Bestehende Dachbodenausbauten bleiben von der neuen Auslegung verschont, für alle anderen jedoch ergeben sich massive Einschränkungen. Bisher sah die Bauordnung ein gedachtes Dach mit einem Längsschnitt in Form eines Trapezes vor, in das gleichsam hineingebaut werden darf: Die Schenkel ragen in einem 45-Grad-Winkel in die Höhe, die obere Begrenzung verläuft 4,5 Meter über der Traufe. Der VwGH ersetzt nun aber das Trapez durch ein ebenso fiktives Dreieck, dessen Schenkel sich in 4,5 Meter Höhe treffen: Das ergibt einen viel niedrigeren Winkel, in dem die gedachten Dachflächen ansteigen, und damit einen wesentlich kleineren nutzbaren Raum. Denn immer dann, wenn im Bebauungsplan eine besondere Bestimmung über die Höhe oder die Form der Dächer festgesetzt ist, "ist der dieser Festsetzung entsprechende Winkel für die Bildung des Gebäudeumrisses maßgeblich", so die Bauordnung.

Unter Berufung auf ein Vorerkenntnis vom Dezember gab der VwGH der Beschwerde der Nachbarn statt. Folge: Es sei "nicht auszuschließen, dass die Beschwerdeführer durch die Bewilligung des Bauvorhabens in dem von ihnen geltend gemachten subjektiv-öffentlichen Recht auf Einhaltung der Bestimmungen über die Gebäudehöhe ... verletzt werden". Die Stadt Wien denkt bereits über eine Reparatur des Gesetzes nach.

Das bisher größtmögliche Volumen des Dachausbaus schrumpft jetzt auf einen Bruchteil ein.  Bestehende Dachbodenausbauten bleiben von der neuen Ausegung verschont, für alle anderen jedoch ergeben sich massive Einschränkungen. Bisher sah die Bauordnung ein gedachtes Dach mit einem Längsschnitt in Form eines Trapezes vor, in das gleichsam hineingebaut werden darf: Die Schenkel ragen in einem 45-Grad-Winkel in die Höhe, die obere Begrenzung verläuft 4,5 Meter über der Traufe. Der VwGH ersetzt nun aber das Trapez durch ein ebenso fiktives Dreieck, dessen Schenkel sich in 4,5 Meter Höhe treffen: Das ergibt einen viel niedrigeren Winkel, in dem die gedachten Dachflächen ansteigen, und damit einen wesentlich kleineren nutzbaren Raum. Denn immer dann, wenn im Bebauungsplan eine besondere Bestimmung über die Höhe oder die Form der Dächer festgesetzt ist, "ist der dieser Festsetzung entsprechende Winkel für die Bildung des Gebäudeumrisses maßgeblich", so die Bauordnung. Unter Berufung auf ein Vorerkenntnis vom Dezember gab der VwGH der Beschwerde der Nachbarn Folge: Es sei "nicht auszuschließen, dass die Beschwerdeführer durch die Bewilligung des Bauvorhabens in dem von ihnen geltend gemachten subjektiv-öffentlichen Recht auf Einhaltung der Bestimmungen über die Gebäudehöhe ... verletzt werden". Die Stadt Wien denkt bereits über eine Reparatur des Gesetzes nach.