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Wandheizung

Eine moderne Heizvariante

Bei einem Hausbau stellt sich schon während der Planung die Frage nach dem gewünschten Heizungssystem. Die Entscheidung zwischen Wandheizung oder Bodenheizung, Gasheizung, Ölheizung oder Wärmepumpen usw. muss gut überleg sein.

Wie funktioniert eine Wandheizung?

Anders als bei freistehenden Heizungen wird die Wärme bei einer Wandheizung nicht direkt über den Heizkörper, sondern über die erwärmte Wand in den Raum abgegeben. Es gibt Außenwand-Wandheizungen und Innenwand-Wandheizungen. In beiden Fällen werden die Heizungen im Putz installiert, d.h. sie sind von außen nicht zu sehen. Außenwand-Wandheizungen werden mit der Wärmedämmung kombiniert und haben eine konstante Temperatur. Sie sind besonders für Keller bzw. kältere Räume geeignet. Bei Innenwand-Wandheizungen können die Temperaturen individuell geregelt werden, sie eignen sich für den Wohnbereich. Als Wärmeträger wird Wasser durch die Rohre oder Kapillarrohrmatten geschleust, es gibt aber auch Elektroheizungen, bei denen es sich um dünne Heizmatten handelt. Wandheizungen funktionieren nach demselben Prinzip wie Fußbodenheizungen.

Vorteile und Nachteile von Wandheizungen

In Österreich sind bei Neubauten Kombinationen aus Wandheizungen und Bodenheizungen die beliebteste moderne Heizvariante. Dabei sind die Installationen an den Wänden besonders günstig, da sie für die Verbauung nur eine relativ dünne Putzschicht von ca. 20 mm benötigen. Die Heizsysteme sind unsichtbar und verbrauchen in der Wohnung keinen Platz. Die seitliche Strahlungswärme wird als besonders angenehm empfunden. Niedrigere Temperaturen werden durch den maximalen Strahlungswinkel als höher empfunden. So kann die Temperatur problemlos um zwei bis drei Grad niedriger gehalten werden. Für die Heizkosten bedeutet das eine Reduktion um ca. 5 Prozent. Durch die niedrigen Vorlauftemperaturen können bei Innenwandheizungen nochmals einige Prozent an Heizkosten gespart werden.

Anders als bei Heizkörpern, deren Wärme aufsteigt, wird durch die gleichmäßige Wärmeabgabe kein Staub aufgewirbelt. An der Decke ist es genauso warm wie in Bodennähe.

Die großflächige Beheizung hat besonders bei Außenwand-Wandheizungen einen großen Nachteil, da viel Energie verloren gehen kann. Wie viel Wärme tatsächlich abgegeben wird, hängt nämlich auch von der Außentemperatur ab. Das ergibt aber auch einen Vorteil. Durch das Heizsystem werden automatisch auch die Wände trocken gehalten. Dadurch wird das Risiko von Feuchtigkeit im Raum und Schimmelbildung deutlich reduziert.

Was ist bei der Entscheidung für eine Wandheizung zu beachten?

Eine Wandheizung heizt großflächig. Das bedeutet, dass sie in Räumen, die verbaut sind oder in denen viele Möbel an den Wänden stehen, keinen Sinn machen. Die Wärme wird von den Möbeln aufgefangen und staut sich dahinter, statt optimal in den Raum abgegeben zu werden. Wer ein warmes Zimmer möchte, muss deshalb umso stärker heizen.

Innenwand-Wandheizungen liegen nur wenige Zentimeter hinter der Wand. Wer ein Bild aufhängen möchte oder eine neue Lampe installieren möchte, muss unbedingt an die Heizung denken. Die Reparatur ist aufwändig. Deshalb ist zu empfehlen, sich während des Einbaus genau zu notieren, wo sich die Heizung befindet bzw. wo die Rohre verlaufen.

So wird die Heizleistung von Wandheizungen beeinflusst

Wie hoch die Heizleistung tatsächlich ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Bei Außenwandheizungen spielt die Temperaturdifferenz eine große Rolle, im Allgemeinen sind aber auch das verwendete Dämmmaterial und die Verlegungsdichte der Rohre entscheidend. Zu viele an die Wand gestellte Möbel mindern die Leistung deutlich. Auch der Preis spielt eine Rolle: Je teurer die Heizung, umso mehr Leistung bringt sie für gewöhnlich auch. Deshalb sollte hier nicht gespart werden.