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Geothermie

Mit Wärme aus der Erde heizen

Mit Geothermie können erneuerbare Energien genutzt werden, um einen privaten Haushalt mit Heizwärme zu versorgen. Dadurch können Kosten bei öffentlichen Wärmeversorgern eingespart werden und die Umwelt wird geschützt.

Was ist Geothermie?

Bei diesem Verfahren wird die Erdwärme genutzt, die in der Erdkruste gespeichert ist. Diese Eigenwärme wird über eine Erdwärmepumpe und ein geothermisches Rohrsystem aus der Erde gefördert. An die Wärmepumpe sind mit einer Flüssigkeit gefüllte Rohre angeschlossen. Die Flüssigkeit nimmt die Wärme auf und kann in einen Wassertank oder das Heizungssystem eingespeist werden. Auch die Erzeugung von Strom ist damit möglich.

Was ist bei der Nutzung von Geothermie zu beachten?

Mit Geothermie wird die Umwelt geschont und ein Haushalt ist im Idealfall in Bezug auf die Wärmegewinnung autark. Allerdings eignet sich nicht jedes Gebäude für die Nutzung dieser regenerativen Energie, da die Bodenbeschaffenheit und der Grundwasserspiegel ausschlaggebend sind. Grundsätzlich sind Bohrungen von bis zu 100 Meter Tiefe notwendig, was mit großen Kosten verbunden ist. Je nach Voraussetzung gibt es hohe Preisschwankungen. Insgesamt ist die Geothermie teurer als eine Gasheizung oder Ölheizung, dafür sind die Betriebskosten aber um mindestens 50 Prozent geringer. Außerdem gibt es in den einzelnen österreichischen Bundesländern finanziell reizvolle Förderungen für die Nutzung von Erdwärme.

Was Mieter über Erdwärme wissen sollten

Ob ein Haus mit Erdwärme betrieben wird oder nicht, ist eine Entscheidung des Vermieters oder Eigentümers. Aufgrund der notwendigen baulichen Maßnahmen kann der Mieter nicht selbst über seine Energiequelle entscheiden. Indem Erdwärme bezogen wird, senken sich für den Mieter aber die Betriebskosten, im Vergleich zu einer Ölheizung ist der Energiebedarf um etwa 70 Prozent geringer. Allerdings sind die Mieten bei Wohnungen mit Geothermie häufig etwas höher, da die Installation und Reparaturen kostspieliger sind und der Vermieter diese Ausgaben bei der Miete zu berücksichtigen hat. Er darf sie nicht an den Mieter direkt übertragen. An den Kosten für die regelmäßige Wartung muss sich der Mieter jedoch beteiligen.

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