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Stromausfall

Die richtigen Vorkehrungen treffen

Trotz eines sehr stabilen Stromnetzes passiert es in Österreich immer wieder, dass der Strom ausfällt. Schneestürme oder Föhnstürme werfen Strommasten um, Leitungen werden bei Bauarbeiten beschädigt oder es gibt technische Probleme beim Anbieter.

Sich für den Stromausfall rüsten

Egal, wie modern ein Haushalt ist, es sollte immer daran gedacht werden, auch „altmodische“ Lichtquellen im Haus zu haben. Taschenlampen und Kerzen gehören unbedingt dazu, sehr zu empfehlen sind Taschenlampen mit Handkurbel, die auch nach vielen Jahren noch verlässlich funktionieren.

Wenn umgestürzte Leitungen die Ursache für den Stromausfall sind, kann das Reparieren einige Zeit dauern. Deshalb empfiehlt es sich, einen Gaskocher, der unabhängig vom Stromnetz betrieben wird, zu besitzen. Gaskocher gibt es in jedem Campinggeschäft und kosten nicht viel Geld. Dafür sind eine warme Mahlzeit und heißes Wasser auch in Zeiten ohne Strom garantiert.

Außerdem ist unbedingt daran zu denken, sich die Telefonnummer vom zuständigen Kundenservice in einem Notizbuch oder im Handyregister zu speichern. Da kaum noch jemand ein Telefonbuch zuhause hat ist es sonst schwer, die Kontaktdaten zu finden und den Service zu informieren.

Was ist zu tun, wenn der Strom ausfällt?

Der erste Schritt bei einem Stromausfall sollte in Richtung Sicherungskasten führen. Häufig ist eine Überspannung durch zu viele angeschlossene Geräte oder auch einfach nur eine explodierte Glühbirne der Grund für den Ausfall und der Strom kann durch ein Ausstecken der Geräte und ein Betätigen des FI-Schalters ganz einfach wieder behoben werden, in manchen Fällen muss die Sicherung getauscht werden. Deshalb sollten immer ausreichend Ersatzsicherungen im Haus vorhanden sein. Wenn aber auch die Nachbarn davon betroffen sind, können die Bewohner den Ausfall nur abwarten.

Dauert der Stromausfall länger, sollte an den Kühlschrank gedacht werden. Sofern die Türe zu bleibt, werden die Lebensmittel vier Stunden lang optimal weitergekühlt, im Gefrierfach ist auch ein Lagern bis zu zwei Tage kein Problem. Leicht verderbliche Lebensmittel, wie Fisch oder Wurstwaren, sollten entweder schnell gegessen oder entsorgt werden, da sie bei einem Unterbrechen der Kühlkette ein Gesundheitsrisiko darstellen können. Bei einem Stromausfall kann auch die Heizung ausfallen. Das warme Wasser vom Gaskocher kann dann in eine Wärmeflasche gefüllt oder als Tee sehr willkommen sein.

Wichtig ist daran zu denken, dass sensible Geräte, wie z.B. Laptops, vom Stromnetz getrennt werden sollten, und Geräte, die zum Zeitpunkt des Ausfalls an waren, abgeschaltet werden. Beim Wiedereinschalten können die Geräte sonst aufgrund einer kurzzeitigen Überspannung kaputt gehen. Eine besondere Gefahr bilden dabei Herdplatten und Bügeleisen.

Was passiert bei einem Stromausfall in einer Mietwohnung

Wenn die Stromversorgung bzw. die Wasserversorgung in einer Mietwohnung über einen längeren Zeitraum nicht gegeben ist, kann der Mieter eine Zinsminderung einfordern und diese bei der nächsten Miete geltend machen. Das österreichische Mietschutzgesetz erlaubt bis zu 80 % Zinsminderung. Allerdings kann die Minderung nur auf den betroffenen Zeitraum angerechnet werden. Eine Zinsminderung bei einem halben Tag Stromausfall wird kaum beantragt, bei mehreren Tagen lohnt sich die Überlegung aber und der Mieter ist damit auch im Recht.

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