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Kaminofen

Kaminofen: So bleibt er noch lange fit

Ein Kaminofen, auch Schwedenofen genannt, verschafft ein besonders angenehmes und auch romantisches Wohnraumklima. Um lange Feude an dem Kamin zu haben, sollten ein paar Punkte beachtet werden.

Vor der Anschaffung zu klären

Meistens trifft die Wahl auf runde oder halbrunde Kaminöfen, die sich leicht an einer Hauswand oder mitten im Raum platzieren lassen. Gebogene Scheiben sind als Ersatzteil jedoch teuer, erkundigen Sie sich vor dem Kauf nach dem Preis. Schiebetüren sind meist schwieriger zu reinigen und die Dichtungen neigen zu höherem Verschleiß. Auch die Reparatur von aufwendigen Innenverkleidungen kann teuer werden. Eine Alternative ist die Wahl eines Kaminofens mit einer einfachen "Skamol-Verkleidung". Skamol schützt den Feuerraum, besitzt aber keine Speichereigenschaften. Für Zimmerecken oder Schornsteinvorsprünge gibt es spezielle "Ecköfen". Wenn Sie den Kaminofen in einen sehr hohen, großen Raum integrieren möchten, sollten Sie ein entsprechend großes Kaminofenmodell wählen. Beim Kauf sollten Sie besonders viel Wert auf die Details legen: Weist der Kamin bereits Roststellen auf, zum Beispiel am Griff? Wackelt der Griff oder wird er sehr heiß? Wie lange haben Sie Garantie, was ist von der Garantie ausgeschlossen? Kann man Ersatzteile nachbestellen? Gibt es ungesicherte Öffnungen? Welche Sicherheitsabstände müssen eingehalten werden? Stört die geöffnete Ofentür? Reicht die Kapazität der Aschenlade aus?

7 Hinweise für Ihre Sicherheit

  • Nicht dämmen

Auch bei Umbaumaßnahmen darf das Abgasrohr des Ofens auf keinen Fall verkleidet werden. Dies ist immer wieder Ursache für Wohnungsbrände. Das Abgasrohr muss von allen Seiten belüftet und der Abstand von Ofen und Abgasrohr zu brennbaren Baustoffen muss eingehalten werden. Deshalb ebenfalls tabu: Das Anbringen von Holzregalen und anderen Einrichtungsgegenständen rund um den Ofen.

  • Nicht überfüllen

Die Brennkammer nicht bis zum Anschlag mit Heizmaterial füllen. Ist die Feuerstätte übervoll, kann dies beispielsweise zum gefährlichen Überhitzen des Ofens führen. Deshalb auf jeden Fall die Mengenangaben des Herstellers beachten.

  • Nicht wässern

Auch wenn der Kaminofen schon ein paar Jahre alt ist - nach wie vor auf sauberes Heizmaterial achten. Nur die Brennstoffe benutzen, die laut Bedienungsanleitung erlaubt sind. Beim Holz unbedingt darauf achten, dass es genügend ausgetrocknet ist. Wer feuchtes Holz oder ungeeignete Brennstoffe in den Ofen schiebt, vermindert nicht nur die Heizleistung, sondern forciert zudem Verschmutzung und Verschleiß.

  • Nicht absaugen

Soll in der Umgebung des Kaminofens ein Dunstabzug oder eine andere Einrichtung zum Abführen von Luft installiert werden, ist ein Gespräch mit dem Kaminkehrer nötig. Wenn Abgas aus der Feuerstätte in den Raum gesaugt wird, kann dies zur gefährlichen Kohlenmonoxid-Bildung führen.

  • Nicht absperren

Ist der Ofen mit einem Wasserwärmetauscher kombiniert, muss dieser stets mit ausreichend Wasser versorgt sein. Und die Sicherheitseinrichtungen müssen funktionieren. So darf etwa die thermische Ablaufsicherung nicht absperrbar sein.

  • Nicht vergessen

Zweimal jährlich wirft der Kaminkehrer im Normallfall einen prüfenden Blick auf und in den Ofen. Für die richtige Funktion und die Werterhaltung sollte regelmäßig überprüft werden, ob die Heizzüge des Ofens sauber sind und ob mit der Asche alles in Ordnung ist.

  • Nicht zu nah ans Feuer

Das Holz der Nadelbäume kann durch die Explosion von eingeschlossenen Gasen einen starken Funkenflug verursachen. Glühende Holzstückchen werden dabei unter Umständen sogar mehrere Meter weit aus dem Feuer geschleudert. Achten Sie bei Teppichen, Polstermöbeln und Vorhängen auf einen angemessenen Sicherheitsabstand!

Die Brennmaterialien - so heizen Sie richtig

  • Nutzen Sie trockenes Holz, das eine Restfeuchte von max. 20% besitzt (2-3jährige Lagerzeit).
  • Lagern Sie Ihr Brennholz im Freien, sorgen Sie dafür, dass es überdacht und luftig liegt.
  • Verfeuern Sie keine mit Holzschutzmitteln bearbeiteten Holzreste, gehäckseltes Holz sowie Rinden- und Spanplattenabfälle.
  • Packen Sie den Ofen zu Beginn nicht zu voll. Als Faustregel gilt: Nicht mehr als 50% füllen.
  • Für Braunkohlenbriketts gilt: Mit 2-3 Briketts anfangen und erst weitere auflegen, wenn die ersten richtig glühen.
  • Außer zum Anzünden sollten Sie auf Verfeuern von Papier und Pappe verzichten.

Harte Laubhölzer wie Eiche, Esche und Robinie geben viel Strahlungswärme ab und verbrennen langsamer als Weichhölzer (Fichte, Tanne, Kiefer, Pappel, Lärche). Sie können sich getrost zurücklehnen und entspannen, denn bei diesem Kaminfeuer muss weniger oft nachgelegt werden, um die gleiche Wärmeleistung zu erzielen.

Buchen-, Ahorn- und Birkenholz sowie das Holz der Obstbäume ist ideal für offene Kamine, da es sehr ruhig und mit wenig Funkenflug verbrennt. Birke ist auch wegen seiner weißen Rinde sehr beliebt. So wird's am besten gelagert Sicher kennen Sie das: Das Feuer in Ihrem Kamin will nicht so recht brennen. Anstatt wohliger Wärme kommt es zu starker Ruß- und Teerbildung und die Holzscheite kohlen vielmehr nur vor sich hin... das Holz ist einfach zu feucht! Trockenzeiten beachten Da bei der Verbrennung das enthaltene Wasser zuerst verdampft werden muss, geht viel Energie verloren und der Heizwert des Holzes halbiert sich. Frisch geschlagenes Holz hat eine Restfeuchte von 60 Prozent und sollte zur Trocknung zwischen 12 und 30 Monaten gelagert werden. Erst dann beträgt der Wassergehalt nur noch 20 bis 25 Prozent und das Holz kann gut verheizt werden.

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Lagerzeit je nach Holzart verschieden

  • Tanne, Pappel -12 Monate
  • Linde, Weide, Fichte - 14 Monate
  • Kiefer, Birke - 18 Monate
  • Obstbäume, Buche - 24 Monate
  • Eiche - 30 Monate

Der Aufstellungsort - das sollten Sie beachten

Kaminöfen können mit anderen Öfen an einen gemeinsamen Kamin angeschlossen werden. Klären Sie aber vorab mit Ihrem Schornsteinfeger, ob er Ihren Anschluss genehmigen wird. Ihr Raum sollte mindestens 12 m² groß sein und einen Zugang ins Freie haben. Ihr Kaminofen muss mindestens 20 cm Abstand von der Wand haben und auf unbrennbarem Material, d.h. auf Fliesen oder einer Bodenplatte, stehen.

Unterschiedliche Wärmeleistung

Je nach Modell geben Kaminöfen unterschiedlich Wärme an ihre Umwelt ab. Bei guten Kaminöfen wird Wärme sowohl durch Strahlung als auch durch Konvektion erzeugt. Die Strahlungswärme oder auch Infrarotstrahlung wird entweder direkt durch die Verbrennung selbst oder indirekt durch erwärmte Ofenteile an den Raum abgegeben. Ein typisches Modell für Strahlungswärme ist der Kachelofen. Eine andere Möglichkeit besteht in der Erwärmung der Luft durch Konvektion. Konvektionswärme wird erzeugt, indem die Raumluft durch einen Konvektionskanal am Ofenbrennraum vorbeigeführt und dabei erwärmt wird. Durch Öffnungen am Kaminofen strömt diese erwärmte Luft in den Wohnraum. Ein Kaminofen, der Strahl- und Konvektionswärme miteinander kombiniert, schafft ein besonders angenehmes Raumklima, weil dadurch die Wärme gleichmäßig und zugfrei im Raum verteilt wird. Bei diesem Kamin kommt nicht das Gefühl auf, vorne verheizt und weiter weg nichts mehr von der Kaminwärme zu spüren.

Kostenfaktor Kaminofen

Das Ofengewicht ist für den Kaufpreis entscheidend. Wenn ein vergleichbarer Kaminofen 500 Euro weniger kostet, kann es sein, dass er eine geringere Materialstärke aufweist. Klopfen Sie doch mal Probe! Die Ofenpreise sind beim Fachhändler durch die Preisempfehlung des Herstellers meist vorgegeben, doch Barzahlungsrabatte oder ein Nachlass bei Selbstabholung ist fast immer möglich. Für einen guten, kleinen Kaminofen zahlt man ab 800 Euro aufwärts. Im Vergleich zu einem Specksteinofen, erhältlich ab ca. 3.500 Euro oder aufwendigen Kachelkaminöfen, erhältlich für ca. 5.000 Euro ist ein Kaminofen damit lukrativ.