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Hydraulischer Abgleich

So wird die Heizung reguliert

Ein hydraulischer Abgleich ist einer der wesentlichsten Bestandteile einer Heizung. Ohne ihn lässt sich eine Heizung nur schlecht bis gar nicht regulieren. Erhöhte Heizkosten können ein Anzeichen für ein Fehlen dieses wesentlichen Elements sein.

Was ist ein hydraulischer Abgleich?

Es handelt sich dabei um ein Verfahren, das bei Warmwasserheizungen angewendet wird. Der Abgleich sorgt dafür, dass der Durchfluss von warmem Wasser in den Heizkörpern durch Thermostatventile flächendeckend reguliert wird. Je nachdem, wie hoch die Vorlauftemperatur eingestellt ist, wird so jeder Raum auf die gewünschte Raumtemperatur erwärmt. Außerdem sorgt der hydraulische Abgleich dafür, dass das Wasser möglichst viel Wärme abgibt und kalt zurückfließt, um einen möglichst hohen Wirkungsgrad zu erzielen.

Wer macht einen hydraulischen Abgleich?

Ein Vermieter oder Mieter kann das Verfahren nicht selbst vornehmen. Insbesondere deshalb nicht, weil viele Heizungen in Neubauten zentral gesteuert werden und nicht mehr einzeln reguliert werden. Der hydraulische Abgleich beruht auf einer Berechnung von Energieberatern, Kaminkehrern oder Heizungsfachbetrieben. Dabei werden die Größe der Räume, die Luftzirkulation, der Wärmeverlust durch Fenster und die Wärmeleistung der Heizkörper berücksichtigt.

Welche Anzeichen gibt es für eine Fehlfunktion?

Typische Anzeichen sind ein unregelmäßiges Heizen sowohl im Raum als auch bei den einzelnen Heizkörpern. Auch Ventile oder Rohre, die Geräusche abgeben, oder schlecht regulierbare Thermostatköpfe können darauf hinweisen, ebenso wie ein sehr hoher Verbrauch von Strom und Energie.

Was tun, wenn ein hydraulischer Abgleich fehlt?

Das Vorhandensein eines hydraulischen Anschlusses ist in Österreich nicht Pflicht, jedoch im Rahmen eines Energieausweises sehr zu empfehlen. Sind die Möglichkeiten zur Durchflussminderung, etwa durch Vorlaufpumpen oder voreinstellbare Thermostatventile gegeben, ist eine diesbezügliche Sanierung kein Problem. Auch die relativ geringen Investitionskosten dafür haben sich durch die Einsparung an Energiekosten schnell rentiert.

Welche Rechte hat der Mieter beim Fehlen eines hydraulischen Abgleichs?

Wenn ein Mieter seine Wohnung nur auf maximal 18 Grad heizen kann, darf er die Miete um zwölf Prozent mindern. Allerdings sollte er zunächst die Hausverwaltung über den Zustand informieren und eine Reparatur einfordern.

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