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Heizung

Heizungswartung spart Energie und Geld

Kurz vorm Winter ist es höchste Zeit zu prüfen, ob die eigene Heizung richtig funktioniert. In der Heizsaison von Oktober bis April ist eine Heizungsanlage durchschnittlich 1.250 bis 1.500 Stunden im Einsatz. Dieser Dauerbelastung sollte ein gründlicher Check vorausgehen. Damit bleiben böse Überraschungen bei Minusgraden erspart. Durch eine fachgerechte Überprüfung der Heizung lassen sich Schäden vermeiden sowie Energie und Kosten einsparen.

Wartung und Reinigung der Heizung

Zunächst empfiehlt sich eine Wartung und Reinigung der Heizungsanlage durch den Fachmann. Dabei werden die regelungstechnischen Einrichtungen sowie die Brennereinstellung überprüft und die Heizflächen im Wärmeerzeuger gereinigt. Das garantiert einen optimalen Energieverbrauch. Denn mit der Zeit können unter anderem die Brennerdüse verstopfen oder Rußpartikel und Ablagerungen die Wärmeübertragung behindern. Schon eine Rußschicht im Kessel von nur einem Millimeter erhöht den Brennstoffverbrauch um bis zu fünf Prozent.

Wasserdruck kontrollieren

Um ein einwandfreies Funktionieren der Heizung zu garantieren, sollte außerdem der Wasserdruck im System kontrolliert und gegebenenfalls die Heizkörper entlüftet werden. Luft sowie ein geringer Wasserstand im Heizkörper verhindern, dass dieser sich richtig erwärmt. Handwerklich Versierte können die Entlüftung mit einem speziellen Schlüssel schnell und einfach selbst erledigen. Eventuell muss danach auch Wasser im Heizkreis aufgefüllt werden.

Exakte Temperatursteuerung

Stellt sich die Heizungssteuerung nicht automatisch von Sommerzeit auf Winterzeit um, muss das manuell vorgenommen werden. Dabei ist es wichtig zu prüfen, ob die Zeit- und Temperatureinstellungen an der Anlage noch auf die aktuellen Nutzungsgewohnheiten abgestimmt sind. Eine exakte Temperatursteuerung lohnt sich aber auch direkt für jeden Raum, denn bereits ein Grad weniger spart bis zu sechs Prozent Heizkosten. Ganz einfach lässt sich dies mit modernen programmierbaren Thermostatventilen erreichen. Sie ermöglichen eine genaue Anpassung der Heizung an die individuellen Bedürfnisse.

Unnötiger Wärmeverlust

Wenn im Winter ein kalter Wind herrscht, kann es sein, dass dieser durch Ritzen und Spalten an undichten Fenstern und Türen zieht. Dies ist nicht nur ungemütlich, viel Heizenergie geht dadurch außerdem verloren. Undichtigkeiten lassen sich schnell mit einer brennenden Kerze finden. Da Heizkörper meist in Nischen angebracht sind, muss auch dort die Dämmung überprüft und gegebenenfalls erneuert werden. Wichtig ist außerdem, ausreichend Abstand zwischen Heizkörpern und Möbeln zu halten. Die Wärmespender sollten auch nicht durch Gardinen verdeckt sein oder zum Wäscheständer umfunktioniert werden; die Luft vor den Heizkörpern muss frei zirkulieren können.

Erneuerbaren Energien für Heizen und Warmwasser

Moderne Solarwärmeanlagen, Wärmepumpen und Pelletheizungen schaffen weitgehende Unabhängigkeit von Öl und Gas - und in einem gut sanierten Haus reicht eine kleine kostengünstige Anlage aus. Von alt auf neu Der Wechsel von der alten Heizung auf einen modernen Gas- oder Öl-Brennwertkessel bringt zusätzliche Energiekosteneinsparungen von etwa 25 Prozent. Eine Solarkollektoranlage liefert rund 60 Prozent der notwendigen Energie für die Wassererwärmung. In sehr gut gedämmten Gebäuden kann eine große Solaranlage sogar bis zu einem Fünftel der Heizwärme solar erzeugen. Die neue Brennwertheizung samt Solaranlage für Warmwasser ist für 8.000 bis 10.000 Euro erhältlich, weitere 5.000 Euro kostet eine Solaranlage mit Heizungsunterstützung.

35 Prozent Brennstoffkosten sparen mit der Holzpelletheizung

Auch eine Holzpelletheizung kann den alten Öl- oder Gaskessel gut ersetzen. Sie funktioniert wie eine normale Zentralheizung und verbrennt kleine Holzpresslinge, die wie bei einer Ölheizung vom  Tanklaster angeliefert werden. Vom Lagerraum werden die Pellets dann automatisch zum Heizkessel transportiert. Die Pelletheizung spart im Vergleich zur alten Heizanlage bis zu 35 Prozent Brennstoffkosten. Auch in der Umweltbilanz lassen sich Pelletheizungen sehen. Sie verbrennen nur das Kohlendioxid, das beim Aufwachsen der Pflanzen gebunden wurde und sind damit quasi klima-neutral.

In Kombination mit einer Solarwärmeanlage für die Warmwasserbereitung kann auch die Pelletheizung im Sommer ganz ausgeschaltet bleiben. Eine Pelletheizung kostet zwischen 10.000 und 14.000 Euro, für eine Solaranlage zur Warmwasserbereitung kommen noch mal 4.000 bis 5.000 Euro hinzu.

Besonders energieeffizient: Erdwärmepumpen

Gespeicherte Sonnenwärme aus dem Erdreich, dem Grundwasser oder der Außenluft kann eine Wärmepumpenheizung ins Haus transportieren. Auch dieses Heizsystem funktioniert einfach und komfortabel. Besonders gut passen Wärmepumpenheizungen zu Fußboden- oder Wandheizungen, die auf Grund der großen Heizfläche keine hohen Temperaturen benötigen. Eine gut geplante und eingeregelte Wärmepumpe kann aus einer Kilowattstunde eingesetztem Strom zum Antrieb der Wärmepumpe mehr als drei Kilowattstunden Wärme bereitstellen.

Besonders energieeffizient sind hingegen Erdwärmepumpen. Die Einsparung der jährlichen Energiekosten liegt bei rund 50 Prozent. Die Investitionskosten für Erdwärmepumpen liegen zwischen 16.000 und 20.000 Euro. Auch die Wärmepumpe lässt sich sehr gut mit einer Solarwärmeanlage kombinieren und kann dann im Sommer ausgeschaltet bleiben. Die Investitionskosten sind starken regionalen Schwankungen unterworfen, so dass sich bei einzelnen Bauvorhaben auch abweichende Kosten ergeben können.

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