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Heizen

Heizen – Gefahrenquelle Nummer 1

Schon lange nicht mehr ist das offene Feuer die Bedrohung im Haushalt, sondern auch durch elektrische und vermeintlich moderne Heizsysteme kann es zum Brand kommen, wenn der Anwender unsachgemäß vorgeht.

Kleidungsstücke zum Beispiel sind auf der Wäscheleine sicherer aufgehoben als achtlos über einem Wärmegerät. Dabei kommt es meist zu einem Wärmestau im Gerät, da die Lüftungsschlitze verdeckt werden. Achtung beim Aufstellen elektrischer Heizer. Vorsicht ist ebenfalls beim Aufstellen von elektrischen Heizgeräten in der Nähe von brennbaren Materialen, wie Vorhängen, geboten. Die Missachtung eines gewissen Mindestabstandes kann schlimme Folgen haben. Dieser beträgt bei Kachelöfen 25 cm und bei offenen Kaminen sogar 1 m. Des weiteren besteht höchste Gefahr beim Anzünden von Öfen mit brennbaren Flüssigkeiten, da es hierbei zu Explosionen kommen kann.

Lüften gehört zum heizen - Gesundheitstipp

Ein Erwachsener benötigt pro Tag zwischen 11.500 und 14.500 Liter Atemluft, was bis zu 20.000 Ein- und Ausatmungsvorgänge über die Nase und den Rachenraum erfordert. Da trockene Raumluft die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport behindert, kommt es leicht zu Unwohlsein, Müdigkeit und Konzentrationsschwäche. Zudem steigt bei trockener Raumluft die Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen. Was mit einem leichten Husten oder Schnupfen beginnt, kann sich schnell zu einer handfesten Erkältungserkrankung entwickeln. Und gerade im Winter ist es keineswegs nur die Abkühlung des Körpers, die der Widerstandskraft schadet. Vielmehr ist heute nachgewiesen, dass die Austrocknung der Schleimhäute in Folge zu trockener Raumluft für die deutlich erhöhte Anfälligkeit für Infektionen und Atemwegserkrankungen verantwortlich ist. Zur Vermeidung dieser Anfälligkeit und zur richtigen Gesundheitsvorsorge empfiehlt Prof. Dr.-Ing. Pfeiffenberger, Vorsitzender des Fachinstitutes Gebäude-Klima e.V., in Wohn- und Büroräumen eine relative Raumluftfeuchte zwischen 40 und 50 Prozent. Um diese Werte gerade in der Heizperiode einzuhalten, sind Luftbefeuchter erforderlich, wobei man jedoch, so Prof. Pfeiffenberger, nur hygienisch unbedenkliche Geräte, beispielsweise elektrische Dampfbefeuchter, einsetzen sollte. Die Notwendigkeit zum Befeuchten der Luft beginnt übrigens bei Außentemperaturen um 4°C.

Lüften gehört zum heizen - Energiespartipp

Zum Beispiel: Reißen Sie das Fenster auf, so paradox das klingen mag. Stoßlüften ist wesentlich effektiver als der permanente Luftzug bei gekippten Fenstern und wirkt sich auch positiv auf den Energieverbrauch aus. Von der Heizung erwärmte Luft nimmt wesentlich mehr Wasser auf als kalte Frischluft. Mehr Wasser in der Luft bedeutet einen höheren Energiebedarf, um diese zu erwärmen. Zum Vergleich stelle man sich vor, wie lange es dauert, einen bzw. zehn Liter Wasser zum Kochen zu bringen. Es ist nicht zu unterschätzen, wie viel an Flüssigkeit Bewohner an die Raumluft abgeben. Bei einer dreiköpfigen Familie kommen durch Atmen, Kochen, Duschen etc. so täglich bis zu 14 Liter zusammen. Weniger Energie verbrauchen somit jene, die ihr Raumklima durch konsequentes Lüften trocken halten. Zusätzlicher Effekt einer trockenen Wohnung ist der Schutz vor Schimmelbefall. Optimaler Weise sollte die Luftfeuchtigkeit bei rund 50 Prozent liegen. Übersicht bietet ein sogenanntes Hygrometer, das es in jedem Baumarkt gibt. Zeigt es einen zu hohen Feuchtigkeitsgehalt der Raumluft an, ist es wieder an der Zeit zu lüften.  

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5 Energiespar-Tipps zum Thema Heizung

Mit ein paar einfachen und hilfreichen Tipps ist es möglich, Wohlfühltemperaturen zu schaffen, ohne dafür Unsummen hinblättern zu müssen.

  • Heizung aus in ungenutzen Zimmern

In ungenutzten oder wenig genutzten Räumen Heizung aus oder nur auf niedriger Temperatur laufen lassen.

  • Die Heizung schon vor Beginn der Heizperiode checken

Gluckernde Heizkörper sind Energiefresser! Durch Luft im Heizkörper kann das Wasser nicht zirkulieren, die Wärmeenergie "kommt nicht an". Deshalb regelmäßig die Heizung entlüften und den Wasserdruck der Anlage kontrollieren!

  • Wohnzimmer über Nacht etwas abkühlen lassen

Durch eine Abkühlung auf 16-18 Grad über Nacht im Wohnzimmer können leicht 20-30 Prozent Energie gespart werden. Wenn die Heizungsanlage keine automatische Nachtabsenkung durchführt, helfen programmierbare Thermostate, die auf das Ventil des Heizkörpers geschraubt werden. Nicht auskühlen lassen! Vorsicht: Wer zum Beispiel das Wohnzimmer über Nacht und am Tag auskühlen lässt, um es dann abends für ein paar Stunden aufzuheizen, wird trotz hoher Lufttemperaturen das Frösteln bekommen: Zum Temperaturempfinden trägt auch die Strahlungswärme der Wände bei. Lassen Sie die Wände nicht auskühlen!

  • Bis zu 6 % Energieersparnis pro Grad

Jedes Grad weniger Raumtemperatur bringt etwa 6 % Energieersparnis. Wer sich im Winter nur im T-Shirt oder Bikini zu Hause richtig wohl fühlt, muss dafür auch tiefer in die Tasche greifen. Mancher benötigt zum "angenehmen" Start in den Tag im Badezimmer 24 Grad, meist reichen aber auch 22 Grad. Gerade hier geht durch das Lüften nach Duschen oder Baden besonders viel Energie verloren, so dass sich niedrigere Temperaturen lohnen!

  • Tiefere Temperaturen sorgen für guten Schlaf

Im Schlafzimmer kann es Tag und Nacht unter 18 Grad kalt sein. Oftmals wird durch tiefere Temperaturen sogar ein tieferer Schlaf ermöglicht.Schlafzimmer von kleinen Kindern nicht unter 16 Grad abkühlen lassen! Im Wohnzimmer können Werte um 20 Grad ausreichend sein. Die "Wohlfühltemperatur" hängt stark vom eigenen Empfinden ab und unterscheidet sich oftmals auch sehr stark zwischen den einzelnen Familienmitgliedern.

Das ideale Innenraumklima

Das Innenraumklima wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst: Neben der Luftfeuchte und -geschwindigkeit entscheidet vor allem die Oberflächentemperatur der Umschließungsflächen wie Wände, Decken und Fenster, ob man sich in einem Raum behaglich fühlt. Denn auch in einem warmen Raum empfindet man beispielsweise vor einer kalten Fensterfläche einen unangenehmen "Zug". Nach Angaben der ASUE Arbeitsgemeinschaft für sparsamen und umweltfreundlichen Energieverbrauch e. V. empfiehlt das Umweltbundesamt für die verschiedenen Wohnbereiche unterschiedliche Raumtemperaturen:

  • Wohnzimmer und Bad maximal 23 °C
  • Schlafzimmer und Küche höchstens 20 °C
  • Vorzimmer und WC etwa 18 °C.

Diese Empfehlungen werden sowohl dem Anspruch an Behaglichkeit als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten gerecht. Dabei wurde unter anderem berücksichtigt, dass ein Mensch selbst im Ruhezustand rund 80 Watt an Wärme abgibt und somit die Raumluft zusätzlich erwärmt. Zu hohe Raumtemperaturen sind keinesfalls zu empfehlen. Zum einen steigern sie das Risiko für Erkältungskrankheiten, zum anderen belasten sie die Haushaltskasse, denn jedes Grad weniger spart etwa sechs Prozent an Heizkosten. Weitere Einsparungen sind möglich, wenn man über Nacht die Raumtemperatur absenkt. Mehr als fünf Grad Absenkung sollten es aber nicht sein, da sonst die Gefahr der Kondensatbildung an den Wänden und damit der Schimmelpilzbildung besteht.

Quelle: ASUE