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Erdgas

Umweltfreundlich und energieeffizient heizen

Während bei vielen Neubauten nur noch erneuerbare bzw. grüne Energie infrage kommt, werden auch viele Altbauten energetisch saniert. Der Umstieg zu einem Gasanbieter ist leicht und lohnt sich in vielerlei Hinsicht, was insbesondere den Gaspreis angeht.

Wie wird mit Erdgas geheizt?

Erdgas oder Biogas ist ein fossiler Brennstoff, der unter der Erdoberfläche in Folge des mikrobiellen Abbaus von Biomasse entsteht. Häufig ist das Gas ein Nebenprodukt der Erdölförderung, es wird ebenso durch Bohrungen gewonnen. In Gebäuden mit Gasheizung wird das Gas direkt vor Ort verbrannt und damit heißes Wasser oder heiße Luft für die Heizung gewonnen. Im Gegensatz zu Ölheizungen muss das Gas nicht gelagert werden, sondern es wird über bestehende Leitungen je nach Bedarf geliefert. Das hat den großen Vorteil, dass das Gas nicht ausgehen kann und sich der Eigentümer nicht darum kümmern muss, dass der Tank immer voll ist, diese Verantwortung liegt beim Gasanbieter.

Vorteile und Nachteile von Gas

Ein weiterer Vorteil von Gas, insbesondere von Biogas, ist die Umweltfreundlichkeit. Bei der Verbrennung entstehen keine Abgase und kein Feinstaub, der CO2-Ausstoß ist im Vergleich zu anderen fossilen Brennstoffen gering. Außerdem erzielt eine Heizung mit Gas sehr hohe Wirkungsgrade, es wird also weniger Energie benötigt um dieselbe Wärme zu erzeugen. Im Vergleich zu Erdöl können bis zu 40 % Energie gespart werden. Dadurch, dass Erdgasanlagen sehr gut mit Solaranlagen verbunden werden können, kann die Effizienz noch gesteigert und die Kosten können gesenkt werden, was den effektiven Gaspreis weiter senkt.

Dass Gas nicht gelagert werden muss, hat auch einen Nachteil. Es kann nämlich in günstigen Zeiten kein Vorrat angelegt werden, d.h. es sind immer die aktuellen Preise zu zahlen. Dabei geht die Tendenz für die Gaspreise nach oben. Aktuell lohnt es sich aber trotzdem, da die Instandhaltungskosten dafür geringer sind. Auf lange Sicht ist jedoch daran zu denken, dass Erdgas – genau wie Erdöl – ein fossiler Brennstoff ist und die Versorgung damit endlich ist. Allein aus Gründen des umweltfreundlicheren Betriebes und der höheren Effizienz ist Gas aber weiterhin eine interessante Alternative.

Eine sichere Wärmequelle

Die Nachfrage nach Gasheizungen ist in Österreich in den letzten Jahren sehr stark gestiegen. Seit 1970 hat sie sich fast vervierfacht. Während bisher noch die Industrie Hauptabnehmer ist, entscheiden sich immer mehr Privathaushalte für das Heizen mit Gas. Aktuell werden schon fast 20 % des gesamten Gasbedarfs in Privaträumen verbraucht. Die Versorgung der Heizungen ist relativ sicher, auch wenn fast 80 % aus Russland, Norwegen und anderen Ländern importiert werden müssen. Die Verunsicherung, die aufgrund der Ukraine-Krise bei den Gasnutzern verbreitet war, konnte schnell durch weiterhin reibungslos ablaufende Gastransporte beseitigt werden, die Gasversorgung ist auch in Zukunft in Österreich gesichert.

Worauf muss beim Heizen mit Erdgas geachtet werden?

Wer sich für eine Erdgasheizung entscheidet, muss sich vorab darüber informieren, ob die dafür benötigten Leitungen schon vorhanden sind bzw. ob das Erschließen des Netzes nicht zu teuer ist. Ebenso wie die räumlichen Gegebenheiten müssen auch die aktuellen Angebote geprüft werden. Hausbesitzer sollten bei Erdgas darauf achten, dass alle notwendigen Serviceleistungen im Preis inklusive sind. Bei auf den ersten Blick günstigen Tarifen ist das meist nicht der Fall, weshalb für sämtliche Wartungsarbeiten extra bezahlt werden muss. Auch Preisgarantien, Neukundenboni oder Sonderabschläge sind mit größter Vorsicht zu genießen.