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Eigenheim

So wird der Traum vom eigenen Zuhause wahr

Mit dem nötigen Grundwissen über Zusammenhänge und Wirkungen im Bauwesen können künftige Häuslbauer bereits im Planungsstadium anstehende Entscheidungen leichter treffen.

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Am wichtigsten ist es für Häuslbauer in spe, das eigentliche Ziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Anforderungen haben sich gewandelt, nicht nur was Baustoffe oder Bautechnik betrifft. Es geht nicht mehr nur um ein Dach über dem Kopf, um genügend Raum und  warme Zimmer.

Umweltfreundliches Bauen

Die Baubiologie nimmt inzwischen im modernen Wohnbau eine zentrale Stellung ein. Der Zusammenhang zwischen unserer Wohnumwelt und unserer Gesundheit ist unbestritten. Gesundheitliche Risiken lassen sich beim Hausbau weitgehend vermeiden:

  • durch sorgfältige Auswahl des Bauplatzes ohne Industrie- und Verkehrsbelastungen und ohne Störfelder
  • durch Verwendung von baubiologisch günstigen Baustoffen
  • durch Verwendung von schadstofffreien Materialien beim Innenausbau

Schöner bauen

Auch die Form des Hauses trägt entscheidend zum Wohlbefinden der Bewohner bei. Es lohnt sich allemal, zusammen mit Ihrem Planer maßgeschneiderte eigenständige Bauformen zu erarbeiten. Umsichtig planen, preiswert bauen Die umsichtige Planung ist eine entscheidende Voraussetzung für wirtschaftliches und kostengünstiges Bauen. Einige Grundsätze zur Umsetzung:

  • Nehmen Sie sich genügend Zeit für die Planung - das wird Ihnen später zugute kommen.
  • Bringen Sie Ihre persönlichen Vorstellungen ein - es soll ja Ihr haus werden und nicht das des Planers. Ein guter Planer wird Ihre Wünsche mit sachlicher Vernunft umsetzen.
  • Fixieren Sie rechtzeitig, ob es ein Energiesparhaus oder ein Passivhaus werden soll. Viele Nachfolgeentscheidungen hängen davon ab.
  • Eine kompakte Hausform mit konsequenter Ausrichtung zur Sonne spart Energie und Heizkosten.

Eine solide Finanzierung

Basis für das Gelingen Ihres Bauvorhabens ist eine solide und langfristig gesicherte Finanzierung.

  • Eigenmittel
  • Bausparen
  • Bauspardarlehen
  • Bankdarlehen
  • öffentliche Förderungen

Aus Faustregel gilt, dass ein Drittel der Kaufsumme bzw. der Gesamtbaukosten durch Eigenkapital abgedeckt sein sollte. Die Wohnbauförderung Ihres jeweiligen Bundeslandes sollte unbedingt mit einbezogen werden. Nutzen Sie diese öffentlichen Fördermittel!

Die verschiedenen Darlehensformen

Bauspardarlehen: Das Bauspardarlehen bietet die Möglichkeit der steuerlichen Absetzbarkeit. Der Schuldenabbau verläuft parallel durch Zins- und Tilgungsraten. Ein großes Plus ist hier die Zinsobergrenze – mit 6% - für die gesamte Darlehenslaufzeit sowie individuelle Rückzahlungsraten. Einige Banken bieten das Bauspardarlehen auch als Fixzins-Variante an. Die Einzahlungen werden dabei die gesamte Laufzeit fix verzinst. Die Bausparfinanzierung wird sowohl mit Grundbucheintrag als auch ohne angeboten.

Hypothekendarlehen: Dieser langfristige Bankenkredit (20-30 Jahre) dient meist der Finanzierung von Liegenschafts- und Wohnungskäufen sowie Um- und Neubauten. Bei dieser Finanzierungsform wird neben der Bonität auch der Wert der Immobilie berücksichtigt. Die Bank wird bei dieser Variante im Grundbuch eingetragen und die Immobilie dient für die Bank als Sicherheit (geringeres Risiko für die Banken), wodurch für den Kreditnehmer die Kredit-Kosten gesenkt werden und diese Kreditform kostengünstiger ist als ein Privatkredit. Das Hypothekendarlehen gibt es in zweifacher Ausführung: mit und ohne fixem Zinssatz. Der Rückzahlungsbeginn erfolgt flexibel. Die Tilgungskonditionen des Hypothekarkredites sehen entweder eine Rückzahlung in gleich bleibenden Zins- und Tilgungsraten vor oder in einer Summe am Ende der Laufzeit. Entscheidet sich der Kreditnehmer für einen endfälligen Hypothekarkredit, dann zahlt er während der Laufzeit nur die Zinsen und spart parallel dazu einen Tilgungsträger an wie Er- und Ablebensversicherung oder fondsgebundene Lebensversicherung.

Privatkredit: Mit diesem Einmalkredit können Sie sich Wünsche wie Möbel oder ein Auto finanzieren. Die Rückzahlung erfolgt in monatlichen Pauschalraten. Die Flexibilität hinsichtlich Laufzeit und Rückzahlungsraten ist abgestimmt auf Ihr verfügbares Haushaltsbudget. Als Sicherheiten werden beispielsweise Verpfändungen von Lebensversicherungen oder Wertpapieren, Gehaltsvormerkungen oder Bürgschaften herangezogen.

Euro-Darlehen: Der Zinssatz dieses Darlehens ist an den EURIBOR (Zinssatz für Euro-Finanzierungen) gekoppelt und wird regelmäßig angepasst. Die Laufzeit beträgt 25 Jahre, die Mindestkredithöhe beträgt im Normalfall ab EUR 40.000. und eignet sich daher besonders für den Kauf eines Hauses sowie der Grund- und Baufinanzierung. Durch die Koppelung an den EURIBOR können sich Zins- und Währungsschwankungen ergeben. Die Aussicht auf eine deutliche Senkung der Zinsbelastung stellt für viele eine tolle Chance dar, wenngleich das Zinsänderungsrisiko nicht unterschätzt werden soll.

Wohnkredit: Diese Form des Darlehens ist besonders geeignet für die Bezahlung der Investitionsablöse, den Genossenschaftsanteil, den Kauf neuer Möbel sowie für Umbau- und Renovierungsarbeiten. Ein tilgungsfreier Zeitraum bis zu 12 Monaten sowie die monatlichen Pauschalraten sind ein kalkulierbares Plus. Die Laufzeit beträgt bis zu 25 Jahre.

Für alle Lebensphasen planen

Egal ob mit Kindern oder im Alter: Flexible Grundrisse, schwellenfrei zugängliche Räume und breite Türen machen das Wohnen in jeder Lebensphase komfortabler. Wer dies gleich richtig einplant, hält Aufwand und Kosten niedrig und steigert sogar den Wert der Immobilie. Viele Menschen wollen in den eigenen vier Wänden nicht nur ihre Kinder groß ziehen, sondern auch im Alter ein selbstständiges Leben führen.

Damit das Eigenheim darauf vorbereitet ist, sollten Bauherren und Käufer die Anforderungen an lebenslanges Wohnen von Anfang an berücksichtigen:

  • Weniger Stützen und nicht zu viele tragende Innenwände sorgen für einen flexiblen Grundriss. So können die Zimmer schnell in ihrem Zuschnitt verändert werden.
  • Ein separater Eingang ermöglicht Zusatzeinnahmen durch eine Einliegerwohnung.
  • Ausreichend große Räume bieten Bewegungsfreiheit - das erleichtert das Leben jeder Generation.
  • Breite Zimmertüren mit mindestens 90 Zentimetern machen das Wohnen angenehmer - mit Kindern genauso wie im Alter.
  • Gleiches gilt für ein großes Bad mit bodengleicher Dusche.
  • Schwellenfreie Zugänge zu Haus und Garten verhindern Stolperfallen.
  • Unter der Normhöhe (105 Zentimeter) montierte Lichtschalter fördern die Selbstständigkeit von Kindern und lassen sich auch aus dem Rollstuhl noch gut erreichen.

Käufer von Gebrauchtimmobilien sollten auf diese Aspekte besonders achten und gegebenenfalls gemeinsam mit einem Fachmann prüfen, ob die Wunschimmobilie diese Kriterien erfüllt oder entsprechend umgebaut werden kann. Bei größeren Veränderungen der Bausubstanz sollte immer ein Architekt eingeschaltet werden. Oft sorgen jedoch schon kleinere Maßnahmen für mehr Wohnkomfort.