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Existenzgründung

Darauf ist beim Schritt in die Selbstständigkeit zu achten

Die Entscheidung zur Existenzgründung erfolgt aus unterschiedlichen unternehmerischen und persönlichen Motiven. Neben vielversprechenden Chancen birgt die Unternehmensgründung allerdings auch einige Risiken, die zu berücksichtigen sind, um das Unternehmen erfolgreich zu gestalten.

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Die Gründung eines Gewerbes

Es gibt drei verschiedene Arten von Gewerbe: Freie Gewerbe, Reglementierte Gewerbe und Teilgewerbe. Neben dem in manchen Branchen zu erbringenden Befähigungsnachweis müssen Anmelder von Gewerben über 18 Jahre alt sein und ihren Wohnsitz in Österreich haben. Bei der Nutzung gewerblicher Betriebsanlagen muss eine Betriebsanlagengenehmigung beantragt werden. Dies ist beispielsweise bei Werkstätten, Gasthäusern oder Garagen, nicht jedoch bei reinen Bürobetrieben der Fall.

Verschiedene Rechtsformen der Unternehmensgründung

  • Einzelunternehmen: Diese werden vom Inhaber unter seinem Namen geführt.
  • Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GesbR): Zusammenschluss rechtlich eigenständiger Unternehmer ohne gesellschaftliche Rechtspersönlichkeit.
  • Offene Gesellschaft (OG): Unternehmerischer Zusammenschluss von mindestens zwei Gesellschaftern (natürliche oder juristische Personen).
  • GmbH: Ab einem Mindeststammkapital von 35.000 Euro können Unternehmer eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung gründen.
  • GmbH & Co. KG: Zwei oder mehr Personen schließen sich zusammen, um ein vollkaufmännisches Handelsgewerbe als gemeinsame Firma zu betreiben. Im Gegensatz zur reinen Kommanditgesellschaft (KG) oder zur offenen Gesellschaft muss hierbei aber kein Gesellschafter haften, sondern die GmbH als juristische Person.

Daneben gibt es einige weitere Rechtsformen, welche für die Gründung interessant sein können. Auskunft und ausführliche Erläuterung bietet die Wirtschaftskammer Österreich.

Die verschiedenen Formen der Existenzgründung

Es gibt viele verschiedene Bereiche und Chancen der Selbstständigkeit. Je nachdem, in welcher Branche und in welchem Rahmen ein Unternehmen gegründet werden soll, stehen dem Gründer verschiedene Formen der Existenzgründung offen. Die folgenden sind besonders populär:

Neugründung: Für eine neue Geschäftsidee lohnt sich eine vollständige Neugründung eines Unternehmens. Dadurch erhält der Gründer viele Freiräume; diese Möglichkeit ist aber auch relativ unsicher.

Franchise: Durch die Nutzung einer Marke und derer Unternehmensstrukturen werden einige Gründungsprozesse sehr viel einfacher.

Freiberufler: Freiberufler agieren zwar selbstständig, benötigen allerdings keinen Gewerbeschein. Trotzdem kümmern sie sich selber um Aufträge, Kunden und Gewinne. Beliebte freie Berufsgruppen sind Künstler, Anwälte, Steuerberater oder Ärzte.

Die Existenzgründung benötigt viel Zeit und Kapital. Deswegen sollte das Konzept des Gewerbes differenziert sein und eine klare Marktpositionierung, Alleinstellungsmerkmale und einen besonderen Kundennutzen aufweisen. Finanzielle Rücklagen helfen dem Gründer dabei, Investitionen zu tätigen und dienen als Polster, falls das Unternehmen eine längere Anlaufzeit benötigt, um Gewinne abzuwerfen.

Der Gründerservice der Wirtschaftskammer Österreich berät und unterstützt angehende Gründer und junge Unternehmen bei der Existenzgründung, eröffnet Möglichkeiten zur Unternehmensförderung und steht bei den ersten Schritten zur Seite.