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Mietervereinigung

Verbesserung der Wohnverhältnisse

Die Mietervereinigung Österreich (MVÖ) ist ein gemeinnütziger Non-Profit-Verein zur Beratung und Rechtsvertretung bei Wohn- und Mietangelegenheiten. Ihr erklärtes Ziel ist es, sich für die Verbesserung der Wohnverhältnisse einzusetzen.

Wie ist die Mietervereinigung entstanden?

Die Mietervereinigung wurde 1911 als „Allgemeiner Mieterverein“ gegründet, um auf die schlimmen Wohnbedingungen in Wien zu reagieren. Damals hatten nur 42% der Bewohner ein eigenes Bett; 92% mussten ohne eigenes Klosett auskommen. Nachdem die Mitgliederzahl der Vereinigung rasant anstieg, konnte die sie erwirken, dass erstmals ein Kündigungsschutz eingeführt wurde. Seit 1921 agiert die MVÖ unter ihrem heutigen Namen.

Was leistet die Vereinigung?

Für ihre fast 70.000 Mitglieder leistet die MVÖ in Mietangelegenheiten Beratung und rechtliche Vertretung, mit derzeit 61 Angestellten und 230 ehrenamtlichen Funktionären. Dabei vertritt die Mietervereinigung ihre Mitglieder bis vor den obersten Gerichtshof. Auch online bietet sie den österreichischen Mietern Rat und viele nützliche Informationen, beispielsweise über Miethöhe oder Schäden in der Wohnung. Weiters stellt die Mietervereinigung für Mitglieder zahlreiche Musterbriefe und Vorlagen online zur Verfügung. Die MVÖ hat zwischen 2011 und 2014 100.000 Rechtsauskünfte gegeben, 9.000 Anträge bei den Schlichtungsstellen und Gerichten eingebracht und an 8.000 Verhandlungen teilgenommen. Im Gegensatz zum parteiunabhängigen Mieterschutzbund, gilt die Mietervereinigung als SPÖ-nah.

Wieviel kostet die Mitgliedschaft in der Mietervereinigung?

Die Mitgliedsbeiträge unterscheiden sich sowohl nach Wohnort als auch durch die Beitragsgruppe. So haben etwa Wohnungseigentümer andere Beiträge zu leisten als Privatmieter. Ein Privatmieter bezahlt in Wien beispielsweise 61 Euro pro Kalenderjahr plus eine Einschreibungsgebühr von einmalig 60 Euro. Schüler, Student und Lehrlinge unter 27 Jahren sind von der Einschreibungsgebühr freigestellt.

Für wen lohnt sich eine Mitgliedschaft?

Prinzipiell lohnt sich die Mitgliedschaft für alle österreichischen Mieter und Vermieter. Selbst bei kleinen Problemen wie Schimmel im Badezimmer kann die Mietervereinigung Rat geben, was zu tun ist und wer für die Schäden aufkommen muss. Der Mitgliedsbeitrag bleibt dabei verhältnismäßig erschwinglich. Allerdings stand die Mietervereinigung in der Vergangenheit auch in der Kritik, Vermieter schlecht darzustellen und aggressive Werbung zu machen.