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Immobilienrecht beim Hauskauf

Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbucheintrag

Wer in Österreich eine Immobilie kaufen will, kommt nicht daran vorbei, sich mit den spezifischen steuer- und finanzrechtlichen Regeln des Immobilienrechts zu beschäftigen. Auch die Funktionen des Grundbuchs und des Notars spielen eine wichtige Rolle. Alles Wissenswerte dazu gibt es hier im Überblick.

Steuern und Finanzierungen: Geltendes Immobilienrecht beachten

Beim Erwerb einer Immobilie in Österreich fällt die Grunderwerbsteuer an, die bei 3,5 Prozent des Kaufpreises liegt. Bei der Aufnahme eines Immobilien-Darlehens haben Kreditnehmer andere Konditionen und Rechte als bei herkömmlichen Ratenkrediten. Dazu gehören beispielsweise:

  • befristete Sollzinsbindung bei gleichbleibender Monatsrate
  • Aufnahme der Möglichkeit jährlicher Sondertilgungen in den Darlehensvertrag
  • Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung an die Bank bei vorzeitiger Kündigung des Darlehens

Immobilienrecht: Eintragungen ins Grundbuch

Im Grundbuch, einem vom Bezirksgericht geführten öffentlichen Register, werden Rechtsverhältnisse an Grundstücken festgehalten. Es spielt eine zentrale Rolle im Immobilienrecht, da hier nicht nur die Angaben zum Eigentümer eines Grundstücks, sondern auch die Ansprüche Dritter dargelegt werden. Dazu gehören beispielsweise Pfandrechte oder Wohn- und Wegerechte am Grundstück.

Das Grundbuch dürfen neben dem Eigentümer nur Hypothekengläubiger oder durch einen Notar oder eine Behörde Beauftragten einsehen. Der Grundbucheintrag bringt folgende Gebühren mit sich:

Art der Gebühren Kosten
Eingabengebühren für den Antrag, elektronisch 44 Euro
Eingabengebühren, nicht elektronisch 62 Euro
Eintragung zum Eigentumserwerb 1,1 Prozent vom Wert des Rechts
Eintragung zum Erwerb des Pfandrechts 1,2 Prozent vom Wert des Rechts

Was ist die Rolle des Notars?

Ein Notar fungiert als neutrale Amtsperson, die keine Vertragspartei bevorzugen soll. Er beurkundet Immobilienverkäufe oder -käufe, Schenkungen, Pfandrechteintragungen und weitere Rechtsgeschäfte. Er prüft die juristischen Vertragsgestaltungen.

Gerade im Immobilienrecht spielt der Notar eine große Rolle. Er stellt sicher, dass ein Grundstück lastenfrei ist und kann auch zu Bebauungsplänen, Wohnbauförderungen oder Nachbarschaftsrechten beraten. Neben der Prüfung des Kaufvertrags übernimmt er auch die Ausgestaltung. Auch den Grundbucheintrag veranlasst der Notar und übermittelt den treuhändig hinterlegten Kaufpreis an den Verkäufer der Immobilie.

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