Vorteile und Nachteile

Privatdarlehen sind eine gute Alternative, wenn Banken die Kreditvergabe verweigern. Was die Vorteile und Nachteile sind? Jetzt nachlesen!

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Wie funktioniert ein Privatdarlehen?

Wer ein privates Darlehen aufnehmen möchte, sucht sich für gewöhnlich innerhalb der Familie oder im Freundeskreis einen Geldgeber. Als Alternative können aber auch fremde Kreditgeber gefunden werden. Sie werden über Banken oder spezielle Online-Plattformen vermittelt. Das funktioniert wie ein Zeitungsinserat: Der Kreditnehmer veröffentlicht sein Gesuch und ein Interessent kann sich darauf melden. Abgewickelt wird der Kredit über die Plattform, Gläubiger und Schuldner treten nicht direkt in Kontakt.

Was sind Vorteile und Nachteile von Privatkrediten?

Privatkredite werden vor allem dann in Anspruch genommen, wenn die Banken aufgrund einer schlechten Bonität oder fehlender Sicherheiten die Kreditvergabe verweigern. Insbesondere für Selbstständige und Studenten sind sie oft die einzige Möglichkeit, um Geld zu leihen. Bei einem Kredit von Freunden werden meist recht günstige Zinsen gewährt. Ein Darlehen von einer fremden Privatperson ist hingegen teuer. Zusätzlich zu den Zinsen, die der Gläubiger erhält, fallen Bearbeitungsgebühren und eine Provision für den Vermittler an. Diese kann bis zu 4,5 Prozent des Kreditbetrages ausmachen. Bei einem Vergleich der Anbieter ist deshalb anstelle der nominalen auf die effektiven Zinsen zu achten, die alle zusätzlichen Gebühren beinhalten und deutlich höher sind.

Welche Konditionen gelten für den privaten Kredit?

Anders als bei Bauspardarlehen oder Ratenkrediten sind die Kreditsummen bei privaten Geldgebern meist begrenzt. Maximal werden 50.000 € verliehen, die längste Laufzeit liegt bei 120 Monaten. Für eine Vollfinanzierung einer Immobilie kommt diese Kreditform somit nicht infrage, Sanierungen, Anzahlungen oder Erweiterungen sind aber durchaus möglich. Als Vermittler zieht die Bank aktuell einmalig zwischen 1-3 % vom Kreditbetrag als Bearbeitungsgebühr ein.

Worauf ist beim Kreditvertrag zu achten?

Anders als bei Bankkrediten gibt es bei Privatdarlehen keine strengen Vorgaben, die Vertragsbedingungen können frei vereinbart werden. Umso genauer muss der Vertrag durchgelesen werden, unverständliche Paragraphen sind unbedingt zu klären. Außerdem sollte auch dann ein Vertrag aufgesetzt werden, wenn ein Kreditgeber im Freundeskreis gefunden wurde. Er stellt für beide Parteien eine Sicherheit dar: Der Gläubiger kann den Kredit nicht als Druckmittel nutzen und umgekehrt drohen dem Schuldner rechtliche Folgen, wenn er mit der Rückzahlung in Verzug gerät.