Worauf vor dem Kauf zu achten ist

Worauf beim Kauf und Verkauf von Privatimmobilien zu achten ist. Wichtige Tipps und Ratschläge rund ums Thema privates Wohnen finden Sie hier.

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Wie ist die Verteilung von Privatimmobilien in Österreich?

Im vorigen Jahr besaßen etwa 60 % der Österreicher eine eigene Immobilie, beinahe 10 % davon besitzen sogar mehr als eine. Am meisten Eigentum wird im Burgenland mit ca. 70 % verzeichnet, am seltensten Wohnen die Wiener mit ca. 35 % in den eigenen vier Wänden.

Auffallend dabei ist, dass der Großteil der Immobilien in Hand der über 60-jährigen Bevölkerung ist. Fast 70 % dieser Altersklasse besitzen ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück. Das entspricht dem Trend, die Immobilie als Altersvorsorge zu erwerben.

Ebenfalls eine spürbare Entwicklung ist die Entscheidung zum Alleinkauf. Innerhalb von zwei Jahren ist die Anzahl der Käufe ohne Partner um 4 % auf fast 20 % gestiegen.

Was sind die Vorteile dieser Immobilien?

Ist die Finanzierung einer Immobilie erst einmal erledigt bzw. der Kredit abbezahlt, ist eine Privatimmobilie eine relativ günstige Form des Wohnens. Abgesehen von den Betriebskosten und Instandhaltungskosten muss keine Miete bezahlt werden, die monatlichen Ausgaben sind damit relativ überschaubar. Außerdem gibt die Privatimmobilie ein Gefühl von Sicherheit: Probleme wie eine drohende Kündigung des Mietvertrages oder Ärger mit dem Vermieter sind ausgeschlossen, auch bauliche oder gestalterische Veränderungen bleiben dem Eigentümer überlassen, sofern nicht gegen die Bauordnung verstoßen wird.

Privatimmobilien sind eine Wertanlage, die auch von Banken sehr gerne akzeptiert werden und als Sicherheiten gelten. Die Chancen, einen Kredit zu bekommen, werden dadurch wesentlich größer, die Bonität steigt mit jedem m².

Was sind die Nachteile?

Privatimmobilien sind zwar Eigentum, deshalb aber nicht kostenlos. Die monatlichen Betriebskosten können vor allem bei Einfamilienhäusern hoch sein, hinzukommen noch die Abgaben an die Gemeinde, die gezahlt werden müssen, egal ob die Privatimmobilie bewohnt ist oder nicht. Außerdem werden früher oder später Sanierungsarbeiten notwendig, die schnell mehrere tausend Euro kosten können. Wer eine Immobilie besitzt, ist weniger flexibel beim Umziehen, da zunächst der Verkauf oder die Doppelfinanzierung von altem und neuem Wohnsitz geregelt werden muss.

Was ist beim Kauf und Verkauf von Privatimmobilien zu beachten?

Der Verkauf von Privat an Privat ist auf den ersten Blick eine gute Möglichkeit, um die hohen Maklergebühren und die Provision zu umgehen. Doch gerade dadurch ist besondere Vorsicht geboten. Auch wenn kein Makler anwesend ist, sollte zumindest ein Sachverständiger zurate gezogen werden, der den tatsächlichen Wert der Immobilie verlässlich einschätzt, eventuelle Mängel erkennt und prüft, ob die Bauordnung eingehalten wird und der Energieausweis vorhanden und vollständig ist. Der Kaufvertrag sollte unbedingt in Zusammenarbeit mit einem Notar ausgearbeitet werden, auch der Käufer sollte sich einen passenden professionellen Beistand suchen, um eventuellen Vertragsfallen sicher zu entgehen.

Immobilien sind ein Besitz, der im Wert steigt, weshalb auch das Vermieten sehr lukrativ sein kann. Die Entscheidung, zu vermieten oder zu verkaufen, kann durch das Ausrechnen der zu erwartenden Rendite erleichtert werden. Einnahmen durch das Vermieten von Privatimmobilien können ein gutes Geschäfts sein, allerdings muss der Eigentümer dann bedenken, dass er weiterhin Verpflichtungen hat, z.B. ist er für die Instandhaltung verantwortlich. Eine Privatimmobilie ist aber in jedem Fall ein wertvoller Besitz, dessen Kauf und Verkauf gut überlegt sein will.