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Blitzschutz

Blitzschutz für Ihr Haus

Blitzschläge verursachen jährlich hohe Schäden an Gebäuden. Wie man einem Einschlag vorbeugen kann, erklären wir Ihnen hier.

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Wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Blitz in Ihr Haus einschlägt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Einer der ausschlaggebendsten ist die Lage des Hauses. Exponierte Stellen, wie zum Beispiel an einem Hang, auf einem Berg oder allein stehend auf einer Ebene, bedeutet eine größere Gefährdung durch einen Blitzschlag.

Schäden durch einen Blitzeinschlag

Welche Schäden verursacht ein Blitzschlag. Zumeist handelt es sich um Schäden an der Bausubstanz und an den Installationen des Hauses. Auch mechanische Schäden wie zerstörte Dachflächen, gespaltene Dachbalken, abgesprengte Putzflächen an Decken und Wänden kommen häufig vor.

Brände am Dachstuhl durch die große Hitzeentwicklung gehören zum "Blitzschlag-Alltag" und ziehen weiters Wasserschäden durch das Löschwasser nach sich. Installationsschäden treten als herausgesprengte Unterputzleitungen, verschmorte Verteiler- und Steckdosen sowie zerstörte Zählerkästen auf. Blitz- und Überspannungsschäden gibt es an Heimcomputern, Haushalts- und Unterhaltungsgeräten, elektronisch gesteuerten Heizungsanlagen, Telefon- und Faxgeräten.

Was kostet der Blitzschutz?

Die Kosten einer Blitzschutzanlage sind vergleichsweise gering; sie betragen nur 1-2% der Baukosten eines Einfamilienhauses.  

Was gibt es für Blitzschutz?

Das Prinzip der äußeren Blitzschutzanlage ist die eines Faradayschen Käfigs. Sie schützt das Gebäude vor Schäden durch Blitzentladungen und besteht aus: Fangeinrichtungen, Ableitungen und Erdungsanlage. Vom Blitz bevorzugte Einschlagstellen sind Schornstein, First, Grate, Ort- und Traufkanten, Brüstungen, Antennen und sonstige aus dem Dach herausragende Dachaufbauten. An diesen Stellen sind die Fangeinrichtungen zu installieren. Sie bestehen aus Fangstangen, -spitzen und -leitungen aus Metall und dienen als Einschlagpunkt für den Blitz. Ableitungen aus Metall stellen die elektrisch leitende Verbindung zwischen Fangstangen und Erdungsanlage her  und bestehen im Durchmesser aus 8-10 mm dickem Rundstahl.

Dachrinnen und Fallrohre können einbezogen werden, wenn sie aus Metall bestehen, und durch Löten oder Nieten fest verbunden sind. Zu Türen und Fenstern müssen Ableitungen mindestens einen Abstand von einem halben Meter aufweisen. Die Aufgabe der Erder ist die Weiterleitung des abgeleiteten Blitzes an die Erde. Unterschieden wird nach Oberflächen- und Tiefenerder, wobei Tiefenerder für Wohnhäuser selten eingesetzt werden. Als Oberflächenerder werden Fundamenterder oder Ringleitungserder verlegt.

Der innere Blitzschutz

Unabhängig von der Gefährdung des Wohnhauses sollte der Hausbesitzer in jedem Fall eine innere Blitzschutzanlage einbauen lassen. Auch wenn der Blitz nicht direkt in das Haus einschlägt, kann es bei einem Einschlag im Umkreis von 1 km zu Schäden durch Überspannungen kommen.  Kernstück der inneren Blitzschutzanlage ist der Blitzschutz-Potenzialausgleich, welcher über die so genannte Potenzialausgleichschiene realisiert wird. Über diese Schiene werden die unterschiedlichen elektrischen Spannungen innerhalb der Leitungsnetze des Hauses ausgeglichen.