Fernsehen nach Umzug

Anschluss mitnehmen oder wechseln?

Wer umzieht, nimmt in der Regel auch sein TV-Gerät mit. Geklärt werden muss aber, ob am neuen Wohnort mit dem gleichen Anschluss oder Empfangsgerät ferngesehen werden kann.

Wie hat sich das Fernsehen entwickelt?

Fernsehen gehört heute zum Alltag: Fast alle österreichischen Haushalte haben mindestens ein, oft auch mehrere Fernsehgeräte in Betrieb. Über 90 Prozent der TV-Nutzer empfangen ihre Programme über einen Kabel- oder Satellitenanschluss, der Rest verteilt sich auf Empfang über terrestrische Antennen (DVB-T) und über das Internet (IPTV). Immer zahlreichere Sender, fortschreitende Digitalisierung und Verbreitung des hochauflösenden HD-Formats ermöglichen heute eine ganz auf die individuellen Wünsche abgestimmte Fernsehnutzung. Das bedeutet aber auch, dass im Falle eines Umzugs weit mehr zu bedenken ist als der Transport des TV-Gerätes.

Wie erfolgt das Wechseln mit Satellitenempfang?

Der Fernsehempfang über Satellitenanlage ist die am weitesten verbreitete Empfangsart in Österreich und bietet eine sehr große Programmvielfalt für vergleichsweise wenig Geld. Bei aktuellen Fernsehern, die bereits einen Satellitenempfänger integriert haben, beschränkt sich die Investition meist auf den Kauf einer Satelliten-Antenne mitsamt Kabel. Es ist nicht notwendig, einen Vertrag für den Anschluss abzuschließen, somit fallen keine laufenden Kosten an und ein Umzug ist unproblematisch. Abgesehen von speziellen Lagen sollte der Satellitenempfang fast überall am neuen Wohnort möglich sein. Vorab geklärt werden muss allerdings, ob für Mieter das Anbringen einer Satellitenschüssel am neuen Wohnsitz erlaubt oder eine Gemeinschaftsanlage vorhanden ist. Sollte das nicht der Fall sein, könnte der Umzug ein Anlass zum Umstieg aufs Kabelfernsehen sein.
 

Kann der Kabelanschluss mitgenommen werden?

Fernsehen Umzugskarton

Mit einem Kabelfernsehanschluss ist man vertraglich gebunden. Bei einem Umzug innerhalb des Netzgebietes des Anbieters ist es in der Regel kein Problem, den Anschluss „mitzunehmen“, zumal die großen Kabelnetzbetreiber in Österreich überregional tätig sind. Möglicherweise sind aber Zusatzpakete wie Bezahlsender oder HD-Programme am neuen Wohnort nicht verfügbar und der Vertrag könnte sich dadurch ändern. Klären Sie diese Fragen rechtzeitig vor dem Umzug mit ihrem Anbieter ab. Bei manchen Netzbetreibern wird auch ein einmaliges Umzugsentgelt fällig.

 

Was ist zu beachten, wenn ein Wechsel nötig wird?

Sollte Ihr bisheriges Kabelnetz am neuen Wohnort nicht verfügbar sein, so können Sie Ihren Vertrag in der Regel mit monatlicher Frist kündigen, zu einem neuen Anbieter oder einer anderen Empfangstechnik wechseln. Achtung: Während der bei Kabelverträgen üblichen 24-monatigen Mindestlaufzeit ist normalerweise keine Kündigung möglich. Ob der Anbieter Sie vorzeitig aus dem Vertrag entlässt, ist selbst beim Umzug eine Frage der Kulanz. Möglicherweise müssen Sie zum Ende der Vertragslaufzeit für einen Anschluss zahlen, den Sie nicht mehr nutzen. Unter Umständen kann der Nachmieter den Anschluss übernehmen, aber auch das sollten Sie rechtzeitig mit dem Netzbetreiber klären.

 

Können Zusatzangebote weiterhin genutzt werden?

Paar beim Fernsehen

Wenn Sie zusätzlich zum Anschluss ein Abonnement bei einem Bezahlsender oder einer Plattform abgeschlossen haben, um zusätzliche Programme oder Sender in HD-Qualität zu empfangen, sind Sie ebenfalls vertraglich an Laufzeiten gebunden. Erkundigen Sie sich, inwieweit das Angebot auch nach der Übersiedlung nutzbar ist. In vielen Fällen ist das auch beim Wechsel der Empfangsart möglich, zum Beispiel von Satellit zu Kabel oder umgekehrt, oder mittels Kooperationspartner auch zum Internet-basierten Anschluss. Allerdings müssen Sie dann unter Umständen mit Kosten für neue Empfangsgeräte rechnen.
 

Wie funktioniert das Ummelden beim GIS?

Egal, wie Sie ihre Fernsehprogramme empfangen: Sobald ein empfangsbereites Gerät in der Wohnung steht, müssen Sie es beim Gebühren Info Service (GIS) anmelden und Rundfunkgebühren zahlen. Ob Sie die Programme des öffentlich-rechtlichen Senders ORF oder nur Privatsender nutzen, spielt keine Rolle. Bei Umzug kann man sich über ein Online-Formular auf www.gis.at einfach ummelden. Bei Übersiedlung in ein anderes Bundesland kann sich allerdings der monatliche Beitrag verändern, denn er enthält eine Landesabgabe, deren Höhe das jeweilige Bundesland festlegt. Bei sozialer oder körperlicher Hilfsbedürftigkeit ist auf Antrag eine Gebührenbefreiung möglich. Wer beim Umzug den eigenen Haushalt ganz aufgibt oder ins Ausland übersiedelt, muss sich bei der GIS abmelden, sonst werden weiterhin Gebühren fällig.

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