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Bauen und Wohnen - Leben auf der Baustelle

Einzug vor Fertigstellung des Hauses

Wenn es beim Bau des Traumhauses zu Verzögerungen kommt sind Bauherren oft gezwungen auf der Baustelle zu wohnen. Auch eine ungenügende Bauplanung verzögert den Einzug. Dies kann zu einer echten Belastungsprobe werden.

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Der Bau eines eigenen Hauses ist immer eine große nervliche Belastung. Noch größer wird diese, wenn es auf der Baustelle nicht nach Zeitplan läuft. Die alte Wohnung ist bereits gekündigt, um zur Fertigstellung direkt in das neue Heim einziehen zu können. Doch auf der Baustelle kommt es zur Verzögerung, weil das Wetter nicht mitspielt oder Handwerker abspringen. Für viele Bauherren besteht in einem solchen Fall oft nur die Möglichkeit, auf der Baustelle bauen und wohnen zu müssen – ein Umstand, der zu einer echten Belastungsprobe werden kann.

So kann Termindruck durch Zeitpuffer vermieden werden

Um das Bauen und Wohnen auf der Baustelle zu vermeiden, ist eine ausführliche Bauplanung besonders wichtig. Deshalb ist es ratsam, den genauen Baubeginn, die maximale Bauzeit und die Endabnahme im Bauvertrag mit dem beauftragten Bauträger festzuhalten. Dabei ist es wichtig, einen Zeitpuffer einzuplanen, wenn es etwa durch Wetterbedingungen zu Bauverzögerungen kommt oder nachträgliche Änderungswünsche aufkommen, die den Einsatz weiterer Dienstleister erfordern. Durch Verzögerungen wird nicht nur der Zeitplan gesprengt – auch die Kostenplanung kann so nicht mehr eingehalten werden. Gerade deshalb ist es sinnvoll, auch die absehbaren Kosten mit dem Bauunternehmen abzuklären, um nicht auf der Baustelle bauen und wohnen zu müssen.

Sehr hilfreich ist es, wenn mit der Baufirma eine Pönale vereinbart wird. Dazu gehört zwar viel Verhandlungsgeschick, dafür hat der Häuslbauer aber das gute Gefühl, bei einer Verzögerung des Abnahmetermins wenigstens die Kosten für eine andere Unterkunft bezahlt zu bekommen. Eigentümer sollten deshalb auf eine solche Vereinbarung bestehen und sie muss explizit im Vertrag vereinbart werden, ebenso wie der Zustand, in dem das Haus als übergeben gilt. Ob es laut Vertrag schlüsselfertig oder bezugsfertig sein soll, macht zeitlich einen großen Unterschied aus.

Sparen durch Eigenleistung

Ganz klar: Je mehr Eigenleistung der Bauherr einbringen kann, desto geringer können die Kosten gehalten werden. Voraussetzung dafür sind allerdings handwerkliches Geschick, Erfahrung und Zeit. Wer versucht, neben dem eigenen Beruf ein Haus zu bauen, wird schnell an seine Grenzen kommen. Der Zeitplan kann so nicht mehr eingehalten werden. Es sollte bereits vor Beginn mit dem Bauträger abgeklärt werden, zu welchem Zeitpunkt der Bauherr seine Eigenleistung einbringen kann und in welchem Rahmen. So kann auch der Bauträger diese in der Planung berücksichtigen. Allerdings sollte dabei in Evidenz gehalten werden, dass für diese Verzögerungen das Bauunternehmen nicht haftbar gemacht werden kann. Im besten Fall stellt die beauftragte Firma zunächst ihre Arbeit fertig, bevor der Bauherr selbst in Aktion tritt, etwa beim Tapezieren oder Verlegen von Böden.

Bei der Planung Prioritäten setzen

Verzögert sich die Fertigstellung durch Eigenleistung, kann das zu einem enormen Zeitdruck führen. Die alte Wohnung ist bereits gekündigt, doch das neue Haus gleicht immer noch einer Baustelle: Böden sind nicht verlegt, Wände nicht tapeziert, die Küche nicht installiert. Bauherren sind einer großen Belastung ausgesetzt und müssen gleichzeitig auf der Baustelle bauen und wohnen. Wichtig ist, bei der Fertigstellung des Hauses Prioritäten zu setzen. Die Installation der Sanitäranlagen sollte an erster Stelle stehen, um der täglichen Hygiene nachkommen zu können. Die Reihenfolge der zu erledigenden Arbeiten sollte genau festgelegt werden, um weitere Verzögerungen zu vermeiden. Gerade in den kälteren Jahreszeiten ist es wichtig, dass die Heizversorgung gesichert ist.

Gemeinsam an einem Ort bauen und wohnen

Befindet sich das Haus noch im Rohbau und ist ein Einzug nicht möglich, müssen andere Lösungen gefunden werden. So ist es möglich, vollständig ausgestattete Wohncontainer zu mieten, die nach Wunsch mit WC, Dusche und Küche ausgestattet sind. Zudem werden diese in unterschiedlichen Größen angeboten. Diese mobilen Unterkünfte sind kurzfristig verfügbar und der Bauherr kann so in unmittelbarer Nähe der Baustelle wohnen. Ein weiteres Problem stellen die Möbel dar. Im neuen Haus verursachen die Bauarbeiten viel Schmutz: Das Abdecken mit Planen ist hier sinnvoll. Noch praktischer ist allerdings eine Zwischenlagerung in Containern auf der Baustelle oder in einem Lagerraum in der Nähe des neuen Hauses, sodass die Möbel schnell verfügbar sind und lange Transportwege wegfallen.

Eine noch bequemere, jedoch etwas aufwändigere und kostspieligere Variante ist die Errichtung eines Mobilheims für die Dauer des Baus. Diese können bei den Herstellern gemietet, oder gebraucht gekauft werden. Vor allem für längere Bauzeiten sind sie sehr zu empfehlen, da sie jeglichen Komfort bieten und ein angenehmes Wohngefühl vermitteln.

So wird beim Wohnbau Geld gespart

Doppelhäuser oder Reihenhäuser haben den Vorteil, dass gleich mehrere Parteien während der Bauphase eine Übergangslösung brauchen, wenn sie die alte Wohnung oder das Haus nicht weiter zur Gänze bezahlen wollen. In den Tourismusregionen können während der Nebensaisonen, d.h. im Frühling oder Herbst, günstige Appartements gemeinsam gemietet werden. Nachdem es sich meist um Bekannte handelt, die sich das Doppelhaus in Zukunft teilen wollen, kommt auch ein vorübergehendes Zusammenziehen mit einem Teilen der Miete infrage. Das hat auch den Vorteil, dass der Bau abwechselnd beaufsichtigt und alle Fragen dazu persönlich besprochen werden können.

Wo wohnen während dem Bauen?

Manchmal sind beim Modernisieren umfangreiche Maßnahmen notwendig. Wenn alle Fenster ausgetauscht werden, ist die Wohnung oder das Haus für ein paar Tage nicht bewohnbar. Doch wo sollen die Bewohner in der Zwischenzeit hin? Sofern sie nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen, ist das eine gute Frage. Wer sich die Kosten für ein Hotel sparen möchte und bei den Bauzeiten flexibel ist, sollte das Wohnen in Wohnheimen in Erwägung ziehen. Während der Sommermonate oder den Semesterferien fahren viele Studierende nach Hause, Ihre Wohnung im Studentenheim steht leer. Damit sie sich den Mietzins sparen können, sie aber trotzdem ihre Wohnung nicht verlieren, kommt für viele ein vorübergehendes Vermieten infrage.

Was beim Renovieren zu beachten ist

In vielen Regionen Österreichs gibt es sie noch, die Schnäppchen unter den Häusern. Doch der günstige Preis hat meist seine Gründe. Die Häuser bedürfen oftmals einer Sanierung oder umfassenden Renovierung, viel Geld muss noch investiert werden, bis eingezogen werden kann. Manchmal stellt sich die Frage, ob ein Neubau nicht günstiger wäre. Bevor Bauherren Sanierungspläne schmieden oder gar selbst Hand anlegen, sollten sie sich genau überlegen, ob ein Abriss des alten Gemäuers nicht kostengünstiger wäre. Das hätte auch den Vorteil, dass die neue Immobilie auf dem neuesten Stand der Technik wäre. Alte Häuser haben aufgrund der nicht mehr zeitgemäßen Dämmung nur sehr schlechte Werte bei den Energieausweisen. Mit diesem Argument kann für die Erneuerung eine Wohnbauförderung beantragt werden. Fernwärme, eine neue Wohnraumlüftung, Photovoltaik und natürliche Baustoffe werden bei den Ämtern für Beihilfen sehr gerne gesehen.

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