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Küchenplaner - So wird der Traum wahr

Optimal die Küche einteilen

Die Küche ist das Herzstück einer jeden Wohnung. Sie ist Kommunikationszentrale und Kochbereich zugleich. Damit Sie sich in Ihrer Küche rundum wohl fühlen, sollten Sie bei der Planung systematisch vorgehen.

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Die Faustregel für die Fläche ihrer Küche

Für eine gut funktionierende Arbeitsküche sollte der Raum mind. 8 bis 10 Quadratmeter groß sein. Eine Küche mit einem geräumigen Essplatz benötigt mindestens 12 Quadratmeter und für eine Wohnküche – eventuell mit einer frei stehenden Kochinsel – sollten ca. 15 bis 20 Quadratmeter einkalkuliert werden. Eine zweizeilige Küche freut sich über eine Raumbreite von mindestens 2,40 Meter, damit man zwischen den geöffneten Türen der Unterschränke noch umhergehen kann. Für eine Küchenzeile in U-Form sollte der Raum mindestens 2,70 Meter breit sein. Tipp: Ein direkter Zugang von der Haustür oder der Garage macht die Schlepperei der Wochenendeinkäufe wesentlich leichter.

So sparen Sie Arbeitsschritte

Zutaten werden aus Vorrats- oder Kühlschrank geholt, an der Spüle und auf einer Arbeitsfläche vorbereitet und gekocht. Rechtshänder erledigen dies meist im Uhrzeigersinn, Linkshänder umgekehrt. Rechts und links von Spüle und Herd sollte sich daher ausreichend Arbeits- und Ablageflächen befinden – eine Hauptarbeitsfläche von mind. 120 Zentimeter Breite ist dabei optimal. Um lange Wege zu vermeiden, sollten Spüle und Kochstelle nah beieinander angeordnet werden.

Die perfekte Arbeitshöhe

Eine Arbeitsplattenhöhe von 95 cm ist bei einer Körpergröße von 165 cm perfekt – wenn alle Bereiche (Spülen, Kochen, Arbeiten) auf einer Höhe liegen. Dieses Maßstabsverhältnis kann auf jede Körpergröße übertragen werden.

Neben der Höhe ist auch wichtig, dass genug Platz vorhanden ist. Häufig werden die Arbeitsplatten zu knapp bemessen. Doch wer einmal für eine vierköpfige Familie kochen möchte und nicht extra Kaffeemaschine, Wasserkocher, Toaster usw. wegräumen möchte, sollte dabei nicht sparen.

Geräte, Elektrik und Leuchten

Herd und Spülmaschine sollten aus Energiespargründen von Kühl- und Vorratsschrank entfernt aufgestellt werden. Bei Küchen ohne Essplätzen benötigen Sie in der Mindestausstattung zwischen 6-8, in der Normalausstattung 9-11 und in der großzügigen Ausstattung 12-14 Steckdosen. Bei Küchen mit Essplätzen plant man zusätzlich 2-4 Steckdosen ein. Herd, Spüle und Arbeitsflächen sollten zudem mit separaten Lichtquellen ausgeleuchtet werden. Dabei empfehlen sich als Arbeitslicht so genannte Leuchtstoffröhren, da einzelne Spots unvorteilhaften Schatten werfen. Viele Hobbyköche schwören auf die sogenannten Warmton-Lampen. Montieren Sie die Röhren unter die Oberschränke – eine Blendleiste davor konzentriert die Lichtstrahlen auf die Arbeitsplatte und verhindert, dass sie Ihnen in die Augen blitzen. Für Rechtshänder sollte das Licht von links kommen. Linkshänder benötigen den Lichteinstrahl von rechts.

Finden Sie das optimale Material für Ihre Küche

Massivholz ist beliebt, hat aber den Nachteil, dass es gegenüber Schnitten, Hitze und Säuren nicht besonders widerstandsfähig ist. Die Arbeitsplatte muss zudem aufwändig versiegelt werden um allen Hygieneanforderungen gerecht zu werden. Ihr großer Vorteil liegt jedoch darin, dass man Massivholz im Gegensatz zu vielen anderen Materialien wieder aufbereiten und problemlos weiterverwenden kann.

Besser jedoch schneiden die üblichen Arbeitsplatten aus HPL ab (High Pressure Laminat). Sie sind hitzefest bis zirka 180 °C und leicht zu reinigen, allerdings lassen sich Schäden nicht ausbessern. Beim widerstandsfähigen Granit sollte man darauf achten, dass er feinporig und hochwertig poliert ist, sonst bleibt Schmutz in den Poren hängen und das Putzen wird lästig. Edelstahl ist zwar unempfindlich, verkratzt aber beim Kontakt mit Topfkanten und Messern und braucht bei Wasser mit hohem Kalkgehalt viel Pflege, damit die Oberfläche schön glänzt. Perfekt für Hobbyköche sind Arbeitsplatten aus Mineralwerkstoff. Sie sind pflegeleicht und widerstandsfähig. Allerdings liegen sie wie auch Granit am oberen Ende der Preisskala.

Der online Küchenplaner

Ein online Küchenplaner kann eine sehr große Hilfe sein und den Architekten für die Planung ersetzen. Er hat den Vorteil, dass der Eigentümer eine genaue Vorstellung davon bekommt, wie die Räume eingerichtet aussehen würden. Eine Voraussetzung dafür ist aber, dass die Küche davor richtig ausgemessen wurde. Vor allem in Bezug auf Dachschrägen, Fenster oder Türen ist zu achten. Auch die Anschlüsse müssen berücksichtigt werden. Ein Waschbecken sollte nur für die Stelle geplant werden, wo der Wasseranschluss ist. Den Anschluss extra dafür zu verlegen wäre ein enormer Aufwand.

Wer einen Küchenplaner von einem Möbelhaus verwendet muss daran denken, dass dieser natürlich nur eigene Möbel zur Auswahl anbieten wird. Das hat den Vorteil, dass alles einen einheitlichen Stil, wie z.B. bei Landhausküchen, hat, andererseits ist beim Zusammenstellen der Traumküche keine Online-Kombination mit anderen Möbelhäusern möglich. Hier ist also immer noch ein wenig Vorstellungskraft gefragt.

Das iPad als Ergänzung zum Küchenplaner

Besonders gut können sich Küchenplaner ihren Küchentraum vorstellen, wenn sie die vorgeschlagene Einteilung direkt in den bestehenden Räumen begutachten. Mit einem iPad oder Tablet können Planer sich die 3D Pläne direkt vor Augen halten und verschiedene Raumansichten in der zukünftigen Küche durchgehen. Das übermittelt fast das Besichtigungsgefühl wie in Küchenstudios.

Achtung bei der Software für einen Küchenplaner

Es gibt Softwares, mit denen per Smartphone die Maße der Küche genommen werden. Da sie aber noch nicht ganz ausgereift sind, sollte der Interessent immer noch selbst mit dem Maßband nachmessen.

Ein praktischer Aspekt bei der Küchenplanung online ist, dass die Gesamtsumme aller Einrichtungsgegenstände automatisch berechnet wird. So können sehr gut die eigenen finanziellen Grenzen eingehalten werden. Doch eines ist dabei zu bedenken: Bei den Preisen aus den Möbelkatalogen handelt es sich um Abholpreise. Der Transport und die Installation sind separat zu bezahlen. Sie setzen sich aus einer Grundpauschale und einem Aufpreis, der sich nach dem Wert der zu installierenden Möbel richtet, zusammen. Außerdem muss auch der Wasseranschluss bezahlt werden.

Die Finanzierung der Küche planen

Um sich seine Traumküche leisten zu können, müssen Käufer nicht auf Filialschnäppchen warten oder gar einen Konsumkredit aufnehmen. Viele große Möbelhäuser bieten die Finanzierung auf Raten an. Schon ab 1.000 Euro ist in Österreich eine Ratenzahlung möglich, bis zu 72 Monate Laufzeit werden gewährt. Der Zinssatz, der dafür verlangt wird, liegt aber im Schnitt bei fast 7 Prozent und ist damit im Vergleich zu einem Kredit von der Bank teurer. Außerdem wird – wie bei einer Bank auch – ein Bonitätsnachweis verlangt. Wer sich keine Küche leisten kann und keinen Kredit aufnehmen möchte, sollte sich die Anschaffung in Teilen überlegen. Sind die Elektroinstallationen erledigt und gibt es einen Herd, Kühlschrank, Ofen, Arbeitsplatten usw., können Wandboards und Kleinmöbel immer noch später dazugekauft werden. Auch ein gebrauchter Küchentisch ist eine gute Übergangslösung, bis genug Geld für die schicke Essecke gespart wurde.