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Werkstatt

Die ideale Werkstatt finden

Jeder Handwerker mit Kundenservice braucht eine Werkstatt. Die Standortsuche ist dabei gar nicht so einfach. Neben der Lage und der Verkehrsanbindung sind in erster Linie die Kosten ein entscheidendes Kriterium. Aber es gibt noch viele weitere Dinge, die zu beachten sind.

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Was gilt als Werkstatt?

Unter einer Werkstatt wird im allgemeinen Sprachgebrauch zumeist eine Autowerkstatt verstanden. Selbstverständlich gibt es auch andere Werkstatt-Immobilien wie beispielsweise eine Tischlerei oder eine Schusterei. Es werden auch Inspektionen durchgeführt und oft sind Zusatzprodukte für Auto oder LKW wie z. B. Dachgepäckträger erhältlich. Dabei gibt es Werkstätten, die mit bestimmten Automarken Verträge geschlossen haben und als Vertragswerkstatt für diese fungieren. Eine Werkstatt kann eine interessante Möglichkeit für Existenzgründer sein, sich selbstständig zu machen. Dabei bestimmt der finanzielle Rahmen des Interessenten meist, ob die Werkstatt gekauft oder gemietet wird.

Standortfaktoren für Autowerkstätten

Beim Erwerb einer Werkstatt ist vorher eine ausführliche Standortanalyse notwendig.  Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Eine Autowerkstatt muss nicht in unmittelbarer Nähe zu anderen Einzelhandelsgeschäften liegen. Es ist auch keine innerstädtische Toplage notwendig. Kunden sind bereit, für eine Werkstattleistung auch einen gewissen Anfahrtsweg in Kauf zu nehmen. Die Werkstatt muss jedoch gut mit dem Auto erreichbar sein.  Die Lage in unmittelbarer Nähe einer Tankstelle oder eines Autohauses ist ebenso positiv zu werten wie jene an einer belebten Fernstraße. In allen österreichischen Städten haben sich Industriegebiete entwickelt, die die optimale Infrastruktur für Werkstätten und Unternehmen bereitstellen, bei einer entsprechend guten Stromversorgung, Anbindung an den Verkehr, LKW-Abstellplätzen, Restaurants mit Abo-Menüs usw. Die Industriezone liegt für gewöhnlich am Stadtrand und ist als Wohngegend weniger beliebt, weshalb sie für manche Werkstätten, die auf Laufkundschaft angewiesen sind, weniger geeignet sind.

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Wichtige Faktoren für eine Werkstatt, die ihre Produkte vor Ort verkauft

Eine Werkstatt benötigt verschiedene Bereiche, um optimal funktionieren zu können.  Dabei sollte man auch schauen, ob die Werkstatt künftigen Anforderungen gerecht wird. Neben dem Werkstattraum sind verschiedene weitere Bereiche notwendig. Dies fängt mit guten Parkmöglichkeiten für Kunden an. Die Parkplätze sollten in unmittelbarer Nähe der Werkstatt liegen. Ein Bereich zur Kundenbetreuung bzw. ein Shop, der zur Straße hinausgeht, ist in modernen Werkstätten Standard. Dazu gehören auch entsprechende Sanitärräume sowie ausreichend große Lagerräume.

Möglichkeiten für Eigentümer eine Werkstatt zu vermieten

Eigentümer können ihre leerstehenden Werkstätten vermieten oder verpachten. Wenn es sich um ein neues Gebäude handelt, ist das Vermieten die beste Variante, da damit nur die Nutzung des Gebäudes gemeint ist, sofern im Vertrag nicht eine Übernahme der Gerätschaften geregelt ist. Das Vermieten einer Werkstatt funktioniert wie bei einem gewöhnlichen Mietvertrag, mit Ausnahme, dass die Kündigungsfrist für gewöhnlich sechs Monate dauert.

Beim Verpachten hingegen wird nicht nur das Gebäude, sondern es werden auch die notwendigen Geräte verpachtet, d.h. es wird ein bestehendes Unternehmen zum Weiterbetrieb übermittelt. Das Pachtverhältnis kann bei einem klassischen Vertrag nur am Ende oder zur Hälfte eines Geschäftsjahres gekündigt werden. Ein Unterschied zwischen Pacht und Vermietung ist, dass der Pachtvertrag für gewöhnlich auf einen längeren Zeitraum befristet ist und die monatliche Pacht abgesehen von einer Indexanpassung nicht erhöht wird.

Worauf beim Mieten einer Werkstatt zu achten ist

Viele Mieter oder Käufer einer Werkstatt unterschätzen die Investitionskosten, die mit der Eröffnung eines Betriebes einhergehen. Die Anschaffungskosten für die Geräte, die Einrichtung der Räumlichkeiten, die Kaution, die Mietanzahlung usw. machen insgesamt eine ordentliche Summe aus, die vor allem Jungunternehmer alleine kaum stemmen können. Hier ist die Pacht die bessere Variante, da die Geräte bereits vorhanden sind und die Anschaffungskosten deutlich sinken.

Trotzdem müssen aber auch die teilweise hohen Betriebskosten berücksichtigt werden. Dadurch, dass in vielen Werkstätten gleich mehrere Geräte mit Starkstrom betrieben werden, sind die Energiekosten enorm.

Trotzdem sollte keine zu kleine Werkstatt gewählt werden. Läuft der Betrieb, werden größere Lagerräume oder mehr Mitarbeiter notwendig. Im Sinne einer optimistischen Zukunftsprognose sollte an eine mögliche Expansion gedacht werden.

Wann ist das Kaufen einer Werkstatt eine gute Idee?

Für bereits laufende Unternehmen mit ausreichend Stammkundschaft ist der Kauf einer Werkstatt langfristig die kostengünstigere Variante als das Mieten oder Pachten. Der Eigentümer kann frei über seine Werkstatt verfügen und muss sich bei baulichen Maßnahmen oder der Installation fixer Geräte nicht mit dem Vermieter oder Verpächter absprechen. Die eigenen vier Werkstatt-Wände sind außerdem eine wichtige Sicherheit. Kredite für Modernisierungen oder Ausbauten werden dadurch von den Banken eher und zu besseren Konditionen gewährt.