Jetzt Käufer, Mieter oder Nachmieter findenInserat aufgebenInserat aufgeben

Atelier - Wo Künstler leben und arbeiten

Wohnen und arbeiten

Jeder Künstler träumt vom eigenen Atelier. Der Raum, der kreativ tätigen Personen wie Malern, Fotografen oder Bildhauern als Arbeitsraum dient, ist ein Prestigeobjekt. Je nach Lage kann die eigene Werkstatt leicht zu finanzieren sein, aber auch zu einer kostspieligen Angelegenheit werden.

file

Was ist ein Atelier?

Das Wort Atelier kommt aus dem Französischen und bedeutet eigentlich Werkstatt.  Es gibt je nach Branche verschiedene Arten von Ateliers wie Modeateliers, Filmateliers oder auch Zeichenateliers. Dabei kann es sich bei den dort arbeitenden Menschen um eine Einzelperson oder eine ganze Gruppe handeln. Oft ist ein Atelier nicht nur ein reiner Arbeitsraum. Zweck kann vielmehr auch die Inszenierung des Künstlers selbst sein. Ein schönes historisches Beispiel dafür bildet das Atelier des in Salzburg geborenen Wiener Künstlers Hans Makart, der für aufwändige Dekorationen bekannt wurde und sein Atelier entsprechend ausstattete. Heutzutage wird ein Atelier oft auch gern als Verkaufsraum mitgenutzt.

Worauf ist beim Kaufen oder Mieten eines Ateliers zu achten?

Es ist schwerer als bei andere Immobilientypen, gängige Kriterien festzulegen, die ein Atelier als ein besonders gutes festlegen. Das hängt damit zusammen, dass die Nutzungsweise doch sehr unterschiedlich sein kann. Für manche Künstler ist viel Sonnenlicht wünschenswert, für andere wie beispielsweise Fotografen ist es eher störend. Die Größe richtet sich nach der gewünschten Nutzung. Ein Filmatelier benötigt deutlich mehr Platz als das Atelier eines einzelnen Malers. Weitere Beispiele sind Kriterien wie Raumtemperatur und Lage. Es ist immer eine individuelle Betrachtung der gewünschten Nutzungsweise notwendig, um das optimale Atelier für den jeweiligen Zweck zu finden.

Wer zum ersten Mal ein professionelles Atelier einrichten möchte, darf die anfänglichen Kosten nicht unterschätzen. Die Räumlichkeiten sind zumeist recht karg, d.h. zusätzlich zu den Werkzeugen usw. müssen eventuell auch Sitzmöbel oder eine Kaffee-Ecke eingerichtet werden. Bei Künstlerhäusern, in denen einzelne Räume vermietet werden, ist dies meist schon vorhanden. Grundsätzlich sollte sich jemand nur dann ein Atelier kaufen oder mieten, wenn bereits eine Stammkundschaft oder genügend Erspartes vorhanden ist, um sich auch ohne Verkäufe einige Zeit über Wasser halten zu können. Die Kündigungsfristen für Ateliers sind häufig länger als bei Mietwohnungen, weshalb zumindest für die vertraglich vereinbarte Laufzeit die Mietzahlungen gesichert sein sollten.

So wird das passende Atelier gefunden

Bevor sich ein Interessent auf die Suche nach einem Atelier macht, sollte er genau definieren, welche Kriterien die Räumlichkeiten erfüllen müssen, um ein gutes Arbeiten zu ermöglichen. Für gewöhnlich haben die Künstler bereits genug Erfahrung, um ihren Platzbedarf richtig einzuschätzen. Anfängern ist zu empfehlen, nicht zu klein zu planen. Die Lagerräume sind schneller voll als gedacht. Wer auf Laufkundschaft angewiesen ist, wie z.B. ein Tattoo-Studio oder ein Antiquar, sollte möglichst zentrumsnah und im Erdgeschoss wohnen, im Idealfall mit einer Auslage oder einem Shop zur Straße hin.

Aus Kostengründen werden Ateliers häufig auch als Wohnraum genutzt. Hier sollte aber darauf geachtet werden, dass eine klare räumliche Trennung zwischen Wohnraum und Werkstatt möglich ist. Bei Kunden, die das Atelier besuchen, hinterlässt die Schlafcouch mitten in der Galerie sonst einen eher unprofessionellen Eindruck.

Immobilien suchen in Österreich

Wie teuer ist ein eigenes Atelier?

Mehrere Faktoren beeinflussen den Preis eines Ateliers. Besonders die Lage kann den Preis in die Höhe treiben. Je näher am Zentrum, umso teurer wird es. Auch ein Mietobjekt im Erdgeschoss an einer belebten Straße ist teurer als das Atelier im versteckten Hinterhof. Was ein Atelier aber so teuer macht, ist vor allem die Größe und die Ausstattung. Ateliers haben für gewöhnlich mindestens 100 Quadratmeter Nutzfläche. Gestalten sich diese wie eine Lagerhalle, ist es relativ günstig, kommen aber abgetrennte Räume, eine Heizung, ein Balkon, ein Shop mit Schaufenster usw. hinzu, wird es etwas teurer. Sofern es sich nicht um ein Atelier im obersten Stock oder eine Kombination aus Wohnung und Werkstatt handelt, sind diese aber günstiger als Mietwohnungen.

Wer ein Atelier nur zum Arbeiten und nicht zum Verkauf der Produkte benötigt, sollte sich eine Räumlichkeit außerhalb der Stadt, am besten im Industriezentrum suchen. Hier gibt es häufig ungenutzte Lagerräume, die zu einem fairen Preis gemietet werden können.

Günstig ein Atelier mieten

Den Kauf oder das dauerhafte Mieten eines Ateliers können sich vor allem freie Künstler und Künstlerinnen, die mit ihrem Beruf keinem Gewerbe nachgehen, kaum leisten. In der Malerei und Objektgestaltung oder beim Design von Mode ist es für gewöhnlich üblich, einzelne Ausstellungen zu veranstalten und dort die fertigen Projekte zu verkaufen, d.h. die dauerhafte Miete eines Ausstellungsraumes ist nicht notwendig bzw. meist auch nicht finanzierbar. Für solche Fälle gibt es die Möglichkeit einer gemeinsamen Nutzung von Ateliers bzw. können die Räumlichkeiten auch nur tageweise gemietet werden. In den größeren Städten Österreichs werden häufig einzelne Räume in einem großen Atelier vermietet. Der Preis ist durch die geteilte Infrastruktur deutlich günstiger als bei einem Solo-Atelier.