Ein weniger schönes Gebäude, weniger Platz, längere Wege oder kein eigener Parkplatz kommen für viele bei geringeren Wohnkosten infrage. Nur ein Viertel würde gar keine Nachteile akzeptieren.
Wien, 30. September 2026 – Wohnen beansprucht für manche Haushalte einen großen Teil ihres Budgets. Laut Statistik Austria gaben 2025 8 Prozent der Haushalte mehr als 40 Prozent ihres Einkommens dafür aus.* Wo würden die Österreicher:innen Abstriche machen, um ihre Wohnkosten deutlich zu senken? Die Innofact-Umfrage von ImmoScout24.at erhebt, welche Nachteile sie für eine Ersparnis von einem Drittel in Kauf nehmen würden. Kompromissbereit sind die Befragten vor allem bei optischen Aspekten. Das Aussehen des Gebäudes ist verhandelbar, die Wohngegend dagegen deutlich seltener.
„Unsere Kauf-Map zeigt es deutlich: Wer bei der Wohnungssuche über die Wiener Stadtgrenze hinausblickt, kann erheblich sparen. Besonders interessant ist die Kombination aus Kaufpreis und Zuganbindung. In Purkersdorf kostet eine 70-Quadratmeter-Wohnung durchschnittlich 267.000 Euro und damit deutlich weniger als in Wien, die schnellste Verbindung dauert nur 15 bis 18 Minuten. Auch St. Pölten und Wiener Neustadt bieten einen deutlichen Preisvorteil bei vergleichsweise kurzer Fahrzeit“, erklärt Markus Dejmek, Österreich-Chef von ImmoScout24.
Für ein Drittel weniger Wohnkosten würden 27 Prozent in ein weniger schönes Gebäude ziehen. Jeweils 24 Prozent könnten sich mit weniger Wohnfläche oder einem fehlenden eigenen Parkplatz arrangieren. Ein Fünftel würde Abstriche bei der Infrastruktur in der Umgebung machen, 16 Prozent auf Zimmer verzichten.
Auch der Weg zur Arbeit ist verhandelbar: Knapp jede fünfte Person würde länger pendeln, wenn sie dadurch ihre Wohnkosten senken könnte. Das könnte sich für viele auf der Suche nach Ersparnis rechnen. Am Beispiel Wien zeigt sich, wie viel ein größerer Suchradius ausmachen kann: Wer für eine 70-Quadratmeter-Wohnung 30 bis 60 Minuten Pendelzeit in Kauf nimmt, kann gegenüber einer preiswerten Wiener Wohnlage rund 660 Euro Bruttomiete im Monat sparen. Verglichen mit einer teuren Lage in Wien beträgt der Unterschied sogar mehr als 1.000 Euro. Wie Miete und Fahrzeit zusammenspielen, zeigt die ImmoScout24 Miet-Map für Wien und Umgebung. Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern werden im günstigen Wiener Bezirk Liesing durchschnittlich 1.320 Euro Bruttomiete fällig. In Gänserndorf sind es durchschnittlich 900 Euro, bei einer Bahnfahrt von rund 30 Minuten zum Wiener Praterstern. Von Wiener Neustadt erreicht man den Wiener Hauptbahnhof ebenfalls in etwa 30 Minuten, die durchschnittliche Angebotsmiete liegt dort bei 920 Euro. In Purkersdorf und Neulengbach werden für vergleichbar große Wohnungen jeweils 880 Euro verlangt, ein Drittel weniger als in Liesing.
Quelle: ImmoScout24, Zeitraum der Datenerfassung: 1.1.2026 - 31.3.2026, Bruttomieten, Berechnungsmethode Median. Preis für 70-Quadratmeter-Wohnung
„Wer auch im Umland von größeren Städten sucht, kann bei der Miete deutlich sparen. Orte mit guter Bahnanbindung zeigen, dass ein längerer Arbeitsweg für viele eine attraktive Möglichkeit ist, die Wohnkosten zu senken“, sagt Markus Dejmek, Geschäftsführer von ImmoScout24 Österreich.
Eine schlechtere öffentliche Anbindung würden 14 Prozent akzeptieren, wenn es dafür billiger wird. Mit weniger Grünflächen in der Umgebung können sich noch 13 Prozent arrangieren. Noch seltener kämen eine schlechtere Ausstattung mit 7 Prozent oder eine lautere Wohngegend mit 5 Prozent infrage. Mit einer insgesamt schlechteren Wohngegend würden sich nur 4 Prozent zufriedengeben.
Ein Viertel aller Befragten würde gar keinen der genannten Nachteile hinnehmen. Unter den Frauen sind es 27 Prozent, unter den Männern 23 Prozent. Auch das Alter macht einen Unterschied: Bei den 50- bis 65-Jährigen lehnen 33 Prozent jede Verschlechterung für geringere Kosten ab, bei den 18- bis 29-Jährigen 16 Prozent. Die Jüngeren könnten sich besonders häufig mit einem weniger schönen Gebäude anfreunden. Für 38 Prozent wäre das ein akzeptabler Tausch für niedrigere Wohnkosten.
* Statistik Austria: Wohnkosten
Für die Umfrage hat die Innofact AG im April 2026 für ImmoScout24 535 Österreicher:innen von 18 bis 65 Jahren online repräsentativ für die österreichische Bevölkerung befragt.
ImmoScout24 ist seit Jänner 2012 mit einem österreichischen Marktplatz online (ImmoScout24.at). Gemeinsam mit Immobilien.net, immodirekt.at und immosuchmaschine.at verzeichnet das Netzwerk jeden Monat rund 2 Millionen Nutzer:innen (Google Analytics Q1 2026). Die Nutzer:innen können dabei unter rund 120.000 Immobilienangeboten wählen. Auf den vier Portalen vermarkten derzeit mehr als 2.300 Immobilienbüros in Österreich ihre Objekte. Mit seinen digitalen Lösungen schafft der Online-Marktplatz Orientierung und bringt Eigentümer:innen, Makler:innen und Suchende erfolgreich zusammen. Für den Erfolg von ImmoScout24 sind rund 60 Mitarbeiter:innen in Wien verantwortlich. ImmoScout24 Österreich gehört zur deutschen Scout24-Gruppe. Weitere Informationen unter ImmoScout24.at.
Maria Hirzinger
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