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Der Markt für Lagerhallen in Österreich

Als Drehscheibe zwischen West- und Osteuropa gehört Österreich zu den wichtigsten internationalen Logistikstandorten. Ob Lagerhalle für Unternehmen oder Self-Storage – das Lager bietet zahlreiche Möglichkeiten, große sowie kleine Utensilien sicher zu verstauen.

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Welche Lagerarten gibt es?

Für den privaten und kleingewerblichen Bedarf gibt es Depots, die meist als Mietabteile in großen Hallen erworben werden können. Oft sind diese in Großstädten wie Linz, Wien oder Graz zu finden und bieten den Anrainern die Möglichkeit, ihr Hab und Gut unterzubringen. In den meisten Fällen laufen diese Abstellbereiche unter dem Namen Self-Storage. Es gibt jedoch auch große Lagerhallen für mittelgroße bis große Unternehmen: Die weitläufigen Räume werden üblicherweise von Lagerarbeitern genutzt, um die Lagerung und den Vertrieb von Produkten der jeweiligen Firma zu verwalten.

 

Was sind die Kriterien bei Lagerräumen für Privatpersonen?

Suchen Privatpersonen nach Lagern, in denen sie beispielsweise ihre Möbel unterbringen können, sollten sie die verfügbaren Räume unbedingt vorab besichtigen. Wichtig bei privat genutzten Lagern sind folgende Aspekte:

  • Sind die Wände der Lagerboxen stabil?
  • Wird das Gebäude rund um die Uhr bewacht?
  • Sind Temperatur und Luftfeuchtigkeit angenehm?
  • Ist das Gebäude zu jeder Zeit zugänglich?
  • Ist eine Versicherungen in der Gebühr enthalten?
  • Gibt es eine Mindestlaufzeit für den Vertrag? 

 

Wie wird die Einlagerung vorbereitet?

Wer Möbel einlagern möchte, sollte diese vorher so weit wie möglich demontieren: Besonders bei Schränken und Kommoden können einzelne Holzpaneele besser verstaut werden als das vollständig montierte Mobiliar. Dabei lohnt es sich, die einzelnen Bestandteile zu beschriften oder zu nummerieren, um die Möbel später problemlos zusammensetzen zu können. Darüber hinaus ist es ratsam, eine Inventarliste anzufertigen, in der alle Gegenstände aufgelistet sind, die eingelagert wurden.

Sollen neben Möbeln auch kleinere Utensilien im Lager untergebracht werden, ist es sinnvoll, diese in Kartons zu packen: Sie lassen sich so leichter transportieren und schaffen eine bessere Übersicht in der Lagerbox. Es sollte jedoch stets darauf geachtet werden, dass ein kleiner Gang frei bleibt, damit Gegenstände bei Bedarf problemlos aus der Box geholt werden können.

Was sind die Kriterien bei Lagerräumen für die gewerbliche Nutzung?

Natürlich sind die Anforderungen an ein Lager immer von der jeweiligen Branche abhängig. Nichtsdestotrotz sollte jedes Lagerhaus folgende Kriterien erfüllen:

  • Videoüberwachung 24 Stunden lang
  • Sicherung an den Ein- und Ausgängen
  • Trockene Räume mit angenehmer Temperatur
  • Ausreichende Stromanschlüsse
  • Brandschutzanlage

 

Lager mieten: Warum ist das sinnvoll?

Zwar muss beim Mieten eines Lagers eine regelmäßige Gebühr gezahlt werden, doch dafür ist hier eine bessere Flexibilität gegeben als beim Kauf. Diese Flexibilität kommt besonders Jungunternehmern und neu gegründeten Firmen zugute: Zum einen können sie ihr Budget besser einteilen, zum anderen gehen sie ein geringeres Risiko ein. Darüber hinaus lässt sich auf diese Weise testen, ob das Lager ausreicht und inwiefern eine Veränderung der Größe oder des Standorts möglich ist. Zudem können die monatlichen Kosten in der Regel von der Steuer abgesetzt werden. Das Mieten bringt also zahlreiche Vorteile – sowohl für neue als auch für erfahrene Unternehmer!

 

Wo befinden sich die Top-Standorte für gewerbliche Lagerflächen in Österreich?

Dank seiner ausgezeichneten Lage als Transitland zwischen den Absatzmärkten im Westen und den Herstellerländern im Osten verfügt Österreich über eine sehr gut ausgebaute Infrastruktur. Insgesamt konzentriert sich der Verkehr auf die Nord-Süd-Achse am Brennerpass sowie die Rhein-Donau-Achse zwischen Wien und Linz. Von besonderem Interesse für die Logistikbranche sind deshalb die Großstädte im Norden, die mit eigenen Frachtflughäfen ausgestattet sind und sich durch eine hervorragende Anbindung ans europäische Verkehrsnetz auszeichnen. Im Süden hingegen beschränkt sich die Nachfrage nach Lagerflächen in Österreich auf wenige Zentren wie zum Beispiel Graz und Klagenfurt – oder Innsbruck im Westen des Landes.

Eine Besonderheit des Immobilienmarktes für Lager in Österreich ist der Überhang an kleinen Distributionszentren. Während europaweit der Trend hin zu XXL-Lagerhallen mit einem Flächenangebot von rund 50.000 Quadratmetern geht, wird das Angebot in Wien von kleinen bis mittelgroßen Lagern dominiert, die über eine Gesamtfläche von ungefähr 2.000 bis 5.000 Quadratmetern verfügen. Innerhalb der letzten Jahre hat die Politik deshalb ihr Augenmerk darauf gerichtet, neue Gewerbeflächen für hochmoderne Lager in Österreich zu erschließen. In Zukunft soll dadurch der Schwerpunkt von regionalen Distributionszentren hin zu transeuropäischen Logistikhubs verschoben werden. Mit der Umstellung wird Österreich auch in Zukunft zu den Top-Standorten für die Logistikindustrie in Europa gehören.

 

Wie hoch sind die Durchschnittsmieten für Lager in Österreich?

Trotz der hohen Nachfrage nach Lagerhallen in Österreich hat der Immobilienmarkt in den letzten Jahren eine sehr eigene Dynamik entwickelt. Denn gerade in den Großstädten werden zu wenig neue Flächen erschlossen, um mit den steigenden Anforderungen der Logistikbranche mitzuhalten. Grund dafür sind unter anderem die hohen Bau- und Grundstückskosten in den Ballungszentren. Innerhalb der letzten Jahre hat diese Investitionslücke zu einer Preissteigerung am Markt für Lagerhallen in Österreich geführt. Im Vergleich zu den europäischen Nachbarstaaten bewegen sich die Durchschnittsmieten in Ballungszentren wie Linz oder Wien auf einem sehr hohen Niveau.

  • Ballungszentren Wien und Linz: In kaum einer österreichischen Stadt wird die Problematik des Immobilienmarktes so deutlich wie in der Hauptstadt Wien. Aufgrund der hervorragenden Lage entlang der Rhein-Donau-Achse gehört die ehemalige Residenzstadt zu den beliebtesten Standorten für die Logistikindustrie. Vor allem zentrumsnahe Lagerflächen sind innerhalb der letzten Jahre im Preis gestiegen. Im Durchschnitt beträgt die Warmmiete für ein Lager mit 2.000 Quadratmetern Fläche rund 14.500 Euro. Auch in der Landeshauptstadt von Oberösterreich, dem Industriezentrum Linz, bewegen sich die Durchschnittsmieten auf einem ähnlich hohen Niveau. Günstiger wird es im Süden und Westen des Landes.

  • Knotenpunkte Graz und Innsbruck: Insgesamt ist der Markt für Lagerhallen in Österreich sehr angespannt. Doch natürlich gibt es auch hier preiswerte Alternativen zu den nachgefragten Ballungszentren im Norden. Dazu gehören die Städte im Süden und Westen des Landes – Verkehrsknotenpunkte wie Graz oder Innsbruck sind trotz ihrer zentralen Lage weniger nachgefragt und verfügen über ein größeres Angebot an freistehenden Lagerflächen. Auch die Kulturstadt Klagenfurt konnte sich in den letzten Jahren als günstiger Logistikstandort etablieren. Die Durchschnittswarmmiete für eine Lagerhalle mit einer Gesamtfläche von 2.000 Quadratmetern beträgt hier etwa 13.000 Euro.