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Generationenhäuser in Österreich - Jung und Alt unter einem Dach

So gelingt der gemeinsame Wohnraum für mehrere Generationen

Die Österreicher ziehen im Schnitt erst mit 25 Jahren aus dem Elternhaus aus. Viele bleiben überhaupt zuhause. Besonders am Land ist es nicht selten, dass sich Großeltern, Eltern und Kinder ein Haus teilen. Das Mehrgenerationenhaus bietet viele Vorteile, aber auch Nachteile.

1. Wodurch zeichnet sich ein Mehrgenerationenhaus aus?

2. Was kostet es, ein Generationenhaus zu bauen?

3. Wie können die Baukosten gesenkt werden?

4. Wie kann ein Haus von mehreren Familien gemietet werden?

5. Wie erfolgt die Eigentumsverteilung?

6. Welche Vorteile hat eine Einliegerwohnung?

 

1. Wodurch zeichnet sich ein Mehrgenerationenhaus aus?

Wie der Name schon sagt, wohnen mehrere Generationen unter einem gemeinsamen Dach. Für gewöhnlich wohnen die Großeltern aus Gründen der Barrierefreiheit im Erdgeschoss, darüber die Eltern und später wird das Haus aufgestockt, um Wohnraum für die Kinder zu schaffen.

Nicht immer sind die Wohnbereiche klar voneinander getrennt, vor allem bei älteren Immobilien führt die gemeinsame Treppe über alle Etagen, sodass jeder auch ohne Schlüssel in die Wohnung des anderen kommt.

Neben diesem innerfamiliären Wohnen gibt es auch Projekte, bei denen fremde Familien zusammenwohnen. So können sich die Bewohner die im Haus anfallenden Aufgaben teilen und sich gegenseitig entlasten. Die Senioren passen auf die Kinder auf, im Gegenzug kümmern sich die Eltern um die Pflege des Hauses.

 

2. Was kostet es, ein Generationenhaus zu bauen?

Da es sich meist um große Immobilien handelt, wird mehr Baugrund benötigt als beispielsweise für ein Einfamilienhaus. Angesichts der teilweise sehr hohen Bodenpreise in Österreich von durchschnittlich 700 Euro pro Quadratmeter ist es entsprechend kostenaufwändig, die Grundlage für den Hausbau zu schaffen. Allerdings ist dies im Vergleich wesentlich günstiger, als drei oder vier Grundstücke für separate Einfamilienhäuser zu kaufen.

Auch der Bau selbst ist in der Summe günstiger, als wenn jede Partei einzeln bauen würde. Arbeitsschritte wie das Hochziehen der Wände, das Verlegen der Leitungen oder der Anstrich werden für alle Familien in einem Zug erledigt.

 

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3. Wie können die Baukosten gesenkt werden?

Neben Massivbauten gibt es auch Fertighäuser, die als Mehrgenerationenhäuser konzipiert sind. Sie unterschieden sich von klassischen Fertighäusern in der Größe und in der Gestaltung des Grundrisses. So gibt es für jede Etage einen eigenen Eingang.

Häufig sind diese Häuser auch in Terrassenbauweise konzipiert, wodurch jede Familie einen eigenen Garten haben kann. Bei diesen Varianten handelt es sich aber um Sonderformen, die teurer als das klassische Fertighaus sind. Sie nähern sich den Preisen für Massivhäuser an, haben diesen gegenüber aber den Vorteil der schnellen Fertigstellung.

 

4. Wie kann ein Haus von mehreren Familien gemietet werden?

Gemessen am Quadratmeterpreis sind Mehrgenerationenhäuser die günstigste Variante, ein Haus zu mieten. Hier ist zu überlegen, ob eine Familie die gesamte Miete übernimmt und die anderen Familien zu Untermietern macht, oder ob jede Familie einen eigenen Mietvertrag unterzeichnet. Beide Varianten haben Vor- und Nachteile:
 

einzelner Mieter mit Untermietern mehrere Hauptmieter
+ Vermieter kann keine weiteren fremden Mieter einziehen lassen
- Mieter hat kein Mitspracherecht bei der Wahl der weiteren Mieter
+ Miete ist günstiger als mehrere Einzelmietverträge
- insgesamt höherer Mietzins als bei der Miete des Gesamtgebäudes
- Hauptmieter haftet für den Untermieter + jeder Mieter ist eigenständig; bei einem Zahlungsverzug eines Mieters muss der andere nicht für ihn einspringen
- bei Kündigung des Hauptmietverhältnisses haben Untermieter kein Anrecht auf Wohnraum + die einzelnen Mieter sind voneinander unabhängig
- wird nur ein Mietvertrag über das gesamte Haus abgeschlossen, fällt er aus dem Anwendungsbereich des MRGs und es gibt keinen Kündigungsschutz + sobald mehr als zwei Wohnungen getrennt voneinander vermietet werden, gilt der Vollanwendungsbereich des MRGs und der Mieter hat einen sehr guten Kündigungsschutz

5. Wie erfolgt die Eigentumsverteilung?

Meist ist die Bewohnerstruktur natürlich gewachsen, indem die Kinder sich entschieden haben, im Haus zu bleiben und dort selbst eine Familie zu gründen. Da das Haus bis zum Lebensende der Großeltern in deren Besitz war, gibt es nach deren Tod häufig keine klare Trennung der Besitzverhältnisse. Wird das Haus an alle Familienmitglieder zu gleichen Teilen vererbt, handelt es sich um ideelles Eigentum, bei dem keine klare räumliche Trennung erfolgt.

Im Unterschied dazu können die Wohnflächen auch als Wohnungseigentum definiert werden. Dann wird im Grundbuch genau festgehalten, wem welche Teile des Hauses gehören.
 

Tipp: Um mögliches Konfliktpotenzial zu minimieren, ist eine klare Definition des Besitzes zu empfehlen. Nur so besteht überhaupt erst die Möglichkeit, den Immobilienanteil zu verkaufen, wobei hier wiederum die Vereinbarung eines Vorkaufsrechts sinnvoll ist. Die Familienmitglieder haben das Recht, die Immobilie im Falle eines Verkaufs vor einem möglichen Dritten zu kaufen und können so das Erbe zusammenhalten.

6. Welche Vorteile hat eine Einliegerwohnung?

Viele Österreicher vererben ihren Nachkommen schon zu Lebzeiten ihr Haus, in dem sie selbst weiterhin wohnen. Für eine räumliche und rechtliche Trennung sorgt in solchen Fällen eine Einliegerwohnung, bei der auch Strom-, Wasser- und Kanalanschlüsse separat verrechnet werden können. Sie kann im Grundbuch als solche vermerkt werden, bleibt im Besitz der Großeltern oder Eltern und geht erst nach deren Tod in den Besitz des Erben über.

Wenn das gesamte Gebäude den Erben überschrieben wird, ist zu empfehlen, sich zumindest ein Wohnrecht auszubedingen. Nur so können sich die ursprünglichen Besitzer vor einer Delogierung schützen, wenn das Haus weiterverkauft werden soll.

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