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Kartoffelturm

Kartoffelturm: Vertikal Gärtnern

Wer glaubt, dass man einen großen Acker benötigt, um Kartoffel zu züchten – der irrt. Mit dem Kartoffelturm lassen sich auf engstem Raum frische Erdäpfel züchten.

In mehreren Schichten übereinander - einfach auf der Terrasse oder am Balkon. Es gehört nicht viel dazu, um frische Erdäpfel zu ernten. Ein Quadratmeter Balkon oder Terrasse reichen völlig aus, wenn man die Kartoffeln "in die Höhe" wachsen lässt. Für einen Kartoffeltrum braucht man im Prinzip nicht mehr als einige keimfähige Erdäpfel, Gartenerde und einen großen Blumentopf oder einen hohen Blumen-Container.

Drang ans Licht

In Kartoffeltürmen werden Erdäpfeln nach folgenden Grundsätzen gezüchtet:

  • Man bedeckt den Boden eines Gefäßes mit einer Erdschicht von ca. 15 Zentimetern, dazu verwendet man am besten Gartenerde (entweder gekaufte oder aus einem tatsächlichen Garten).
  • Auf die Erde legt man nun Kartoffeln. Der Abstand zwischen den Kartoffeln sollte rund acht bis zehn Zentimeter betragen
  • Am besten verwendet man alte Kartoffeln, die bereits ausgetrieben haben; man kann aber auch gewöhnliche Bio-Erdäpfel aus dem Superparkt einsetzen. (Bio-Erdäpfel sind deswegen ideal, weil diese nicht mit Keim-hemmenden Mitteln behandelt werden dürfen.)
  • Über die Kartoffeln kommt eine Erdschicht von ca. zehn Zentimetern
  • Nach einer Weile wachsen aus der Erdschicht junge Kartoffelpflänzchen. Bei Kartoffeln, die beim Einsetzen bereits gekeimt haben, geht dies es schneller als bei den "frischen" Bio-Kartoffeln.
  • Wenn dieser Grünwuchs eine Höhe von rund 15 Zentimetern erreicht hat, deckt man diesen wieder mit Gartenerde zu, sodass nur noch einige wenige Blätter herausschauen.
  • Der Grünwuchs kämpft sich durch diese weitere Erdschicht und bildet dabei in der Erde neue Kartoffeln aus.
  • Im Prinzip ist es deshalb nicht nötig, dass man in die neue Erdschicht weitere Kartoffeln setzt - wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kann aber dies aber trotzdem tun.
  • Wenn der Grünwuchs abermals 15 Zentimetern aus der Erde herausreicht, kommt die nächste Erdschicht darüber; und so weiter…
  • Endlos lässt sich das Spiel allerdings nicht fortsetzen. In der Regel haben Kartoffeltürme eine maximale Höhe von 80 Zentimetern; dann schaffen es die grünen Blätter oben nicht mehr, alle unten liegenden Knollen zu versorgen.
  • Geerntet werden die Kartoffeln, in dem man sie einfach ausgräbt - am besten mit der Hand, um sie nicht zu beschädigen. Reif sind sie - je nach Witterungen - nach rund vier Monaten, wenn das Blattwerk über der obersten Schicht verwelkt ist.

Der Kartoffelturm und seine Varianten

Wie Hochbeete lassen sich auch Kartoffeltürme aus den unterschiedlichsten Materialien herstellen. Grundsätzlich gibt es drei Varianten von Kartoffeltürmen:

Variante 1

  • Das bestehende Gefäß. Man nimmt ein Gefäß wie einen großen Blumentopf oder einen Betonbehälter und füllt diesen nach und nach mit Gartenerde an. Der Vorteil: Einfach, schnell und unkompliziert. Der Nachteil: Zu Beginn ist die Sonneneinstrahlung in manchen Fällen nicht ganz optimal, weil die Wände des Gefäßes Schatten werfen.

Variante 2

  • Der mitwachsende Kartoffelturm. Man bastelt ein Grundgerüst, dessen Wände mit jeder dazu kommenden Erdschicht mitwachsen. Vorteil: Von Beginn an optimale Bedingungen was Licht betrifft. Nachteil: Etwas aufwändiger als Variante 1. Wem alte Autoreifen nicht zu "schadstoff-verdächtig" oder zu unschön sind, kann einen mitwachsenden Kartoffelturm auch aus Autoreifen aufbauen. Vereinzelt gibt es mitwachsende Kartoffeltürme bereits im Internet-Handel zu kaufen.

Variante 3

  • Die Lösung für Garten und Hof. Eine ca. 1,50 Meter lange und 1 Meter breite Matte aus Bambusrohren, Kunststoffgewebe oder sehr engmaschigem Drahtgeflecht wird an den Enden zusammengebunden, aufgestellt und Schicht für Schicht mit Erde gefüllt. Wenn Pflanzentriebe an den Rand der Matte stoßen schneidet man Löcher hinein und lässt die grünen Pflanzen austreiben. Dadurch können die Knollen in der Erde schneller mit Nährstoffen aus der Grünpflanze versorgt werden. Bei der Ernte wird die Matte einfach aufgeschnitten. Vorteile: Günstige und effektive Lösung für Gärten. Nachteile: etwas "schmutzig", speziell beim Ernten.

Für welche Variante man sich auch entscheidet: Wichtig ist, dass das Wasser aus dem Kartoffelturm gut abfließen kann. Die Erde sollte feucht, aber keinesfalls "matschig" sein.

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