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Hauskredit

Hohe Kreditsumme und lange Laufzeit

Ein Hauskredit ist für gewöhnlich die höchste Summe, die man im Laufe eines Lebens als Kredit aufnimmt. Die Finanzierung will deshalb gründlich und vollständig durchdacht sein. Mit einem Vergleich verschiedener Anbieter kann ein günstiger Kredit gefunden werden.

Wodurch zeichnet sich ein Hauskredit aus?

Den hohen Kreditsummen entsprechend zeichnet sich der Hauskredit durch eine lange Laufzeit aus. Im Durchschnitt beträgt sie 20 bis 25 Jahre, bis zu 30 Jahre sind möglich. Wie der Name schon sagt ist der Kredit zweckgebunden, er wird für den Bau oder Kauf eines Hauses oder einer Eigentumswohnung aufgenommen.

Welche Voraussetzungen müssen für die Kreditvergabe erfüllt werden?

Grundsätzlich kann jeder volljährige Österreicher einen Kredit für ein Haus aufnehmen. Bei den meisten Banken ist jedoch das Vorhandensein von ausreichend Eigenkapital und Sicherheiten eine wesentliche Voraussetzung. Ab etwa 30 Prozent Eigenkapitalanteil von der insgesamt benötigten Summe werden Kredite zu angemessenen Bedingungen gewährt. Zwar gibt es auch die Möglichkeit der Vollfinanzierung, sie ist aber mit sehr hohen Zinsen und strengen Konditionen verbunden.

Wie wird das Limit für den Kredit ermittelt?

Bevor der Plan für einen Bau erstellt werden kann, muss die Finanzierung stehen. Dazu ist zunächst ein Kassensturz nötig: Die laufenden Einnahmen werden den laufenden Ausgaben gegenübergestellt, um die mögliche Höhe der monatlichen Raten zu ermitteln. Für einen aussagekräftigen Durchschnitt werden dabei die monatlichen Werte des letzten Jahres, besser noch der letzten zwei bis drei Jahre ermittelt. Auch Erspartes und zu erwartende Auszahlungen, etwa durch Lebensversicherungen oder Erbschaften, sind zu berücksichtigen.

Bei dieser Berechnung gilt es zu beachten, dass neben der Kreditfinanzierung noch Vermögen übrigbleibt, um in Notfällen auf ein finanzielles Polster zurückgreifen zu können.

Welche Verzinsung ist die beste?

Aktuell verlockt der niedrige Leitzins zu einer flexiblen Verzinsung. Die Zinsen werden laufend an den geltenden Zinssatz angepasst und sind niedriger als bei einer fixen Verzinsung. Es wird weithin davon ausgegangen, dass sich das Zinsniveau in naher Zukunft nicht wesentlich ändert. Langfristig ist aber wieder mit einem Anstieg zu rechnen. Beim höheren Fixzins wird die Möglichkeit einer steigenden Verzinsung bereits berücksichtigt. Aufgrund einer langfristigen Zinsbindung ist für einen Hauskredit eine fixe Verzinsung zu empfehlen. Die Kreditrückzahlung kann besser geplant werden, da die Höhe der Raten vorab feststeht.

Was ist beim Vergleich der Hauskredite zu beachten?

Mit einem Kreditrechner können Interessenten die aktuell geltenden Kreditangebote miteinander vergleichen. Der Vergleich liefert aber nur dann repräsentative Ergebnisse, wenn bei allen Kreditanbietern dieselben Kriterien, also dieselbe Laufzeit und Kredithöhe gewählt werden. Auch muss der effektive Zinssatz zur Beurteilung herangezogen werden, da er die Kosten für die Geldleihe beinhaltet.

Wann ist ein Kredit günstig?

Das Angebot mit den niedrigsten Zinsen ist nicht immer das Beste. Erst der Vergleich der effektiven Zinssätze inklusive aller Nebenkosten liefert ein endgültiges Ergebnis. Beim effektiven Zinssatz kann beispielsweise eine Kreditversicherung inklusive sein. Der Zinssatz liegt dann höher als bei anderen Kreditangeboten, das ist aber schlussendlich meist günstiger, als wenn die Versicherung separat abgeschlossen wird.

Um herauszufinden, ob ein Kredit günstig ist, müssen also die Konditionen geprüft werden. Die Möglichkeit zu Sondertilgungen sowie niedrige Bearbeitungsgebühren und Kontoführungsspesen machen den Kredit insgesamt günstiger.

Was ist beim Hauskredit außerdem zu berücksichtigen?

Das mit der Geldleihe verbundene Risiko lässt sich die Bank mit einem Pfandrecht besichern. Dieses wird als Hypothek ins Grundbuch eingetragen. Die Kosten für die Eintragung übernimmt der Kreditnehmer. Sie betragen 1,2 Prozent vom Pfandbetrag. Die Hypothek erlischt mit der vollständigen Tilgung des Kredits. Bis dahin hat die Bank das Recht, bei einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers das Haus zu verpfänden. Diese Maßnahme wird jedoch erst ergriffen, wenn sich eine Insolvenz nicht mehr auf andere Weise abwenden lässt.