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Darlehen

Attraktive Darlehensarten

Für den Hausbau, den Wohnungskauf, Sanierungsmaßnahmen oder Umbauten muss für gewöhnlich ein Darlehen aufgenommen werden. Am häufigsten fällt in Österreich dabei die Entscheidung auf einen Bausparkredit.

Doch was ist, wenn davor nicht sechs Jahre lang gespart wurde und deshalb kein Anspruch darauf besteht? Es gibt noch einige andere attraktive Darlehensarten, die vor der Inanspruchnahme miteinander verglichen werden sollten.

Wieso empfiehlt sich ein Baukredit?

Wurde kein Bausparer abgeschlossen, ist der Baukredit die erste Wahl. Er ermöglicht lange Laufzeiten und eine entsprechend niedrige monatliche Rate. Bei keinem anderen Kredit können so hohe Darlehenssummen genehmigt werden. Sofortkredite und Konsumkredite sind z.B. meist auf einen bestimmten Höchstbetrag sowie eine maximale Laufzeit begrenzt. Je nach Bonität, Sicherheiten und Betragshöhe können die Konditionen bei einem Baudarlehen sehr fair sein, sofern der Kreditnehmer das beste Angebot auswählt. Allgemein sind die Zinssätze aktuell mit 2 bis 6 % sehr günstig.

Was ist bei der Wahl des Darlehens zu beachten?

Bevor sich ein Häuslbauer für einen Kredit entscheidet, muss er sich grundlegende Fragen stellen, wie z.B.:

  • Wie viel Geld kann ich selbst beisteuern und wie teuer wird der Bau bzw. Kauf werden?
  • Wie hoch kann die monatliche Rate sein?
  • Bis wann kann das Darlehen abbezahlt werden?
  • Muss an eine Anschlussfinanzierung gedacht werden?
  • Wie werden sich die Zinsen in Zukunft entwickeln?
  • Ist meine Lebenssituation gefestigt oder sind Änderungen zu erwarten?

Um eine solide Entscheidung zu treffen ist es empfehlenswert, sich mit dem Bankberater zu beraten. Er hat viel Erfahrung und kann die Finanzierung gut planen. Dabei sollten eventuell verschiedene Banken aufgesucht werden, um das beste Angebot zu finden.

So wirkt sich die Verzinsung auf das Darlehen aus

Bei einem Darlehen kann der Kreditnehmer entscheiden, ob er eine flexible oder eine feste Verzinsung möchte. Beide Varianten haben ihre Vorteile und Nachteile. Bei einer flexiblen Verzinsung kann der Kreditnehmer von einer zukünftigen Senkung der Zinsen profitieren, er muss also immer nur den Zinssatz zahlen, der aktuell gültig ist. Das kann aber auch bedeuten, dass er bei einem Anheben in Zukunft mehr bezahlen muss. Ein Darlehen mit flexibler Verzinsung kann günstig sein, muss es aber nicht. Grundsätzlich sind die monatlichen Raten weniger genau kalkulierbar.

Bei einer festen Verzinsung weiß der Kreditnehmer von vorneherein, wie viel er für die gesamte Laufzeit des Darlehens zahlen muss. Damit ist das Darlehen sehr gut planbar. Allerdings sind die festen Zinsen im Schnitt zu Beginn etwas höher als flexible Zinsen. Ob sich die Zinsen angleichen und die feste Verzinsung die bessere Wahl ist, hängt von der langfristigen Zinsentwicklung ab.

Wie werden sich die Zinsen entwickeln?

Gemessen am aktuellen Stand der Dinge ist zu erwarten, dass die Zinsen für Darlehen nicht weiter sinken werden. Der Leitzins, nach dem die Zinssätze berechnet werden, hat bereits jetzt ein historisches Tief erreicht, ein weiteres Senken würde einen Negativzins bedeuten, was die Banken zumindest bei der Kreditvergabe sicher zu verhindern wissen.

Aus diesem Grund ist eine feste Verzinsung aktuell eine sehr attraktive Variante. Wer sich auf ein solches Angebot einlässt, muss aber unbedingt das Kleingedruckte lesen: Viele Darlehen werden mit sehr niedrigen, garantierten Zinssätzen beworben. Erst auf den zweiten Blick wird meist klar, dass es sich dabei um zeitlich begrenzte Angebote handelt. Nach sechs Monaten oder maximal einem Jahr wechseln die fixen Zinsen zu variablen Zinsen oder festen Zinssätzen, die über dem Durchschnitt liegen. Aus langfristiger Sicht handelt es sich also nur um vermeintliche Schnäppchen.

Neben den beiden klassischen Varianten von fixer oder flexibler Verzinsung gibt es noch das Cap-Darlehen. Es ist eine Kombination aus beidem.

Cap-Darlehen – Der Kredit für Risiko-Bereite

Bei einem Cap-Darlehen wird der Zinssatz nicht wie bei einem klassischen Darlehen fixiert. Für eine bestimmte Laufzeit wird lediglich eine Ober- und Untergrenze des Zinssatzes festgelegt.

Das Darlehen ist insoweit abgesichert, als dass eine Zinsobergrenze vereinbart wurde. Die Zinsanpassung erfolgt meistens vierteljährlich - und diese orientiert sich an der Entwicklung des EURIBOR. Damit kann man für ein Darlehen mit variablem Zinssatz das Risiko eingrenzen.                        

So funktioniert das Cap-Darlehen

Sie schließen einen 5-Jahres-Kredit mit einem variablen Zinssatz ab und vereinbaren dabei eine Zinsobergrenze von 5,00 %. Zu diesem Zeitpunkt liegt das Zinsniveau bei 4,50 %. Egal, wie hoch die allgemeinen Zinsen in diesen 5 Jahren auch steigen sollten, mehr als 5,00 % kostet Ihr Darlehen nicht. Fällt der Marktzins jedoch, passen sich Ihre Zinsen variabel nach unten bis zur vereinbarten Untergrenze an. Übersteigt der Marktzins die Zinsobergrenze, zahlen Sie immer nur 5,00 %. Die Vorteile eines Cap-Darlehens: Ihr eigenes Risiko ist durch den vorher vereinbarten Cap-Zinssatz eingegrenzt. Die Bank trägt das Risiko eventueller Zinserhöhungen ab der vereinbarten Zinsobergrenze.

Nachteile eines Cap-Darlehens: Für das Risiko, dass die Zinsen die vereinbarte Zinsobergrenze übersteigen (und so der "Überstand" zu Lasten der Bank fällt), verlangt die Bank eine so genannte Cap-Prämie. Diese ist wie eine Art Versicherungsprämie zu verstehen. Die Höhe der Cap-Prämie richtet sich nach der Laufzeit des Darlehens und der anfänglichen Differenz zwischen dem variablen Zinssatz und dem Cap-Zinssatz. Die Bonitätsanforderungen an den Kunden sind bei einem Cap-Darlehen meistens etwas höher als bei klassischen Annuitätendarlehen. Bei einer Niedrigzinsphase ist diese Finanzierungsform weniger empfehlenswert, da die Kosten der Cap-Prämie zusätzlich anfallen.

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