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Was ist ein Privatkredit?

Die Alternative zum Bankkredit

Bei einem Privatkredit ist nicht eine Bausparkasse oder Bank der Kreditgeber, sondern eine Privatperson. Der Geldgeber nutzt den Kredit als Anlageform, da die Zinsen, die er dafür verlangen kann, höher sind als die aktuellen Sparzinsen.

Welche Vorteile hat ein Privatkredit?

Abgesehen von den möglichen niedrigen Zinsen haben Privatkredite den Vorteil, dass häufig keine oder nur rudimentäre Sicherheiten, wie z.B. der Nachweis eines geregelten Einkommens, für den Kreditgeber ausreichen, wobei in solchen Fällen die Zinsen aber wieder steigen. Die Kreditvergabe ist bonitätsunabhängig, wodurch sich auch Studenten, Arbeitslose, Senioren, Selbstständige oder Alleinerziehende einen Privatkredit leisten können.

Die häufigste Form des Privatkredits ist der Sofortkredit über eine Direktbank, bei dem der Kreditnehmer sofort eine Zu- oder Absage erhält und das Geld binnen weniger Tage auf das Konto überwiesen wird. Auch das Social Lending, das in Großbritannien schon gang und gäbe ist, wird in Österreich immer interessanter. Über Internet-Plattformen suchen und finden sich Kreditnehmer und Investoren. Wie bei einem Sofortkredit, der über ein Kreditinstitut abgewickelt wird, bleiben die beiden Parteien dabei anonym.

Welche Vorteile hat das Geldleihen unter Freunden?

Eine ebenfalls sehr beliebte Form ist die Geldleihe unter Familienmitgliedern und Freunden. Sie hat den Vorteil, dass die Zinsen meist sehr gering sind und die Laufzeiten und Höhen der Raten flexibel gestaltet werden können. Auch ein vorzeitiges Begleichen der Schuld ist selten ein Problem. Trotzdem sollte auch in privatem Rahmen ein Kreditvertrag abgeschlossen werden. Dabei ist zu empfehlen, den Kredit über die Hausbank abzuwickeln oder zumindest einen Anwalt den Vertrag prüfen zu lassen.

Welche Konditionen gelten für den privaten Kredit?

Anders als bei Bauspardarlehen oder Ratenkrediten sind die Kreditsummen bei privaten Geldgebern meist begrenzt. Maximal werden 50.000 € verliehen, die längste Laufzeit liegt bei 120 Monaten. Für eine Vollfinanzierung einer Immobilie kommt diese Kreditform somit nicht infrage, Sanierungen, Anzahlungen oder Erweiterungen sind aber durchaus möglich. Als Vermittler zieht die Bank aktuell einmalig zwischen 1-3 % vom Kreditbetrag als Bearbeitungsgebühr ein.

Wie wird ein Privatkredit beantragt?

Auch wenn es sich um einen Kredit von einer Privatperson an eine Privatperson handelt, erfolgt die Abwicklung eines Privatkredites über ein Kreditinstitut oder eine entsprechende online Plattform. Bei der Suche nach Angeboten sollten ausschließlich seriöse, namhafte Anbieter in die engere Auswahl kommen. Der Kreditnehmer nennt den gewünschten Betrag und die Laufzeit, die er sich vorstellt, und stellt über die Bank eine Anfrage. Wie bei einer Zeitungsannonce können registrierte Privatpersonen, die ihr Geld über einen Kredit vermehren wollen, die Anfrage bejahen oder verneinen. Der Kreditnehmer erhält sofort Bescheid, ob sich ein Geldgeber gefunden hat und zu welchen Konditionen der Kredit genehmigt wird. Für einen Kredit in Höhe von 50.000 € mit 120 Monaten Laufzeit werden aktuell zwischen 4,9 und 6,21 % verlangt.

Wie werden Privatkredite abgewickelt?

Die Banken und Internet-Plattformen stellen nicht nur die Kontakte her, sondern übernehmen bei Privatkrediten auch die Abwicklung. Die Kreditrate wird nicht an den Empfänger direkt geschickt, sondern über die Bank weitergeleitet. Damit ist die Anonymität von beiden Seiten garantiert, außerdem ist die Geldleihe relativ sicher. Durch den Vertrag können sich die Konditionen für den Kreditnehmer nicht plötzlich ändern und umgekehrt können bei Nichtzahlung rechtliche Schritte ergriffen werden. Für beide Parteien ist ein Privatkredit dadurch eine seriöse Finanzierungsform.