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Hypothekendarlehen

Funktionsweise und Voraussetzungen

Für die Immobilienfinanzierung wird in den meisten Fällen ein Hypothekendarlehen aufgenommen. Die Hypothek ist eine Bedingung, die für den Kredit in Kauf genommen werden muss. Die Gefahr, die Immobilie an die Bank zu verlieren, ist aber äußerst gering.

Was ist ein Hypothekendarlehen?

Wie der Name schon sagt, handelt es sich um ein Darlehen, das an eine Hypothek geknüpft ist. Der Großteil der österreichischen Banken bietet im Rahmen einer Immobilienfinanzierung ausschließlich diese Darlehensform an. Sind nicht ausreichend Sicherheiten wie andere Immobilien oder Eigenkapital vorhanden, sichert sich der Kreditgeber mit einem Grundpfandrecht gegen eine Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers ab. Die Bank wird mit diesem Recht in das Grundbuch eingetragen. Ist der Kreditnehmer insolvent, kann sie den noch ausstehenden Kreditbetrag durch eine Verpfändung der Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung ausgleichen, es erfolgt eine Exekution.

Welche Voraussetzungen müssen für das Darlehen gegeben sein?

Im Rahmen einer Immobilienfinanzierung setzten Banken für gewöhnlich voraus, dass 30 Prozent der insgesamt benötigten Summe als Eigenkapital vorhanden sind. Daneben wird der Wert des Beleihungsobjektes ermittelt. Dieser stellt die Grundlage für die Beleihungshöhe, also die Kreditsumme, dar. Auch die Bonität des Kreditnehmers, die anhand einer KSV-Auskunft überprüft wird, sowie ein solider Finanzierungsplan wirken in die Entscheidung für eine Kreditvergabe mit ein.

Wie funktioniert die Hypothek?

Sobald der Kredit genehmigt wurde, wird der Gläubiger in das Grundbuch eingetragen. Der Schuldner muss dafür 1,2 Prozent des Pfandbetrages an Gebühren zahlen. Wenn die gesamte Kreditsumme zurückgezahlt wird, erlischt die Grundschuld. Wird die Immobilie vor Rückzahlung des Kredites weiterverkauft, bleibt sie bestehen, wodurch sich ihr Wert verringert. Alternativ kann der Kredit vorzeitig zurückgezahlt werden, sofern es entsprechende vertragliche Vereinbarungen mit der Bank gibt. Ist der Kredit getilgt, muss eine Lastenfreistellung des Grundstücks beantragt werden. Als Geldgeber können neben Kreditinstituten und Bausparkassen auch Versicherungsunternehmen fungieren.

Welche Darlehensnebenkosten sind einzuplanen?

Neben der eigentlichen Kreditsumme und der Eintragung ins Grundbuch muss der Kreditnehmer Zinsen für die Geldleihe sowie Mehrwertsteuer und Grunderwerbsteuer bezahlen. Zusätzlich zum Darlehen fallen im Durchschnitt 10 Prozent der Kaufsumme als Kaufnebenkosten an.

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