Du bist plötzlich arbeitslos und weißt nicht, wie du die hohen Nebenkosten der Immobilie oder die Tilgungsraten für den Hauskredit weiterhin tragen kannst? Hier erfährst du, welche Möglichkeiten du hast und wie du in solch einer Situation am besten vorgehst.

Das Wichtigste in Kürze

  • Vermeide den Finanzierungsengpass, indem du schon bei der Planung der Immobilienfinanzierung alle Eventualitäten berücksichtigst.
  • Versuche, durch reduzierte Lebenshaltungskosten oder neue Einkommensquellen die Arbeitslosigkeit zu überbrücken.
  • Darüber hinaus solltest du mit deiner Bank in Kontakt treten, um eine Pausierung der Kredittilgung auszuhandeln.
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Option 1: Kurzfristige Arbeitslosigkeit durch reduzierte Lebenshaltungskosten überbrücken

Wenn es sich um eine kurzfristige Arbeitslosigkeit handelt, hast du gute Chancen, deine neue Immobilie zu behalten. Wichtig ist es in jedem Fall, deine Situation offen und ehrlich beim Kreditinstitut anzusprechen – auch wenn es Überwindung kostet und dir eventuell unangenehm ist!

Außerdem solltest du bereit sein, deine Lebenshaltungskosten drastisch zu reduzieren oder dir von Verwandten und Bekannten den nötigen Betrag zu leihen, um weiterhin die Tilgungszahlungen vornehmen zu können. Von der Idee, einen weiteren Kredit aufzunehmen oder den Dispo zu erhöhen, solltest du nach Möglichkeit absehen. Denn so landest du schnell in der Schuldenfalle.

Grundsätzlich gilt, dass sich eine kurzfristige Arbeitslosigkeit überbrücken lässt. Wenn du allerdings für längere Zeit keine neue Anstellung findest, wird es schwierig.

 

Option 2: Die Kredittilgung pausieren

Idealerweise solltest du schon dann, wenn die Arbeitslosigkeit absehbar ist, mit deinem Kreditinstitut sprechen. Je nach deinem Vertrag, aber auch je nach dem gutem Willen des Bearbeiters ist es möglich, die Kredittilgung für eine vereinbarte Zeit zu pausieren. Dann kannst du dich ganz darauf konzentrieren, schnell eine neue Arbeit zu finden. Beachte, dass eine Pause bei der Kredittilgung später mit höheren Zinsen oder einer anderen Art der Rückzahlung an die Bank verbunden ist.

Alternativ kannst du versuchen, einen Antrag auf Lastenzuschuss bei der örtlichen Wohngeldstelle einzureichen. So erhältst du zumindest kurzfristig finanzielle Unterstützung für deinen Kredit. Dabei kommt es stets darauf an, ob und welche Art von Arbeitslosengeld du erhältst.

Option 3: Wohnraum reduzieren, um Sozialleistungen zu erhalten

Bei längerer Arbeitslosigkeit von einem Jahr oder mehr hinweg geht der Staat davon aus, dass du mit deinem Haus ein Vermögen besitzt, von dem du leben kannst. Je nach Größe und Ausstattung deines neuen Hauses kann es daher sein, dass du nur gekürzte oder sogar gar keine Sozialleistungen erhältst.

Dabei gilt als Faustregel, dass ein Haus mit einer Fläche von 130 m² oder eine Wohnung mit 120 m² für vier Personen angemessen ist. Wenn du mit weniger Personen lebst, musst du pro Person 20 m² von dieser Grenze abziehen. Das heißt, du erhältst als Immobilienbesitzer nur dann Sozialleistungen wie Hartz IV oder Arbeitslosengeld, wenn du diesen Maßstab erfüllst. Sollte das nicht der Fall sein, erhältst du nach einem Jahr eventuell kein Arbeitslosengeld mehr (oder nur noch einen gekürzten Betrag) und musst dann womöglich den Verkauf deiner Immobilie in Erwägung ziehen.

Tipp

Versuche zunächst, einen Teil deiner Immobilie zu vermieten, eine Einliegerwohnung einzurichten oder einen Teil des Gartens zu verkaufen


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Option 4: Auf Reserven und Arbeitslosenversicherung zurückgreifen

Die Arbeitslosigkeit kann dich natürlich auch unvorbereitet treffen. Für solche Fälle ist es grundsätzlich wichtig, über eine Art „finanzielle Notreserve“ zu verfügen. Grundsätzlich solltest du als Immobilieneigentümer stets ein finanzielles Polster haben, um beispielsweise im Falle einer dringend erforderlichen Instandsetzungsmaßnahme handlungsfähig sein zu können.

Folgende Handlungsvorgaben können dein Haus und die damit verbundene Finanzierung vor Verlust schützen:

  • Eine finanzielle Notfallreserve sollte die Finanzierung für mindestens sechs Monate sichern.
  • Eventuelle Nebeneinkünfte sollten eher dafür genutzt werden, um einen Kapitalstock für alle Eventualitäten aufzubauen.
  • Eine private Arbeitslosenversicherung ist vor allem dann sinnvoll, wenn du bereits um deinen Job fürchtest. Die Versicherung kann die Finanzierung für bis zu ein Jahr Arbeitslosigkeit überbrücken.

Normalerweise sind es Alleinstehende, die bei einer Arbeitslosigkeit bangen müssen, ihr Eigenheim zu verlieren. Wenn du hingegen einen ebenfalls hauptberuflich tätigen Partner hast oder bereits weißt, dass dein Vertrag lange Kündigungsfristen sowie eine Abfindung enthält, kannst du dich ohne größere Bedenken auf die Finanzierung beim Hauskauf einlassen. Lasse dich im Zweifelsfall vor dem Hauskauf finanziell beraten.

Die finanzielle Beratung kann übrigens auch ein guter Makler übernehmen. 


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