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Immobilien und Scheidung: Realteilung

Grundstück teilen

Im Falle einer Scheidung stellt sich immer die Frage, was mit der gemeinsamen Immobilie oder dem gemeinsamen Grundstück passiert. Eine Möglichkeit ist, den Grund oder das Haus zu verkaufen. Eine Alternative besteht darin, das Grundstück zu teilen und gemeinsam darauf zu leben. Was genau Sie dabei beachten sollten, möchten wir Ihnen in diesem Beitrag erläutern.

In welchen Fällen ist es sinnvoll, das Grundstück zu teilen?

Ob es tatsächlich eine gute Idee ist, das Grundstück zu teilen, sollten sich beide Partner ausgiebig überlegen. Nur, wenn die Trennung im Guten verlief und beide sich langfristig vorstellen können, Tür an Tür zu leben, sollten Sie eine Teilung in Erwägung ziehen. Ob reale oder ideelle Teilung: In beiden Fällen ist ein gutes Verhältnis wichtig. Im Zweifel kann es ratsam sein, das Haus oder das Grundstück zu verkaufen, statt es unter beiden Partnern aufzuteilen.

Was bedeutet die Realteilung eines Grundstücks?

Bei der Realteilung werden ein Grundstück oder Haus in zwei voneinander getrennte Einheiten aufgeteilt. Realgeteilte Häuser müssen über separate Eingänge verfügen. Auch Grundstücke haben nach der Realteilung offizielle, separate Zufahrten und neue, sichtbare Grundstücksgrenzen. Dass aus einem Grundstück zwei separate werden, bedeutet auch, dass sie nach der Teilung über separate Grundbucheinträge verfügen.

Hinweis: Falls Sie darüber nachdenken, ein Grundstück zu teilen, sollten Sie schon im Vorfeld prüfen, was und wie auf das Grundstück gebaut werden darf.

Was passiert bei einer ideellen Teilung?

Bei der ideellen Teilung eines Grundstücks bilden die Partner eine Eigentümergemeinschaft, die ein gemeinsames Grundstück oder Haus besitzt. Das Haus kann in separate Einheiten aufgeteilt werden, die beispielsweise vermietet werden können.

Auch die ideelle Teilung des gemeinsamen Grundstücks sollte nach der Scheidung nur wohlüberlegt vereinbart werden. Schließlich verfügt jeder Miteigentümer nur über einen bestimmten Anteil an der Sache, über den er alleine entscheiden kann. Über die gesamte Sache hingegen können die Miteigentümer nur gemeinsam verfügen, sodass ein gutes Verhältnis zwischen den Miteigentümern bei einer ideellen Teilung durchaus wichtig ist – auch, wenn sie das Grundstück nicht selbst bewohnen, sondern es vermietet wird.

Was sind die Voraussetzungen dafür, das Grundstück zu teilen?

Der Bebauungsplan muss die Teilung des Grundstücks erlauben. Im Falle eines laufenden Kredits muss zusätzlich der Kreditgeber mit der Teilung einverstanden sein. Sind diese Voraussetzungen gegeben, geht es an die offizielle Grundstücksteilung:

  • Möchten Sie ein Grundstück teilen, muss die neue Grenzsituation in einem Teilungsplan dokumentiert werden.
  • Den Teilungsplan erstellt ein Ingenieurkonsulent für Vermessungswesen. Hierfür ermittelt er die neue Fläche und bereitet die Einverleibung in den Grenzkataster vor.
  • Die Festlegung der neuen Grenzen findet im Beisein der Eigentümer sowie der Eigentümer der angrenzenden Grundstücke statt.
  • Der Plan wird anschließend vom Vermessungsamt bescheinigt und gemeinsam mit den Bewilligungen und Verträgen beim Grundbuchamt eingereicht.

Lohnt es sich finanziell, ein Grundstück zu teilen?

Besitzen Ehepartner ein Grundstück, das sich teilen lässt, kann es sich lohnen, es im Fall einer Scheidung zu teilen und anschließend zu verkaufen. Gerade wenn das gemeinsame Grundstück sehr groß ist, kann durch die Realteilung und den anschließenden Verkauf zweier kleinerer Grundstücke häufig ein höherer Gewinn erzielt werden. Insbesondere wenn beide Grundstückteile bebaut werden können, ergibt sich hier ein großer Vorteil.

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