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Tilgungsplan

Den Überblick über offene Zahlungen bewahren

Mindestens so wichtig wie der Bauplan ist bei einem Hausbau der Tilgungsplan für die Finanzierung. Nur wer einen Kredit verlässlich tilgen kann, sollte ihn aufnehmen. Dabei gibt es einiges zu beachten, um das Risiko so gering wie möglich zu halten.

Wie sieht ein Tilgungsplan aus?

Der Finanzierungsplan für den Kredit wird für gewöhnlich von der Bank erstellt. Er schreibt vor, wann die Raten für einen Kredit fällig sind, wie hoch sie ausfallen und wie sie sich zusammensetzen. Der Plan ist eine verbindliche Vorgabe für den Kreditnehmer, der die Ratenzahlung am besten über einen Dauerauftrag abwickelt. Mithilfe des Plans kann der Kreditnehmer bei langfristigen Darlehen den Überblick über die noch offenen Zahlungen bewahren.

Welche Bestandteile hat ein Finanzierungsplan?

Im Plan werden Restschuld, Zinssatz, Tilgung und Annuität festgehalten. Die Restschuld ist jener Betrag, der nach Ablauf der Zinsbindung als Anteil der gesamten Kreditsumme übrig bleibt. Unter Tilgung wird die zeitanteilig geplante Rückzahlung der Schulden verstanden. Die Annuität setzt sich aus Zinssatz und Tilgung zusammen und bezeichnet die regelmäßig fließenden jährlichen Zahlungen.

Was muss der Kreditnehmer bei der Planung der Tilgung berücksichtigen?

Während die Höhe der Raten relativ genau festgelegt werden kann, gibt es von Seiten des Kreditnehmers Unsicherheiten, die er beim persönlichen Finanzierungsplan berücksichtigen muss. Er muss prüfen, ob er sich den Kredit leisten und der Plan eingehalten werden kann. Dazu muss er seine laufenden Einnahmen den Ausgaben gegenüberstellen. Auch eventuelle Zwischenfälle, wie Reparaturen oder sonstige unerwartete Mehrausgaben, sind bei der Planung der Finanzierung als Finanzreserve zu berücksichtigen.

Welche Formen von Tilgungsplänen gibt es?

Bei Tilgungsplänen wird zwischen Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen unterschieden. Beim Annuitätendarlehen wird von einer konstanten Annuität ausgegangen, die Verteilung von Zins und Tilgung verändert sich aber. Zu Beginn ist der Zinsanteil höher, am Ende besteht die Rate zum Großteil aus der Tilgung. Bei einem Tilgungsdarlehen bleiben die Tilgungsraten konstant, die Annuität ist jedoch absteigend.

Wie verlässlich ist ein Finanzierungsplan?

Dadurch, dass er von der Bank vorgegeben wird, kann sich ein Kreditnehmer sehr gut auf den Zahlungsplan verlassen. Jedoch muss er bei langfristigen Plänen berücksichtigen, dass die Zinssätze unter Umständen nicht für die gesamte Dauer fixiert sind. Banken bieten eine Zinsbindung für maximal 15 Jahre an. In der Zeit danach werden die Kreditzinsen an den Leitzins angepasst. Aus aktueller Sicht ist aufgrund des historischen Zinstiefs zu erwarten, dass die Zinsen nach der Bindung steigen werden.

Welche Kosten sind noch zu berücksichtigen?

Neben den Kosten für die Immobilie sind im Rahmen eines Hausbaus oder –kaufs auch die Kosten für die Grundbucheintragung, den Notar, die Grunderwerbssteuer oder auch den Makler zu berücksichtigen. Sollten diese Mehrkosten, die zusätzlich zum Kaufpreis oder zu den Baukosten anfallen, nicht direkt beglichen werden können, sind sie beim Kredit zu berücksichtigen.

Wie werden Tilgungspläne verglichen?

Viele Banken bieten online Tilgungsrechner an. Mit ihrer Hilfe können zukünftige Kreditnehmer den auf ihre Bedürfnisse am besten abgestimmten Plan finden. Wichtig dabei ist, dass der effektive Zinssatz zum Vergleich herangezogen wird, da er den Großteil der mit dem Kredit verbundenen Gebühren und Spesen beinhaltet. Daneben gibt es noch einmalige Gebühren wie die Bearbeitungsgebühr. Mit dem Rechner wird die Gesamtbelastung ermittelt. Dadurch kann der Konsument auf einen Blick günstige von teuren Krediten unterscheiden. Die Ergebnisse des Tilgungsrechners können zur Grundlage von Nachverhandlungen gemacht werden. Während es bei den einmaligen Gebühren kaum Verhandlungsspielraum gibt, können mit ausreichend Sicherheiten und einem hohen Eigenkapitalanteil bessere Zinsen und eine niedrigere Marge verhandelt werden.