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Konditionen

Relevanz der Rahmenbedingungen

Wer für die Immobilienfinanzierung einen Kredit aufnehmen muss, sollte verschiedene Kreditangebote miteinander vergleichen. Dabei ist nicht der nominale Zinssatz ausschlaggebendes Kriterium, sondern auch die Konditionen sind zu berücksichtigen.

Was wird unter Konditionen verstanden?

Alle Vereinbarungen, die gemeinsam mit dem Kreditvertrag abgeschlossen werden - also die Geschäftsbedingungen – bestimmen die Konditionen eines Kredits. Bei Bankkrediten sind dies die allgemeinen Geschäfts- und Zahlungsbedingungen sowie die Darlehensbedingungen. AGBs gelten je Bank für alle Geldgeschäfte gleichermaßen, auch zwischen den einzelnen Banken gibt es hier nur geringe Unterschiede. Trotzdem sollten sie vor der Unterzeichnung des Kreditvertrages durchgelesen werden. Österreichischer Konsumentenschutz oder Arbeiterkammer stehen bei Fragen zu den Formulierungen zur Verfügung, auch Bankberater sind zur Aufklärung verpflichtet.

Welche Rahmenbedingungen sind bei einem Kredit relevant?

Abgesehen von den AGBs können die weiteren Bedingungen zwischen den Kreditinstituten variieren. Neben rein finanziellen Aspekten sind auch die Rahmenbedingungen zu beachten. Aussagekräftig ist der Kreditvergleich dann, wenn die effektiven Zinsen zur Grundlage gemacht werden. Anders als nominale Zinsen beinhalten sie bereits die Gebühren für die Geldleihe. Abgesehen davon ist zu klären, ob es sich um eine flexible oder variable Verzinsung handelt. Auch die Regelungen von Zinsabsicherung, Referenzzinssatz, Alters-Obergrenze oder eventuelle Kosten für eine Kreditversicherung müssen vereinbart werden.

Die weiteren Konditionen beziehen sich auf die Abwicklung der Rückzahlung. Es werden die Art des Kredites, Höhe der Raten und Überziehungszinsen, Zahlungszeitpunkt und die Möglichkeit von Sondertilgungen oder Zahlungspausen vereinbart.

Zu den Bedingungen, die der Kreditnehmer an die Bank stellt, sollten ein guter Service und eine persönliche Beratung zählen. Besonders bei Online-Banken gibt es hier häufig Mängel.

Wie sind die Regelungen bei Sonderzahlungen?

Bei Baukrediten empfiehlt es sich, die Bedingungen bei Sondertilgungen klar zu definieren. Sonderzahlungen verkürzen die Laufzeit und senken die Kosten, die Höhe der Raten bleibt gleich. Sie können mit Gebühren verbunden sein. Keine Spesen fallen an, wenn die vorzeitige Rückzahlung in eine Zeit fällt, in der kein fester Sollzinssatz vereinbart ist. Auch wenn der Betrag 10.000 Euro nicht übersteigt und innerhalb von zwölf Monaten nur einmal zusätzlich gezahlt wird, sind die Sonderzahlungen in der Regel kostenfrei. Wurde eine Überziehungsmöglichkeit vereinbart oder erfolgt die Rückzahlung mit einer Versicherungsleistung aus einer Kreditversicherung, dürfen ebenfalls keine Spesen verrechnet werden. Die Bank darf 0,5 Prozent des vorzeitig zurückgezahlten Kreditbetrages einbehalten, wenn bis zum regulären Ablauf des Kreditvertrages nur noch ein Jahr verbleibt. In allen anderen Fällen ist maximal ein Prozent erlaubt.

Wann dürfen sich die Vertragsbedingungen ändern?

Banken können jederzeit die Allgemeinen Geschäftsbedingungen ändern. Sie müssen ihre Kunden zwei Monate im Voraus darüber schriftlich informieren und ihnen die Möglichkeit eines Rücktritts vom Vertrag gewähren. Da es sich meist nur um kleine Änderungen handelt, die den Kreditnehmer nur geringfügig betreffen, wird von diesem Recht in der Regel kein Gebrauch gemacht. Regelmäßig werden von den Banken auf diese Weise die Kontoführungsgebühren erhöht.

Die Schreiben, die dazu verfasst werden, wandern oft gleich in den Papierkorb, nicht zuletzt weil sie in ihrer Gestaltung an Werbung erinnern. Bankkunden sollten sie aber aufmerksam durchlesen.

Welche Sonderkonditionen gibt es bei Baukrediten?

Mit dem Wohnbaukredit geht eine Hypothek einher, sofern der Kreditnehmer nicht ausreichend andere Sicherheiten vorweisen kann. Dieses Grundpfandrecht ist eine Sicherheit für die Bank, sollte der Kreditnehmer zahlungsunfähig werden. Dafür wird der Beleihungswert der Immobilie ermittelt und das Recht im Grundbuch verankert. Die Bank kann dann mit dem Erlös einer Zwangsversteigerung oder Zwangsverwaltung die Zahlungsausstände begleichen.