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Kreditberechnung

Um einen Haus- oder Wohnungskauf zu finanzieren, wird in den meisten Fällen ein Kredit benötigt, um das Eigenkapital aufzustocken. Je nach Art des Kredits und der vereinbarten Konditionen kostet Sie das Darlehen mehr oder weniger. Welche Faktoren relevant für die Kreditberechnung sind, erfahren Sie im Folgenden.

Welche Faktoren spielen bei der Kreditberechnung eine Rolle?

Generell sind es vier Hauptfaktoren, die bei der Kreditberechnung entscheiden sind.

  1. Höhe der Kreditsumme: Der Faktor, der als erster ins Auge fällt, ist natürlich die Höhe des Kredits. Sie hat am meisten Einfluss darauf, wie hoch die monatlichen Raten ausfallen und bestimmt demzufolge, wie groß die dauerhafte finanzielle Belastung des Kreditnehmers ist. Wie viel Geld Ihnen von einem Kreditinstitut zur Verfügung gestellt wird, hängt von Ihrer Bonität ab. Um sich vor bösen Überraschungen bei der Kreditvergabe zu schützen, können Sie beim Österreichischen Kreditschutzverband eine Selbstauskunft einholen (Kosten: 22 Euro). So können Sie bereits im Voraus abschätzen, wie es um Ihre Chancen bestellt ist. Darüber hinaus entscheidet auch Ihr vorhandenes Eigenkapital darüber, wie hoch die Kreditsummer ausfällt. Je mehr Eigenkapital Sie haben, desto weniger Kredit müssen Sie aufnehmen.

  2. Laufzeitdauer: Die Laufzeit bestimmt einerseits die monatlichen Raten, anderseits hat sie großen Einfluss auf die gesamten Zinskosten. Denn je länger ein Kredit läuft, desto mehr Zinsen werden fällig. Eine kurze Laufzeit kann bares Geld sparen. In jedem Fall ist bei einem niedrigen Zinssatz ratsam, sich diesen durch eine lange Zinsbindungsfrist über die gesamte Kreditlaufzeit zu sichern.

  3. Zinssatz: Je niedriger der Zinssatz, desto günstiger der Kredit – auf diese Faustformel lässt sich die Wichtigkeit des Zinsvergleichs herunterbrechen. Dabei muss zwischen dem Nominalzins und dem effektiven Jahreszins unterschieden werden. Letzterer berücksichtigt alle zusätzlichen Kosten wie beispielsweise Abschlussgebühren und Tilgung. Daher sollte nur der Effektivzins für den Vergleich verschiedener Kreditangebote herangezogen werden.

  4. Tilgungsart: Immobilienkredite sind häufig Annuitätendarlehen. Das bedeutet, dass die Ratenhöhe zwar über die gesamte Laufzeit gleichbleibt, sich jedoch das Verhältnis zwischen Zinsen und Tilgung verschiebt. Zu Beginn der Rückzahlung ist der Zinsteil höher als die Tilgung. Gegen Ende der Laufzeit müssen keine Zinsen mehr gezahlt werden, lediglich die Restschuld ist übrig. Andere Tilgungsarten sind der klassische Ratenkredit und das endfällige Darlehen.

Es ist also nicht ausreichend, bloß die Zinssätze der einzelnen Angebote zu vergleichen, um den idealen Kredit zu finden. Wichtig ist es, alle beeinflussenden Faktoren zu berücksichtigen. Auf der Suche nach einem Kredit sollten daher verschiedene Szenarien mit unterschiedlicher Ratenhöhe und Laufzeit durchgespielt werden, um das passende Angebot zu finden.

Welche Zusatzkosten beeinflussen die Kreditberechnung?

Neben den vier Hauptfaktoren sollten auch weitere Aspekte bei der Kreditberechnung berücksichtigt werden, um einen Überblick darüber zu bekommen, mit welchen Kosten zu rechnen ist. Dazu gehören zum Beispiel:

  • Vorfälligkeitsentschädigung bei vorzeitiger Rückzahlung
  • Kosten für Sondertilgungen
  • Bearbeitungsgebühren
  • Restschuldversicherung
  • Bereitstellungszinsen bei späterer Auszahlung

Deshalb sollte bei einem Kreditangebot auch das Kleingedruckte genau gelesen werden.

Kreditberechnung online vornehmen

Wenn Sie vor dem Gespräch mit der Bank die Konditionen für einen Kredit prüfen möchten oder herausfinden wollen, welchen Kredit Sie sich leisten können, helfen Online-Kreditrechner. In diesen Tools können Sie die verschiedenen Angaben eingeben und einfach vergleichen, wie sich ein höherer Zinssatz, größere Raten oder eine niedrigere Laufzeit auf die Gesamtkosten des Kredits auswirken.

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