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Darlehensvertrag

Was er beinhaltet und worauf zu achten ist

Für die Immobilienfinanzierung empfiehlt sich ein Baudarlehen, das auf den Kreditnehmer zugeschnitten ist. Die Vereinbarungen zu Laufzeiten, Höhe der Raten, Spesen und sonstigen Kreditkosten werden im Darlehensvertrag festgehalten.

Was ist ein Darlehensvertrag?

In diesem schuldrechtlichen Vertrag erklärt sich ein Darlehensgeber dazu bereit, einem Kreditnehmer Geld zu bestimmten Konditionen zu leihen. Der Kreditnehmer zahlt das Darlehen während des aufrechten Dauerschuldverhältnisses in vereinbarten Teilraten zurück. Zuzüglich kann der Kreditgeber Zinsen verlangen. Bei dem Vertrag wird in der Regel eine Kündigungsfrist von drei Monaten vereinbart, sofern es keine schriftlich vereinbarte Fälligkeit gibt. Bei Annuitätendarlehen und Tilgungsdarlehen, welche bei der Baufinanzierung die am häufigsten gewählten Darlehensformen sind, steht die Laufzeit vorab schon fest.

Welche vertraglichen Bestandteile gibt es?

Der Vertrag enthält neben den Namen und Anschriften von Gläubiger und Schuldner die Höhe der Kreditsumme und Tilgung, den vereinbarten Zinssatz, Zahlungsmodalitäten, allgemeine Geschäftsbedingungen und alle individuell vereinbarten Konditionen. Dazu gehören Verzugszinsen, Bankgebühren, Versicherungen, die Möglichkeit einer vorzeitigen Rückzahlung sowie von Sondertilgungen.

Worauf ist zu achten?

Lange vor der Vertragserstellung muss der Kreditnehmer für sich ausrechnen, welche Darlehenshöhe er langfristig tragen kann. Dazu ist es notwendig, die Höhe der zu erwartenden Investitionskosten bereits zu kennen und zu wissen, wie viel Eigenkapital beigesteuert werden kann. Eine umfangreiche Einnahmen-Ausgaben-Rechnung der letzten Jahre ist hierfür Grundlage.

Wer einen Darlehensvertrag bei einem Kreditinstitut abschließt, muss den effektiven Zinssatz berücksichtigen. Dieser enthält die Gebühren, die mit der Kreditaufnahme verbunden sind. Dabei empfiehlt es sich, den Vertrag aufmerksam zu lesen, da zusätzliche Gebühren und Spesen darin genannt sein können. Alle unverständlichen Konditionen müssen mit dem Bankberater in einem offenen Gespräch geklärt werden. Ein Vergleich verschiedener Angebote und die persönliche Beratung verschiedener Kreditanbieter geben dem Kreditnehmer ein Gefühl für faire Konditionen und realistische Zinsen. Mit etwas Verhandlungsgeschick kann ein individueller Darlehensvertrag aufgesetzt werden.

Wie wird ein privates Darlehen vereinbart?

Die Bezeichnung Darlehensvertrag wird gerne für private Kreditverträge ohne Zweckgebundenheit verwendet. Familienangehörige oder Freunde leihen dem Häuslbauer Geld und vereinbaren dafür Konditionen zum Freundschaftspreis. Oder aber sie ermöglichen eine Vollfinanzierung zu wesentlich besseren Konditionen als bei Banken. Doch auch wenn kein Aufpreis verlangt wird, muss der Vertrag schriftlich festgehalten werden. Sonst haben beide Parteien im Streitfall keine Argumentationsgrundlage.

Für den privaten Vertrag gibt es keine privatrechtlichen Vorschriften, er kann frei vereinbart werden. Zu empfehlen ist aber, ihn von einem Anwalt oder Notar aufsetzen zu lassen. Diesen wird der Bauherr oder Immobilienkäufer im Rahmen seiner Immobilienfinanzierung ohnehin benötigen. Die Kosten sind gemessen an der rechtlichen Absicherung nicht zu hoch.

Welche Konditionen sind bei einem privaten Darlehen üblich?

Private Kredite werden deshalb gerne in Anspruch genommen, weil Zinsen unter Freunden niedriger sind als bei der Bank, und die Zahlungsmodalitäten oft flexibel sind. Eine Privatperson gewährt in der Regel eher eine Zahlungspause als ein Kreditinstitut. Auch bei mündlichen Absprachen über Zahlungsaussetzungen und dergleichen handelt es sich um rechtsgültige Vereinbarungen. Trotzdem sollten sich beide Parteien diese schriftlich bestätigen lassen. Der Gläubiger erklärt sich zum Aufschub bereit, jedoch nicht zur Aufhebung der Zahlungspflicht. Der Schuldner lässt sich umgekehrt die verschobene Frist bestätigen, ebenso wie die Zahlung, sobald sie erfolgt ist.

Ein Gläubiger kann wie bei einer Bankhypothek Sicherheiten einfordern, indem er den Nachweis einer guten Bonität mittels KSV-Auszug zur Bedingung macht oder sich mit seiner Forderung im Grundbuch eintragen lässt.