Die durchschnittliche Angebotsmiete für Wohnungen und Häuser lag im ersten Quartal 2026 bei rund 16 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg von etwa 8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Erstmals seit zwei Jahren zeigt sich jedoch: Das Angebot an verfügbaren Mietobjekten nimmt kurzfristig wieder zu. Während 2024 und 2025 ein Rückgang an Mietimmobilien am Markt sichtbar war, steigt nun das Angebot wieder um 9 Prozent. Gleichzeitig stabilisiert sich die Nachfrage österreichweit mit einem Plus von 2 Prozent, bei regionalen Schwankungen je nach Bundesland.
- Die Datenanalyse zeigt steigende Preise bei neuen Mieten in fast allen Bundesländern, nur im Burgenland sinken die Preise.
- Im Schnitt bezahlt man für eine 70 Quadratmeter-Wohnung in Österreich 1.126 € Miete.
- Den stärksten bundeslandweiten Anstieg verzeichnen Oberösterreich und die Steiermark mit einer 11% und 12%igen Preissteigerung.
Ein Blick auf die Bundesländer zeigt deutliche Unterschiede. Wien bleibt bei den angebotenen Mietpreisen mit durchschnittlich 22,41 Euro pro Quadratmeter unangefochten an der Spitze. Dahinter folgen Salzburg (21,23 Euro) und Tirol (21,13 Euro), die ebenfalls ein sehr hohes Preisniveau aufweisen.
Deutlich breiter ist jedoch das Feld unterhalb des Österreich-Schnitts von 16 Euro. Gleich fünf Bundesländer liegen darunter. Am günstigsten ist das Burgenland mit 11,72 Euro pro Quadratmeter, gefolgt von Oberösterreich (13,29 Euro) und der Steiermark (13,85 Euro). Auch Kärnten (15,13 Euro) und Niederösterreich (12,98 Euro) bleiben klar unter dem Schnitt und bieten damit vergleichsweise leistbaren Wohnraum. Im Burgenland konnte als große Ausnahme sogar ein Sinken der durchschnittlichen Angebotsmieten verzeichnet werden, wobei hier im Vorjahr einzelne Neubauprojekte den höheren Preis bestimmt hatten.
Quelle: ImmoScout24 Datenanalyse Zeitraum 1.1. – 31.03.2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, Bruttomieten (inkl. Betriebskosten und Steuern), Berechnungsmethode Median
Die Zahl der verfügbaren Mietimmobilien ist in mehreren Regionen deutlich gestiegen. Besonders stark fällt das Plus in Niederösterreich mit 18 Prozent aus. Auch in Vorarlberg (+15 Prozent), Wien (+10 Prozent), Tirol und Kärnten (+9 Prozent) gibt es spürbar mehr Mietobjekte als noch vor einem Jahr.
Die Nachfrageentwicklung zeigt ein gemischtes Bild. Während Tirol (+16 Prozent), die Steiermark (+14 Prozent), Vorarlberg und Kärnten (+11 Prozent) deutliche Zuwächse verzeichnen, ist das Interesse in Salzburg (-11 Prozent), im Burgenland (-9 Prozent) und in Wien (-4 Prozent) rückläufig. Der auffällige Rückgang im Burgenland lässt sich auf einzelne Neubauprojekte des letzten Jahres zurückführen. In Salzburg zeigt sich ein markanter Rückgang nur in der Stadt Salzburg, während andere Orte an Interesse gewannen.