Sowohl die Nachfrage als auch das Angebot bei Mietobjekten zeigt aktuell eine sanftere Entwicklung als 2024. Nachdem die Nachfrage von 2023 auf 2024 um 25 Prozent markant gestiegen war, hat sie sich im laufenden Jahr auf dem hohen Niveau stabilisiert. Gleichzeitig ist auch das Angebot an Mietwohnungen nach dem spürbaren Einbruch im Jahr 2024 nur mehr leicht weiter gesunken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Datenanalyse zeigt steigende Preise bei neuen Mieten in fast allen Bundesländern, nur im Burgenland sinken die Preise.
 
  • Im Schnitt bezahlt man für eine 70 Quadratmeter-Wohnung in Österreich 1.063 € Miete. 
 
  • Den stärksten bundeslandweiten Anstieg verzeichnen Wien und Oberösterreich jeweils mit einer 10%igen Preissteigerung.

Mietwohnungen: Veränderung Angebotspreise 2025


Ein Blick auf die Bundesländer zeigt deutliche regionale Unterschiede. Am stärksten haben die Mieten unter anderem in Wien zugelegt: Hier stiegen die Angebotspreise um 10 Prozent auf durchschnittlich 21,0 Euro pro Quadratmeter Bruttomiete, was 1.471 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung entspricht. Auch in Oberösterreich (+10 Prozent auf 12,6 Euro) legten die Preise spürbar zu, liegen aber immer noch deutlich unter dem Österreich-Schnitt. In Salzburg stiegen die Angebotspreise um 9 Prozent auf 19,9 Euro pro Quadratmeter.


Quelle: ImmoScout24 Datenanalyse Zeitraum 1.1. – 31.10.2025, Bruttomieten, Berechnungsmethode Median

Tirol und Vorarlberg bleiben teuer, moderate Anstiege in Niederösterreich und Steiermark

In Tirol (+5 Prozent auf 20,9 Euro) und Vorarlberg (+6 Prozent auf 19,0 Euro) bleiben die Mieten auf ohnehin hohem Level weiterhin im Spitzenfeld. Moderate Anstiege verzeichneten Niederösterreich (+2 Prozent auf 12,7 Euro) und die Steiermark (+3 Prozent auf 12,7 Euro). Ein gegenläufiger Trend zeigt sich im Burgenland: Hier gingen die Angebotspreise leicht zurück – um 7 Prozent auf durchschnittlich 11,7 Euro pro Quadratmeter bzw. rund 820 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung.

Mietwohnungen Wien: Veränderung Angebotspreise 2025

Die Analyse der Angebotspreise auf ImmoScout24 zeigt für 2025 auch für Wien ein deutliches Plus. Insgesamt verteuerten sich die Bruttomieten stadtweit um 10 Prozent auf durchschnittlich 21,0 Euro pro Quadratmeter, was einer Monatsmiete von 1.471 Euro für eine 70-Quadratmeter-Wohnung entspricht.

„Jeder Bezirk erzählt eine eigene Geschichte. Deutliche Sprünge im Durchschnittspreis sind oft auf einzelne hochpreisige Bauprojekte zurückzuführen. Das bedeutet nicht, dass die günstigeren Wohnungen in diesen Bezirken verschwunden sind, zeigt aber dennoch die Realität auf, mit der Suchende heute konfrontiert sind“, erläutert Markus Dejmek. 


Quelle: ImmoScout24 Datenanalyse Zeitraum 1.1. – 31.10.2025, Bruttomieten, Berechnungsmethode Median

Besonders stark legten die Preise in innerstädtischen und zentrumsnahen Lagen zu. Den kräftigsten Anstieg verzeichnete der 7. Bezirk, Neubau, mit einem Plus von 41 Prozent auf nun 26,3 Euro pro Quadratmeter. Auch der 20. Bezirk, Brigittenau, mit plus 25 Prozent sowie der 3. Bezirk, Landstraße, mit plus 23 Prozent gehören zu den Hotspots des Preisanstiegs. Deutlich über dem städtischen Durchschnitt lagen zudem Hietzing und Hernals (jeweils plus 22 Prozent).

Moderatere Zuwächse verzeichneten unter anderem der 4. Bezirk, Wieden, mit 12 Prozent, der 12. Bezirk, Meidling, mit 13 Prozent, sowie Döbling mit plus 10 Prozent. Stabile Preise zeigten Floridsdorf (plus 0 Prozent) und Penzing (plus 2 Prozent). In einigen Bezirken gingen die Angebotspreise hingegen leicht zurück. So lagen die Quadratmeterpreise im 9. Bezirk, Alsergrund, um 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. In der Donaustadt (22. Bezirk) sanken die Mieten um 5 Prozent auf 20,6 Euro pro Quadratmeter.

Befristete Mietwohnungen

ImmoScout24 hat erstmals den Anteil befristeter Mietwohnungen an allen Wohnungsinseraten untersucht. Demnach ist rund die Hälfte der aktuell angebotenen Mietwohnungen befristet, in Wien liegt der Anteil sogar bei rund 70 Prozent. Dieser Wert zeigt seit drei Jahren keine nennenswerte Veränderung. 


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