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Wohnungsfinanzierung

Welche Finanzierungsmöglichkeiten es gibt

Statt ein Leben lang Miete zu bezahlen, entscheiden sich viele Österreicher für den Kauf einer Wohnung mittels Kredit. Die Rückzahlungsraten sind nur geringfügig höher als die Miete für vergleichbaren Wohnraum, dafür ist der Bewohner aber Besitzer seiner eigenen vier Wände. Eine gut geplante Wohnungsfinanzierung erleichtert den Weg zum Eigenheim.

Was ist bei der Wohnungsfinanzierung zu beachten?

Bevor sich zukünftige Wohnungsbesitzer auf die Suche nach einem passenden Objekt machen, müssen sie herausfinden, wie viel Wohnung sie sich leisten können. Dazu gehört, dass das vorhandene, ungebundene Eigenkapital zusammengezählt und in einem ersten Beratungsgespräch mit der Bank geklärt wird, welche Kreditsumme möglich ist. Hier liegt es in der Verantwortung des Kreditnehmers, richtig einzuschätzen, wie hoch die monatlichen Raten sein dürfen. Da sie eine langfristige finanzielle Belastung sind, sollten sie nicht zu hoch angesetzt werden, um nicht etwa aufgrund unerwarteter Ausgaben Geldprobleme zu bekommen.

Wie kann eine Wohnung finanziert werden?

Für die Finanzierung von Wohnungen werden am häufigsten Hypothekendarlehen und Bauspardarlehen aufgenommen. In beiden Fällen sind die Zinsen im Vergleich zu anderen Kreditformen relativ niedrig. Durch lange Laufzeiten von durchschnittlich 25 Jahren können hohe Kreditsummen mit finanzierbaren monatlichen Raten gewährt werden. Auch kann der Kreditnehmer zwischen fixen und flexiblen Zinsen wählen, Sondertilgungen oder eine Anschlussfinanzierung vereinbaren. Die Kreditprodukte sind damit individuell auf den Kreditnehmer zugeschnitten.

Wie wird eine Wohnung mittels Hypothek finanziert?

Beim Hypothekendarlehen sichert sich die Bank ihr geliehenes Geld durch ein Pfandrecht, das als Hypothek ins Grundbuch eingetragen wird. Der Käufer ist zwar ab dem Zeitpunkt des Kaufs Besitzer, die Bank hat also kein Mitspracherecht bei der Verwendung, sie kann aber bei einer Zahlungsunfähigkeit des Kreditnehmers eine Pfändung durchführen. Die offenen Schulden werden mit dem Versteigerungserlös getilgt. Mit einer gut geplanten Wohnungsfinanzierung braucht der Kreditnehmer diese Maßnahme aber nicht zu befürchten, sie wird nur dann durchgeführt, wenn alle anderen Möglichkeiten, etwa ein Zahlungsaufschub, erschöpft sind.

Wann lohnt sich ein Bauspardarlehen?

Wer bei seinem Bausparvertrag nur noch eine kurze Laufzeit hat oder bereits ein Darlehen abschließen könnte, für den ist das Bauspardarlehen eine günstige Art der Wohnungsfinanzierung. Aufgrund der aktuell günstigen Zinsen müssen aber nicht unbedingt die sechs Jahre Laufzeit abgewartet werden. Wer jetzt seine Traumwohnung gefunden hat, kann sich diese mit Hypothekenkredit oder Baukredit sichern. Für die Zukunft ist wieder ein Anstieg der Zinsen zu erwarten, weshalb sich der Abschluss eines Bausparvertrags weiterhin lohnt. Er kann nämlich auch für Sanierungen oder Ausbauten verwendet werden.

Welche Förderungen gibt es für die Wohnungsfinanzierung?

Für Eigentumswohnungen kann eine Wohnbauförderung beantragt werden. Je nach Bundesland ist diese an unterschiedliche Bedingungen geknüpft, etwa Einkommensgrenzen oder Nutzflächenobergrenzen. Die Förderungen werden in Form von Zuschüssen zu Krediten oder einmaligen Geldzuschüssen gewährt. Junge Familien sowie barrierefreies Wohnen werden besonders gefördert.

Was ist bei einer Mietkaufwohnung zu beachten?

In den österreichischen Städten, allen voran in Wien, sind Mietkaufwohnungen weit verbreitet. Wer sich dafür interessiert, muss jedoch wissen, dass es sich bei der Miete, die bis zur Kaufoption gezahlt wird, nicht um eine Finanzierung handelt. Sie wird also nicht vom Kaufpreis abgezogen, sondern dieser ist in voller Höhe zusätzlich zur Miete zu zahlen. Der Vorteil von Mietkaufwohnungen ist, dass sich der Bewohner seine Wunschwohnung zu einem Zeitpunkt sichern kann, in dem er noch nicht über die nötigen finanziellen Mittel für den Kauf verfügt.

Wieviel geben die Österreicher für ihre Immobilien aus?

Drei Viertel aller Österreicher würden einer Umfrage zufolge gerne eine Eigentumsimmobilie haben (34 Prozent eine Wohnung, 40 % ein Einfamilienhaus). Für die Finanzierung würden die Befragten eine beträchtliche Summe ausgeben:

  • 17% bis 100.000 Euro
  • 29% bis 200.000 Euro
  • 22% bis 300.000 Euro
  • 14% bis 400.000 Euro
  •  7% bis 500.000 Euro
  • 11% über 500.000 Euro

Worauf legen die Österreicher beim Wohnen Wert?

81 % sind bereit, für Ausstattungsmerkmale wie Balkon, Terrasse und Garten mehr zu bezahlen. Für einen Balkon würden 43 Prozent der Befragten bis zu 5 Prozent mehr bezahlen und für Terrasse, Garten oder Dachgeschoss jeweils etwa ein Drittel um zehn Prozent mehr.