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Sollzins

Was ist der Sollzins?

Der Sollzins ist grundsätzlich nur eine andere Bezeichnung für den Nominalzins. Er gibt den Wert der Darlehensverzinsung ohne weitere Kreditkosten an. Wird beispielsweise von einem Sollzins von 3 Prozent bei einem Darlehen von 100.000 Euro ausgegangen, bedeutet das, dass bei dieser Baufinanzierung von einer Zinszahlung von 3.000 Euro im Jahr ausgegangen werden sollte.

Was zeichnet den Sollzins aus?

Gewöhnlich wird der Sollzins in Prozent sowie für den Zeitraum von einem Jahr bzw. 12 Monaten aufgeführt. Bei kurzzeitigen Darlehen mit einer geringeren Laufzeit als einem Jahr wird auch der Sollzins dementsprechend angepasst. Dabei ist zu beachten, dass bei der Berechnung des Sollzinssatzes keinerlei Nebenkosten berücksichtigt werden. Deswegen sollte davon abgesehen werden, den reinen Sollzins zur Entscheidung für oder gegen einen Kredit zu verwenden. Auch wenn der Sollzins sehr niedrig erscheint, können die Nebenkosten die Kosten für den Kredit deutlich erhöhen. Wichtiger ist bei der Bewertung der Effektivzins, der alle Gebühren enthält.

Wie kommen Baukreditzinsen zustande?

Um sich den Traum vom Eigenheim zu erfüllen, benötigt die Mehrheit aller Immobilienkäufer eine Baufinanzierung. Dafür wendet sich der Großteil an eine vertraute Bank oder an ein Kreditinstitut. Dort kommt es zur Bildung eines Angebots für einen Kredit. Da die Kreditsumme für Baufinanzierungen üblicherweise sehr hoch ausfällt, wird eine lange Kreditlaufzeit vereinbart. Natürlich verleiht die Bank das Geld nicht kostenlos. Im Gegenzug verlangen sie eine jährliche Leihgebühr – den Sollzins. Je niedriger dieser festgesetzt wird, desto niedriger fallen die Zinsen aus.

Wie wird der Sollzins festgelegt?

Der Sollzins bildet sich im Zusammenhang mit mehreren wirtschaftlichen Faktoren. Zu den Einflussfaktoren gehören beispielsweise die österreichische Wirtschaft, die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, aber auch die amerikanische Zentralbank Federal Reserve. Die Höhe des Zinses kann aber auch von wirtschaftspolitischen Ereignissen kurz- bis mittelfristig beeinflusst werden. Gewöhnlich werden diese Veränderungen und Entwicklungen von Banken ausgiebig studiert, bevor es zu der Vergabe einer Baufinanzierung kommt.

Welche Faktoren spielen eine Rolle?

Zunächst wird überprüft, zu welchen Konditionen die Gelder für eine Baufinanzierung vermittelt werden können. Je nachdem, wie hoch der Kredit und wie lange die Laufzeit ausfällt, fällt auch der Sollzins für die Baufinanzierung hoch oder niedrig aus. Im nächsten Schritt werden die individuellen Voraussetzungen geprüft. Dabei spielen die Bonität, bestehende sowie vergangene Kredite, das Eigenkapital und regelmäßiges Einkommen eine große Rolle. Im letzten Schritt wird das bestehende Finanzrisiko errechnet. Dort werden zusätzlich alle Sonderwünsche und andere Faktoren mit einbezogen, die auf die Höhe des Sollzins Einfluss haben könnten.

Sollzins vs. effektiver Jahreszins

Ein weiterer wichtiger Begriff ist der Effektivzins. Beim Effektivzins werden weitere Kosten, wie zum Beispiel die Kosten für den Kredit, die Perioden für die Zahlungen der Raten und weitere Gebühren beachtet. Dadurch fällt der Effektivzins normalerweise als der Sollzins aus. Im Grunde genommen soll am Effektivzins sofort abgelesen werden können, welche Kosten jährlich durch die Finanzierung getragen werden müssen. Zusätzlich soll der Vergleich von Kreditangeboten erleichtert werden.

Wie lassen sich Angebote schnell miteinander vergleichen?

Wer die Ratenkredit-Finanzierung rechnerisch im Detail ermitteln will, kann beispielsweise auf den Baufinanzierungsrechner von ImmobilienScout24 zurückgreifen. Durch frühzeitige Vorsorge und Recherche über den eigenen finanziellen Spielraum bietet sich die Chance, mit dem Kreditpartner auf Augenhöhe zu verhandeln. Dies kann ein großer Vorteil sein, den Sollzins und effektiven Jahreszins zu verhandeln und somit wichtige Faktoren für den Kredit zu berücksichtigen, um letztendlich dann Angebote vergleichen zu können.