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Courtage

Wie hoch die Maklerprovision sein darf

Der Kauf einer Immobilie über einen Makler hat neben einer professionellen Abwicklung des Kaufvorgangs und einer gezielten, zeitsparenden Suche einige weitere Vorteile. Die Courtage ist hingegen ein Nachteil, aufgrund dessen sich viele Österreicher gegen einen Immobilienmakler entscheiden. Dabei ist sie gemessen an den Leistungen, die sie beinhaltet, fair.

Was ist die Courtage?

In Österreich ist der Begriff geläufiger unter dem Namen Provision. Es handelt sich dabei um das Honorar des Maklers für seine Leistungen. Es gelten Obergrenzen für die Provisionssätze, grundsätzlich steht dem Makler eine ortsübliche Bezahlung zu. In der Courtage sind verschiedene Leistungen enthalten, am wichtigsten ist die Vermittlungstätigkeit. Diese umfasst den Kauf und Verkauf von Grundstücken oder Immobilien, das Erstellen von Miet- oder Pachtverträgen, die Information über eventuelle Rechte oder Lasten, die mit dem Kaufobjekt verbunden sind, und die Vermittlung von Hypothekardarlehen.

Wie hoch darf die Provision für einen Immobilienmakler sein?

Je nach Wert der Immobilie gelten unterschiedliche Obergrenzen. Bis zu € 36.336,42 sind vier Prozent erlaubt, zwischen € 36.336,42 und € 48.448,51 wird das Maklerhonorar durch die Division durch 1.453,46 berechnet, für jeden darüber liegenden Wert sind drei Prozent die maximale Höhe. Bei den Mieten hängt die Provision davon ab, ob sie vom Mieter oder vom Vermieter gezahlt werden muss. Sie kann zwischen einer Bruttomonatsmiete bei Befristungen bis zu drei Jahren und drei Bruttomonatsmieten für den Vermieter bei unbefristeten Verträgen liegen.

Wer muss den Makler bezahlen?

Der Makler darf bei Verkäufen sowohl vom Auftraggeber als auch vom Interessenten ein Honorar einfordern. Häufig wird die Courtage auf beide Parteien jeweils zur Hälfte aufgeteilt. Dabei hat der Makler einen Spielraum: Zahlt der Verkäufer etwa nur ein Drittel der maximal zulässigen Provision, dann kann der Makler vom Interessenten die restlichen zwei Drittel verlangen. Die gesamte Übertragung auf den Interessenten ist bei Wohnungen oder Einfamilienhäusern nicht zulässig.

Wann wird die Zahlung fällig?

Die Provision ist dann zu zahlen, wenn laut Maklervertrag ein Geschäft abgeschlossen wird. Das ist dann der Fall, wenn der Makler infolge seiner dienstlichen Tätigkeit einen neuen Interessenten mit Kaufabsicht nennen kann. Dabei ist es nicht möglich, vor Vertragsunterzeichnung den Maklervertrag zu kündigen und so die Kosten einzusparen. Sie werden mit der Übermittlung fällig. Ein Vorschuss muss jedoch nicht gezahlt werden. Auch entsteht kein Zahlungsanspruch, wenn es zu keiner Einigung bezüglich des Hauptgeschäftes gekommen ist.

Warum ist die Beauftragung mehrerer Makler kein Nachteil?

Wer mehrere Makler mit der Vermittlung der Immobilie beauftragt, muss trotzdem nur einmal Courtage zahlen. Das gilt auch dann, wenn jeder der Immobilienmakler einen Interessenten mit Kaufabsicht finden konnte. Die Zahlung geht dann an denjenigen Makler, der nachweislich am meisten Leistungen erbracht hat. Kann nicht eindeutig festgestellt werden, wem sie eher zusteht, kann sie auch zu gleichen Teilen aufgeteilt werden.

Wann entfällt der Provisionsanspruch?

Nicht nur dann, wenn kein Geschäft zustande gekommen ist, entfällt der Anspruch des Maklers, sondern auch, wenn der Kaufvertrag nachträglich aufgelöst wird, etwa weil einer der Vertragspartner von seinem Rücktrittsrecht Gebrauch macht. Sofern es keine besonderen Vereinbarungen gibt, muss der Auftraggeber dann auch nicht für die allgemeinen Kosten des Maklers, wie etwa Kosten für Inserate oder den Betrieb eines Büros aufkommen.

Welche zusätzlichen Kosten sind zu zahlen?

Im Maklervertrag können besondere Zahlungen vereinbart werden. So sind etwa aufwändige Werbemaßnahmen nicht automatisch in der Courtage enthalten. Auch die Zahlung eines ortsüblichen Maklerhonorars trotz eines nicht abgeschlossenen Geschäftes ist – sofern vertraglich vereinbart - möglich. Umso wichtiger ist es für den Auftraggeber, sich den Maklervertrag vor der Unterzeichnung genau durchzulesen.