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Eigentümergemeinschaft

Rechte und Pflichten

Im Rahmen einer Eigentümergemeinschaft werden Belange eines Hauses von allen Wohnungseigentümern gemeinsam beschlossen und vertreten. Eigentümer treten zur Interessenvertretung und Verwaltung in Kontakt mit den anderen Wohnungseigentümern des Hauses.

Wie ist die Eigentümergemeinschaft juristisch definiert?

Die Eigentümergemeinschaft gilt nach § 2 Abs 5 iVm § 18 Abs 1 WEG 2002 als juristische Person. Als solche besitzt sie eine (Teil-) Rechtsfähigkeit, mit der sie in Sachen der Verwaltung eines Grundstücks oder einer Immobilie Rechte erwerben, Verbindlichkeiten eingehen und sowohl klagen kann als auch selbst angeklagt werden kann. In der Regel wird sie in solchen Handlungen durch einen (internen oder externen) Verwalter repräsentiert, der durch einen Mehrheitsbeschluss der Gemeinschaft bestimmt wird. In Angelegenheiten zwischen dem Verwalter und der Eigentümergemeinschaft vertritt die Mehrheit der Eigentümer die Gemeinschaft. Der Vertrag eines Verwalters kann unbefristet oder befristet aufgesetzt werden. Ein befristeter Vertrag, der stillschweigend verlängert wird, gilt fortan als unbefristet.

Wie werden Beschlüsse gefasst?

Für gewöhnlich werden Beschlüsse der Gemeinschaft auf der Eigentümerversammlung durch Mehrheitsbeschlüsse gefasst. Die Mitgliederversammlung ist die Versammlung aller beteiligten Eigentümer und muss mindestens alle zwei Jahre vom Verwalter einberufen werden. Die Versammlung muss auch angesetzt werden, wenn es keine dringenden Angelegenheiten zu besprechen gibt.

Der Termin für die Versammlung ist so zu wählen, dass möglichst viele Eigentümer teilnehmen können. Wohnungseigentümer, deren Anteile sich insgesamt auf mindestens 25% belaufen, können den Verwalter jederzeit kontaktieren und unter Angabe eines dringenden Grundes eine Versammlung einfordern.

Der Termin der Versammlung muss rechtzeitig (mindestens zwei Wochen vorher) allen Eigentümern bekannt gemacht werden. Diese Bekanntmachung hat individuell schriftlich und über einen gut sichtbar platzierten Aushang zu erfolgen.

Wie wird die Mehrheit ermittelt?

Die Stimmen in einer Abstimmung werden nach Anteilen berechnet. Beschlüsse sind also nur gültig, wenn eine Anzahl von Eigentümern dafür gestimmt hat, die tatsächlich mehr als die Hälfte der Anteile besitzen. Jedem Eigentümer, unabhängig von den Anteilen, ist es aber gestattet, den Beschluss innerhalb einer Frist von einem Monat gerichtlich anzufechten.

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